Schulen in Essen: Aktueller Stand zur Realisierung von Neubauten und Erweiterungen

02.06.2023

Auch in Essen steigen die Zahlen von Schüler*innen. Die Stadt Essen steht damit vor der großen Herausforderung, in den kommenden Jahren ausreichend Schulraum für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Mit der Veröffentlichung der Schulentwicklungsplanung (SEP) für die jeweiligen Schulformen hat die Verwaltung zusätzliche Bedarfe für die kommenden Jahre konkretisiert. Dabei handelt es sich um Schulbauprojekte mit einem geschätzten Volumen von 1,5 Milliarden Euro. Ganz konkret bestehen aktuell allein Flächenbedarfe für zusätzliche fünf weiterführende Schulen (davon eine Realschule, zwei Gymnasien und zwei Gesamtschulen), insgesamt acht Grundschulen, eine Förderschule sowie drei Berufskollegs. Zudem müssen Grundschulen, weiterführende Schulen als auch Berufskollegs erweitert werden. Außerdem müssen weiterhin dringend Sanierungen und Modernisierungen an in die Jahre gekommenen Standorten durchgeführt werden.

In seiner gestrigen (01.06.) Sitzung beschäftigte sich der Ausschuss für Stadtentwicklung, -planung und Bauen mit möglichen Schulstandorten und sprach sich dafür aus, dass die Stadtverwaltung weitere Planungen unternimmt, um dem Bedarf an neuem Schulraum zu begegnen.

Bei der Suche nach Flächen für neue Schulstandorte muss berücksichtigt werden, dass zunehmend konkurrierende Nutzungsinteressen entstehen. Um die genannten Schulbedarfe decken zu können, identifiziert die Stadtverwaltung daher Flächenpotenziale für erforderliche Schulneubauten und -erweiterungen aus dem Schulentwicklungsplan unter Abwägung der übrigen gesamtstädtischen Bedarfe, wie zum Beispiel neuen Feuerwachen sowie Gewerbe- oder Wohnbauflächen.

Standortsuche für neue Schulen

Um geeignete Flächen für neue Schulen identifizieren zu können, wurden die Anforderungen für mögliche Flächen benannt, die sich, neben einer guten Anbindung an den ÖPNV, auch auf bestimmte Stadtbezirke fokussieren. Demnach werden insbesondere im Bezirk I eine Fläche für eine Realschule, Flächen für zwei neue Gymnasien im Bezirk VI und im Essener Süden gesucht. Hinzu kommen Flächen für zwei weitere Gesamtschulen, ebenfalls im Essener Süden. Außerdem wird im Schulentwicklungsplan ein Bedarf von acht neuen Grundschulen beschrieben. Insbesondere für die Bereiche in Bedingrade/Frintrop, im Großraum Altendorf und in Rüttenscheid werden aktuell noch geeignete Standorte gesucht, während für die fünf nötigen Grundschulneubauten in Kray, Schonnebeck und auf dem Gebiet von ESSEN 51. bereits konkrete Standortvorschläge vorliegen.

Da es für den Großraum Rüttenscheid kein geeignetes Grundstück im städtischen Besitz für den Bau einer Grundschule gibt, könnte der Bau einer Schule durch einen Investor infrage kommen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, -planung und Bauen sprach sich gestern dafür aus, dass die Stadtverwaltung eine entsprechende Ausschreibung erstellen soll. Zudem sollen durch die Verwaltung unverzüglich die Planungen für den Neubau einer Grundschule in Bedingrade bzw. Frintrop am Standort Helmstraße und für Altendorf am Standort Altendorfer Straße / Wüstenhöfer Straße aufgenommen werden. Bis September dieses Jahres sollen außerdem geeignete Flächen zur Schaffung von zwei Gesamtschulen und eines Gymnasiums durch die Stadtverwaltung vorgeschlagen werden.

Voraussichtlich in seiner Sitzung am 21. Juni wird der Rat der Stadt Essen über das beschriebene weitere Vorgehen entscheiden und die Verwaltung mit entsprechenden Planungen beauftragen.

Erweiterungen von bestehenden Schulen

Neben dem Thema des Schulneubaus wurde der Ausschuss für Stadtentwicklung, -planung und Bauen in seiner heutigen Sitzung auch über die Erweiterung bestehender Schulen informiert. Im Schulentwicklungsplan wird ein Erweiterungsbedarf für 39 Grund- und Förderschulen, 21 weiterführende Schulen sowie für zwei Berufskollegs beschrieben.

Die Stadtverwaltung hat in diesem Zusammenhang zunächst die Erweiterungsmöglichkeiten am jeweiligen Schulstandort geprüft, wobei die Erweiterungen nur teilweise im Bestand möglich sind. Eine entsprechende Liste, die Grund- und Förderschulen sowie weiterführende Schulen betrachtet, ist im Ratsinformationssystem abrufbar (siehe rechts). Um schnellstmöglich auf dringend benötigten Schulraum reagieren zu können, wird die Stadtverwaltung kurzfristige Erweiterungen an insgesamt neun Schulstandorte mit zehn sogenannten Systemcontainern ausstatten. Die Containerlösungen helfen, zusätzlichen und flexiblen Raum für Unterricht, OGS-Betreuung oder weitere Lehr- und Betreuungskonzepte zu bieten.

Für 23 Grund- und Förderschulen und weiterführende Schulen ist die Erweiterung nicht am Schulstandort möglich. Im Ratsinformationssystem ist auch eine Liste mit diesen Standorten abrufbar (siehe rechts). Für die darin aufgeführten Schulen wurden städtische und nicht städtische Flächen in einer Größe zwischen 1.500 und 3.500 Quadratmetern sowie eingehende Angebote von Externen bzw. Investoren betrachtet. Für neun Schulen konnten mittlerweile Standorte in unmittelbarer Nähe zum Schulstandort gefunden werden (diese Schulen sind in der Auflistung im Ratsinformationssystem grün hinterlegt). Für insgesamt 14 Schulen gibt es konkrete Standortoptionen, die derzeit auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden (diese sind in der Liste gelb hinterlegt).

Weitere Informationen rund um das Thema Schulneubau und Schulentwicklung stehen unter www.essen.de/machtschule zur Verfügung.

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