Beitritt zu der Charta "Faire Metropole Ruhr 2030" beschlossen

24.08.2022

Der Rat der Stadt Essen hat in seiner heutigen Sitzung (24.08.) beschlossen, dass die Stadt Essen der Charta "Faire Metropole Ruhr 2030 – Eine Fairfassung für das Ruhrgebiet" beitritt. Die Faire Metropole Ruhr - und damit auch die Stadt Essen – engagiert sich seit über 13 Jahren für eine stärkere Verankerung des Fairen Handels und der fairen öffentlichen Beschaffung in den Kommunen. Bereits 2013 wurde die Region durch Fairtrade Deutschland als erste Region deutschlandweit als "Faire Region" ausgezeichnet. Essen ist ebenfalls seit 2013 "Fairtrade-Stadt" und wurde für intensives Engagement im November 2021 erneut rezertifiziert und ausgezeichnet.

Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit der Mitglieder der Steuerungsgruppe mit zahlreichen Akteur*innen, sind vielfältige Projekte fortgeführt oder neu entwickelt worden, wie zum Beispiel die Fairtrade-Schools oder Fairen Kitas, der Umweltpreis 2021 mit Schwerpunkt Fairtrade oder das Studierendenprojekt "Fairer Sportverein". Derzeit finden Strategie-Workshops zur Ausweitung von Fairtrade mit der Essen Marketing GmbH (EMG) zum Thema "Faire Veranstaltungen" und der Zentralen Beschaffung zum Thema "Fairer Einkauf und Beschaffung" statt.

Die Verwaltung der Stadt Essen wird nun beauftragt, die Charta "Faire Metropole Ruhr 2030" zu unterzeichnen und sich gemeinsam mit anderen Akteur*innen gegen die Ausbeutung von Mensch und Natur einzusetzen. Darunter fällt zum Beispiel die Forderung an Unternehmen, dass diese Verantwortung in ihrer Lieferkette übernehmen und transparent und nachweisbar darlegen, dass die internationalen Menschen- und Arbeitsrechte eingehalten werden.

Die Charta "Faire Metropole Ruhr 2030"

Die Charta "Faire Metropole Ruhr 2030" ist eine neue und gemeinsame "Fairfassung" von Städten, Gemeinden und Kreisen im Ruhrgebiet für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der Lieferkette von Produkten. Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bilden die Basis für das gemeinsame Handeln. Unter dem Motto "Ein Ratsbeschluss. Sieben Ziele, viele Optionen" haben engagierte Menschen aus der öffentlichen Verwaltung, aus kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen im Ruhrgebiet die Charta im Jahr 2020 erarbeitet.

Im Rahmen der Charta gibt es sieben Hauptziele. Dazu zählt zum Beispiel, dass die Anzahl kommunaler Einkäufe erhöht wird, in denen die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie die Kriterien des Fairen Handels eingehalten werden. Der Faire Handel soll in den Fokus gerückt werden und beispielsweise Projekte von Unternehmen, die den Fairen Handel fördern, durch die Wirtschaftsförderung unterstützt werden.

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Charta "Faire Metropole Ruhr 2030. Eine Fairfassung für das Ruhrgebiet".
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