Mit dem offiziellen Startschuss für den Bau der neuen Funsportanlage am 12. Februar 2026 beginnt im Emscherpark im Essener Norden die konkrete Umsetzung eines zentralen Projekts der Stadt Essen zur Internationalen Gartenausstellung 2027 (IGA). Der Baustart markiert den Auftakt für die schrittweise und nachhaltige Weiterentwicklung des Parks zu einem vielseitigen, ökologisch hochwertigen und generationenübergreifenden Bewegungs- und Erholungsraum.
"Die Funsportanlage fördert nicht nur körperliche Aktivität, sondern auch soziale Teilhabe und gemeinschaftliches Erleben im öffentlichen Raum", sagt Oberbürgermeister Thomas Kufen, "die neue Anlage wird den Emscherpark nachhaltig aufwerten und ihn als lebendigen, zukunftsorientierten Freiraum im Essener Norden stärken." Der Emscherpark übernimmt für den Stadtteil Karnap eine zentrale Funktion als Grün- und Naherholungsfläche. Dichte Waldstrukturen, offene Freiräume sowie die gute Anbindung an regionale Radwege und bedeutende Ausflugsziele wie dem Tetraeder, der Schurenbachhalde und dem Nordsternpark bilden eine wichtige Grundlage für seine Weiterentwicklung. "Ziel ist es, den Park behutsam zu erneuern und ihm durch zusätzliche Bewegungsangebote, ökologische Maßnahmen und neue Aufenthaltsqualitäten eine langfristige Perspektive zu geben – auch über das IGA-Jahr hinaus", so Simone Raskob, Geschäftsbereichsvorständin für Umwelt, Verkehr und Sport.
Pumptrack, Calisthenics und Beachvolleyball
Die neue Funsportanlage wird auf der Fläche der ehemaligen Tennisplätze am westlichen Parkeingang realisiert. Auf rund 4.200 Quadratmetern entstehen vielfältige Sport- und Bewegungsangebote wie ein Kinderpumptrack, Parkour- und Calisthenicsflächen und ein Beachvolleyballfeld. Sitzgelegenheiten und zwei Sitzmauern innerhalb einer großflächigen Spiel- und Sportwiese schaffen Raum für Aufenthalt und Begegnung. Nachhaltige Gestaltungsprinzipien wie Teilentsiegelungen, neue Baumpflanzungen und die gezielte Versickerung von Oberflächenwasser leisten einen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz.
Neue spannende Spielangebote, Trimmdich-Stationen und Hundewiese
Neue Spiel- und Bewegungsangebote für Kinder ergänzen die bestehenden Kletterfelsen und erweitern das Angebot um Elemente wie eine Mikadowippe, Spielgebüsche aus Weiden, eine Kletterskulptur sowie neue Sitzgelegenheiten. Wildwiesen sorgen für eine naturnahe Abgrenzung und stärken zugleich die ökologische Qualität des Parks. Ein umzäunter Hundeauslauf ermöglicht künftig ein konfliktfreies Miteinander unterschiedlicher Nutzer*innengruppen. Entlang eines Rundwegs entsteht zudem ein Bewegungsband mit verschiedenen Trimmdich- und Fitnessstationen, das sowohl für gezieltes Training als auch für spontane Bewegung genutzt werden kann.
Umweltbildung wird zum Erlebnis
Ein besonderer Schwerpunkt der Parkentwicklung liegt auf der Stärkung der Biodiversität. Mit der Anlage eines Sandariums, eines Totholzbereichs und eines Feuchtbiotops entstehen neue, wertvolle Lebensräume für Insekten, Vögel, Amphibien und weitere Tierarten. Diese Biotope machen ökologische Vielfalt im Park erlebbar und tragen dazu bei, natürliche Kreisläufe sichtbar zu machen. Ergänzt wird dieses Angebot durch artenreiche Wildwiesen und Informationstafeln, die Naturwissen direkt vor Ort vermitteln. So wird der Emscherpark nicht nur zu einem Ort der Erholung, sondern auch zu einem Raum des Lernens, des Staunens und des bewussten Umgangs mit Natur und Umwelt.
Neue Skateanlage wird nach der IGA realisiert
Die Skateanlage bildet ein weiteres zentrales Element der zukünftigen Parkentwicklung. Eine umfassende Grunderneuerung ist für die Zeit nach der IGA vorgesehen, da ein Teil der zukünftigen Fläche während der Ausstellung als Fahrradparkfläche für den benachbarten IGA-Zukunftsgarten in Gelsenkirchen genutzt wird. Baustart ist voraussichtlich im Jahr 2028.
Finanziert wird die Umgestaltung des Emscherparks aus zwei Fördertöpfen:
Die Funsport- und Skateanlage werden durch die Städtebauförderrichtlinie 2023 – FRL innerhalb der Gesamtmaßnahme "Sozialer Zusammenhalt - Essen Karnap" gefördert. Die Aufwertung des Emscherparks erhält eine Zuwendung des Landes Nordrhein-Westfalen aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 unter der Förderbekanntmachung "Wohnviertel im Wandel". Die Gesamtkosten betragen circa 3,6 Millionen Euro.
Die IGA 2027: "Zukunft.Blüht" im Ruhrgebiet
Vom 23. April bis 17. Oktober 2027 findet die Internationale Gartenausstellung (IGA) Metropole Ruhr erstmals in Nordrhein-Westfalen und erstmals im Ruhrgebiet statt. Als größtes Gartenfestival Europas richtet sie den Blick auf die großen Zukunftsfragen unserer Zeit und zeigt, wie nachhaltige Ideen, innovative Projekte und grüne Räume die Lebensqualität einer ganzen Region stärken können. Unter dem Motto "Zukunft.Blüht." lädt die IGA 2027 dazu ein, diese Zukunft gemeinsam zu gestalten.
Das Ruhrgebiet lebt von seiner Polyzentralität: Viele Städte, viele Zentren – und doch ein starkes gemeinsames Wir. Genau diese besondere Stärke macht sich die IGA 2027 zunutze. In 53 Städten entsteht eine dezentrale Gartenausstellung, die das Ruhrgebiet als zusammenhängende Metropolregion erlebbar macht. Gemeinschaftssinn, Solidarität und der Wille zum Wandel verbinden die Städte miteinander – ein Ansatz, der bereits bei der Kulturhauptstadt RUHR.2010 erfolgreich war und die IGA 2027 einzigartig macht.
Mit dem Titel "Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017" hat sich die Stadt Essen bereits vor knapp einem Jahrzehnt erfolgreich auf den Weg gemacht, um die Themen Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz mit großem Engagement weiterzuentwickeln und voranzubringen. Auf den drei Ebenen MEIN GARTEN, UNSERE GÄRTEN und ZUKUNFTSGÄRTEN wachsen im Rahmen der IGA 2027 nun die Potenziale der Menschen und die grünen Qualitäten der ganzen Region zusammen. So entsteht ein gemeinsamer Weg in eine grünere Zukunft – mit dauerhaften Parks, neuen Freiräumen und dem Ziel, das Ruhrgebiet Schritt für Schritt zur grünsten Industrieregion der Welt zu entwickeln.
Weitere Informationen zur IGA 2027 unter www.iga2027.ruhr
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