Das Wichtigste auf einen Blick:
Wo sind neue Mobilpunkte geplant?
Im Rahmen des Projekts "Be-MoVe" haben die Bezirksvertretungen I und V beschlossen, dass vier neue Standorte für Mobilpunkte erprobt werden sollen. Im Nordviertel am Zwingliplatz 1 sowie in Altenessen-Süd an der Bäuminghausstraße 64–66, an der U-Bahn-Station Kaiser-Wilhelm-Park und am Graitengraben / Ecke Rahmstraße will die Stadt Fahrradplattformen errichten und testen.
Nach circa einem halben Jahr sollen die neuen Mobilpunkte evaluiert und die Ergebnisse der Politik präsentiert werden. Das Prinzip dieses experimentellen Vorgehens wurde auch auf die Stadt Mülheim übertragen. Hier werden seit Dezember 2025 ebenfalls Mobilpunkte erprobt.
Zusätzlich zu den neuen Mobilpunkten in Altenessen und im Nordviertel wird eine weitere Plattform in der Keplerstraße 98 im Stadtteil Holsterhausen errichtet. Dieser Mobilpunkt wurde bereits ein Jahr lang getestet und evaluiert und die Verstetigung bereits im Jahr 2023 von der Bezirksvertretung III beschlossen. Nun erfolgt die dauerhafte Installation.
Wie funktionieren die Mobilpunkte?
Während des Projekts "Be-MoVe" wurden seit Oktober 2022 bereits in zwei Phasen zehn Mobilpunkte in den Stadtteilen Holsterhausen, Rüttenscheid, Südviertel und der Innenstadt erprobt und an erfolgreichen Standorten verstetigt. Das bedeutet: Zunächst werden Fahrradplattformen gut sichtbar installiert, die das Parken privater Räder sowie das Leihen von Rädern des Partners "metropolradruhr" für einen begrenzten Zeitraum ermöglichen. Häufig frequentierte Plattformen sollen dauerhaft bleiben. Um herauszufinden, welche Standorte sich eignen, testet die Stadt Essen unterschiedliche Örtlichkeiten und Gegebenheiten.
Die Mobilpunkte sollen außerdem eine kombinierte und umweltfreundliche Nutzung von ÖPNV und Radverkehr erleichtern, beispielsweise durch die bessere Erreichbarkeit von U-Bahn-Stationen mit dem Rad. Sie sind in Zusammenarbeit mit der Ruhrbahn und "metropolradruhr" entwickelt worden.
Zum Hintergrund
Das Projekt "Be-MoVe" wird von der Grünen Hauptstadt Agentur (GHA) der Stadt Essen koordiniert. Verbundpartner ist das Institut für Mobilitäts- und Stadtplanung der Uni Duisburg-Essen (imobis). Mit Anwohnerinnen*Anwohnern und Akteurinnen*Akteuren der Stadtteile wird gemeinsam erforscht, wie sich eine Veränderung von Straßenräumen, neue Zugänge zu Verkehrsmitteln oder digitale Angebote auf die Mobilität vor Ort auswirken.
Das Projekt wird durch das Förderprogramm "MobilitätsWerkStadt 2025" des Bundesforschungsministeriums (BMFTR) gefördert. Noch knapp ein Jahr lang wird sich "Be-MoVe" vor allem auf die nördliche Innenstadt, das Essener Nordviertel und Altenessen-Süd konzentrieren. Zu den geplanten Maßnahmen gehören außerdem Bürgerprojekte, das Reallabor in der Universitätsstraße und die Durchführung von Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit auf Schulwegen.
Weitere Informationen finden Interessierte unter www.essen.de/bemove.
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