Stadt Essen plant Aufstellung der Skulptur "Rufer" von Gerhard Marcks am Burgplatz

04.03.2026

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Der Kulturausschuss empfiehlt, die Schenkung der Skulptur "Rufer" von Gerhard Marcks anzunehmen und am Burgplatz aufzustellen. Die endgültige Entscheidung fällt am 25. März im Rat.
  • Den Abbau am früheren Standort und den Transport zahlt der Stifter. Rund 10.000 Euro für die Aufstellung und die Beschriftung sollen aus dem städtischen Budget zur Verfügung gestellt werden.
  • Der geplante Standort am Burgplatz unterstreicht die Botschaft der Skulptur – sie steht für Kommunikation und Meinungsfreiheit.

Der Kulturausschuss hat in seiner heutigen Sitzung (04.03.26) empfohlen, der Schenkung der Bronzeskulptur "Rufer" von Gerhard Marcks aus einem Privatbesitz zuzustimmen und das Werk auf der Treppe zwischen Kettwiger Straße und Burgplatz aufzustellen.

Die Kosten für Abbau am früheren Standort und Transport übernimmt der Stifter. Aufrichtung und Beschriftung kosten rund 10.000 Euro und sollen über das Budget "Kunst im öffentlichen Raum" des städtischen Kulturamtes zur Verfügung gestellt werden. Das Konzept zur Aufstellung der Skulptur wurde in enger Abstimmung mit der Kommission Kunst im öffentlichen Raum entwickelt. Prüfungen durch die zuständigen Fachbereiche sowie die Essen Marketing GmbH ergaben keine Einwände.

Wer war Gerhard Marcks?

Gerhard Marcks (1889–1981) zählt neben Künstlern wie Wilhelm Lehmbruch, Ernst Barlach und Ewald Mataré zu den bedeutenden figurativen Bildhauern der Moderne. Die überlebensgroße Skulptur "Rufer" entstand 1966/67. Sie ist rund drei Meter hoch, rund 700 Kilogramm schwer und gilt als eine der wichtigsten figurativen Plastiken der deutschen Nachkriegszeit. Die Figur mit trichterförmig an den Mund gelegten Händen entstand ursprünglich im Auftrag von Radio Bremen. Sie steht sinnbildlich für Kommunikation, Meinungsfreiheit und die Verantwortung des Wortes. Weltweit existieren sechs autorisierte Güsse, unter anderem in Bremen, Berlin und Perth.

Was hat es mit dem Aufstellungsort auf sich?

Der Burgplatz als historischer Mittelpunkt Essens bietet einen kontextreichen Standort. Als Ort zentraler kirchlicher, kultureller und politischer Ereignisse eignet er sich, die humanistische Botschaft der Skulptur sichtbar zu machen. Die empfohlene ebenerdige Aufstellung ermöglicht unmittelbare Begegnung; durch Größe und Position wird der "Rufer" auch von der Kettwiger Straße aus wahrnehmbar sein. Ein Graffitischutz und eine feste Verankerung sollen das Werk sichern.

Die finale Entscheidung erfolgt am 25. März im Rat der Stadt Essen.

Weitere Informationen finden Interessierte hier:Vorlage 0261/2026/4

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Die Stadt Essen plant, die Skulptur "Rufer" auf der Treppenanlage zwischen Kettwiger Straße und Burgplatz aufzustellen.
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