Am Donnerstag, 26. Februar, hatte Oberbürgermeister Thomas Kufen zum gemeinsamen Fastenbrechen im Fastenmonat Ramadan in die 22. Etage des Essener Rathauses eingeladen.
"In diesem Jahr gibt es eine besondere zeitliche Nähe: Ramadan beginnt nahezu zeitgleich mit der christlichen Passionszeit, die auf das Osterfest vorbereitet und – so habe ich gelesen – frühestens in 33 Jahren wiederkommt", so der Oberbürgermeister während der Begrüßung der Gäste. "Die zeitliche Überschneidung der Fastenzeit beider Religionen in diesem Jahr ist ein schönes und starkes Symbol. Sie macht sichtbar, dass Zeiten des Innehaltens, der Selbstbesinnung und der Verantwortung füreinander in verschiedenen Religionen eine wichtige Rolle spielen. Das tägliche Fasten und das gemeinsame Fastenbrechen bringen Menschen zusammen: Es entsteht Gemeinschaft. Dieses Gefühl der Gemeinschaft ist ein großer Wert – und das nicht nur während der religiösen Fastenzeit, sondern für das gesamte Zusammenleben in unserer Stadt", so Kufen weiter.
Dieses Zusammenleben gelte es zu schützen. "Gerade in einer Zeit, in der unsere Gesellschaft vor großen Herausforderungen steht, ist dieses gelebte Miteinander wichtiger denn je. Denn wir erleben leider auch, dass Rassismus, Antisemitismus und religiöser Extremismus weiterhin präsent sind. Das dürfen und werden wir nicht hinnehmen", betonte Kufen. "Ich möchte deshalb heute hier ganz deutlich sagen: In unserer Stadt ist kein Platz für Extremismus, egal aus welcher Richtung."
Veranstaltungen wie das gemeinsame Fastenbrechen seien deshalb wichtige Momente, um die Gemeinschaft auf friedliche Art zu stärken. "Heute steht nicht nur das gemeinsame Essen im Mittelpunkt. Die Einladung zum Fastenbrechen ist auch immer eine gute Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen, alte und neue Bekannte zu treffen und das friedliche Zusammenleben zu feiern. Ich wünsche Ihnen weiterhin einen gesegneten Ramadan und eine segensreiche Zeit im Kreis von Familie und Freunden."
Der Fastenmonat Ramadan hat in diesem Jahr abends am 18. Februar begonnen und endete am 19. März. Der Beginn und das Ende der vierwöchigen Tradition richten sich dabei nach dem islamischen Kalender, der sich am Mondzyklus orientiert. Der Beginn ist die erste Sichtung des Neumondes, die erneute Sichtung des Neumondes signalisiert das Ende des Ramadans. Das Fastenbrechen im Rathaus ist in Essen eine langjährige Tradition.
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