OGS: Fortführung und Erweiterung der Gruppen zum Schuljahr 2024/2025

08.05.2024

Das Angebot der Offenen Ganztagsgrundschulen soll zum Schuljahr 2024/2025 fortgeführt sowie ausgebaut werden: Der Ausschuss für Schule, Bildung und Wissenschaft hat sich in seiner heutigen (08.05.) Sitzung für die Fortführung der bestehenden 466 Gruppen sowie die Erweiterung um 47 Gruppen an den 82 Offenen Ganztagsgrundschulen ausgesprochen.

An den Anmeldetagen im Oktober 2023 ist erneut deutlich geworden, dass das derzeitige Angebot die Nachfrage nicht in vollem Umfang abdecken kann. Die Meldungen der Schulleitungen und die Ergebnisse derzeit besichtigter Schulen ergeben in Summe einen Mehrbedarf der 47 Gruppen. Mit der Erhöhung sollen zum Schuljahr 2024/2025 insgesamt 513 OGS-Gruppen angeboten werden.

Die aktuelle Betreuungsquote lässt erkennen, dass es notwendig ist, den Erweiterungsbedarf im Rahmen kommunaler Möglichkeiten in finanzieller, räumlicher und personeller Hinsicht zu entsprechen, damit die Stadt Essen sich als Schulträger rechtzeitig auf den prognostizierten Betreuungsbedarf im Rahmen des Rechtsanspruchs ab dem Schuljahr 2026/2027 vorbereiten kann. Wird der OGS-Gruppenausbau zum neuen Schuljahr 2024/2025 umgesetzt, würde sich eine OGS-Betreuungsquote von 54 Prozent an Grundschulen und 11 Prozent an Förderschulen ergeben. Einschließlich der acht-bis-eins-Betreuung, wofür die Betreuungspauschale laut Eckpapier des Landeskabinetts weitergezahlt werden soll, erhöht sich die Betreuungsquote im Primarbereich von 58 Prozent auf 69 Prozent.

Mit der Gruppenerhöhung stellt sich die Entwicklung der Gruppen im Offenen Ganztag in Essen wie folgt dar:

  • 2023/2024
    466 Gruppen mit 11.359 Plätzen
  • 2024/2025
    513 Gruppen mit 12.675 Plätzen
  • 2025/2026
    563 Gruppen mit 14.781 Plätzen
  • 2026/2027 (Einsetzen des OGS-Rechtsanspruches)
    638 Gruppen mit 16.806 Plätzen

Finanzierung: Stadt investiert rund 10,9 Millionen Euro

Durch die Gruppenerweiterungen ergibt sich ein zusätzlicher Bedarf für die Grundausstattung mit Mobiliar. Das Thema "multifunktionale Raumnutzung" gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung. Gleichzeitig steigt auch der Personalbedarf seitens der federführenden Jugendhilfe Essen gGmbH (JHE). Zur Finanzierung der OGS-Angebote haben die Gruppenerweiterung die Erhöhung des städtischen Eigenanteils um rund 3 Millionen Euro zur Folge. Insgesamt investiert die Stadt Essen damit für die bestehenden und die erweiterten OGS-Angebote rund 10,9 Millionen Euro. Darin integriert ist auch die "Qualitätsoffensive OGS", die sich an die erfolgreiche Überleitung der städtischen Beschäftigten an die JHE anschließt und – ergänzend zur multifunktionalen Raumausstattung und Personalerweiterung – die Einrichtung von Koordinierungsstellen an den Ganztagsschulen mit den meisten OGS-Gruppen vorsieht.

Der Rat der Stadt wird voraussichtlich in seiner Sitzung am 29. Mai hierüber entscheiden.

Die konkreten OGS-Bedarfe der Schulstandorte finden Interessierte im RatsInformationsSystem der Stadt Essen.

Zum Hintergrund

Mit dem Gesetz zur ganztägigen Förderung von Kindern im Grundschulalter vom 2. Oktober 2021 hat die Bundesregierung den Anspruch auf ganztägige Betreuung rechtlich verankert und die weitere rechtliche Ausgestaltung auf die Bundesländer übertragen. Aktuell liegt ein Eckpunktepapier der Ministerien für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration sowie Schule und Bildung vor, welches jedoch keine konkreten Aussagen zur Finanzierung, den Qualitätsstandards (Personal und Räumlichkeiten) und der gesetzlichen Verankerung beinhaltet. Im Vorgriff auf die Konkretisierung des Gesetzes sind seitens des Fachbereichs Schule und der JHE verschiedene Planungen – Schulbegehungen, Bedürfnisorientierte Raumkonzepte, Investitionsprogramm Ganztagsausbau, Denkwerkstatt Ganztägiges Lernen in Essen, Schulentwicklungsplanung Band V (OGS) – bis Ende 2024 bereits in der Umsetzung, um bestmöglich auf den Eintritt des Rechtsanspruchs vorbereitet zu sein.

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