Grugaturm im Grugapark Essen: Erster Bauabschnitt zur Vorbereitung der Grundinstandsetzung beschlossen

25.03.2026

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Der Rat der Stadt Essen hat dem Baubeschluss für den vorgezogenen, ersten Bauabschnitt zur Instandsetzung des Grugaturms zugestimmt.
  • Die Elektrolyseanlage soll verlegt werden. Außerdem ist geplant, die Toilettenräume im Grugaturm als Voraussetzung für folgende Maßnahmen zu sanieren und umzunutzen.
  • Die Kosten für die Maßnahme liegen bei rund 251.000 Euro netto kalkuliert.

Der Grugaturm im Grugapark Essen soll umfassend instandgesetzt werden. Der Rat der Stadt Essen hat in seiner heutigen Sitzung (25.03.) den vorgezogenen ersten Bauabschnitt beschlossen.

Eine 2024 beauftragte Sanierungsstudie hat neben altersbedingten Schäden auch zusätzliche Beeinträchtigungen der Stahlkonstruktion durch chlorhaltige Emissionen der im Turmkeller installierten Elektrolyseanlage festgestellt. Die Anlage dient der Desinfektion des Badewassers der Grugatherme und wurde bei der Umnutzung des ehemalig als Blumenhof bekannten Restaurantbetriebs zu einem Thermenhaus ("Kur vor Ort"), unmittelbar südlich des Turms gelegen, in das ungenutzte Untergeschoss des Turmbauwerks platziert.

Warum muss die Elektrolyseanlage nun verlegt werden?

Um weitere Schäden am Bauwerk zu vermeiden und die geplante Grundinstandsetzung vorzubereiten, ist die Verlegung der Elektrolyseanlage zwingend erforderlich. Während der späteren Sanierungsarbeiten ist ein Parallelbetrieb im Turm nicht möglich. Eine Unterbringung im Thermengebäude scheidet aus Platz- und Leitungsgründen aus. Vorgesehen ist daher, die Anlage in bislang ungenutzte, an den Turm angrenzende Toilettenräume zu verlegen. Dort sollen ein separater Technikraum sowie ein geeigneter Lagerbereich für Chemikalien entstehen. Die Leitungsführung erfolgt künftig technisch gesichert, sodass keine Emissionen mehr in das Turminnere gelangen können.

Wie wird sich die Toilettensituation am Grugaturm in Zukunft darstellen?

Die Toilettenanlagen im Grugaturm sind mit Ausnahme des barrierefreien WCs, welches von außen direkt zugänglich ist, bereits seit mehreren Jahren nicht mehr in Benutzung. Im Zuge der Umsetzung der Bauprojekte Orangerie und Musikpavillon sollen im Park, unweit des Grugaturms, neue Toilettenanlagen entstehen. Derzeit gibt es keine Notwendigkeit, die Toiletten am Grugaturm wieder vollumfänglich in Betrieb zu nehmen.

Wie viel wird die vorbereitende Maßnahme kosten?

Für die vorbereitenden Maßnahmen werden Gesamtkosten von rund 251.000 Euro netto kalkuliert. Der Rat hat die Bereitstellung der Mittel ebenfalls beschlossen.

Die beschriebene Maßnahme bildet den ersten Bauabschnitt. Die eigentliche Grundinstandsetzung des Grugaturms wird in einem zweiten Bauabschnitt erfolgen. Hierfür soll in 2026 ein gesonderter weiterer Baubeschluss herbeigeführt werden.

Zum Hintergrund

Der 1929 eröffnete Grugaturm im Grugapark Essen war ursprünglich als Radioturm erbaut worden und lediglich für eine ursprüngliche Standzeit von zwei bis fünf Jahren ausgelegt. Der Grugaturm ist nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal für den Grugapark und nach fast 100 Jahren Standzeit zu einem Wahrzeichen der Stadt Essen geworden, sondern steht auch unter Denkmalschutz. In den letzten gut 90 Jahren wurden mehrfach Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten im, am und um den Turm durchgeführt. So wurde 1953 das reine Turmbauwerk im Zuge einer Einbettung in die neue Freiraumplanung durch eine Toilettenanlage im Untergeschoss ergänzt.

Weitere Informationen finden Interessierte in der Vorlage 0377/2026/6 .

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