Neue Mietobergrenzen für Sozialleistungsberechtigte ab 1. April 2026

26.03.2026

Die Stadt Essen hat die Mietobergrenzen für Leistungsberechtigte des JobCenter Essen und des Amtes für Soziales und Wohnen ab dem 1. April 2026 neu festgelegt. Die Neubewertung der angemessenen Unterkunftskosten ist erforderlich, da nach dem am 18. März 2026 vom Deutschen Mieterbund NRW e.V. veröffentlichten Betriebskostenspiegel für Nordrhein-Westfalen (NRW) die Aufwendungen der sogenannten "kalten Betriebskosten" von 2,16 Euro auf 2,29 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gestiegen sind.

Die Mietobergrenzen für die Bruttokaltmiete (Kaltmiete einschließlich der kalten Betriebskosten) für Leistungsberechtigte des JobCenter Essen und des Amtes für Soziales und Wohnen betragen demnach für

nicht barrierearmen Wohnraum:

  • eine Person ab 1. April 2026: 482,50 Euro
  • zwei Personen ab 1. April 2026: 627,50 Euro
  • drei Personen ab 1. April 2026: 772 Euro
  • vier Personen ab 1. April 2026: 917 Euro
  • fünf Personen ab 1. April 2026: 1.061,50 Euro
  • sechs Personen ab 1. April 2026: 1.158 Euro
  • sieben Personen ab 1. April 2026: 1.254,50 Euro
  • acht Personen ab 1. April 2026: 1.351 Euro
  • neun Personen ab 1. April 2026: 1.447,50 Euro

barrierearmen Wohnraum für mobilitätseingeschränkte Personen:

  • eine Person ab 1. April 2026: 561,50 Euro
  • zwei Personen ab 1. April 2026: 730 Euro
  • drei Personen ab 1. April 2026: 898,50 Euro
  • vier Personen ab 1. April 2026: 1.067 Euro
  • fünf Personen ab 1. April 2026: 1.235,50 Euro
  • sechs Personen ab 1. April 2026: 1.348 Euro
  • sieben Personen ab 1. April 2026: 1.460 Euro
  • acht Personen ab 1. April 2026: 1.572,50 Euro
  • neun Personen ab 1. April 2026: 1.684,50 Euro

Der angemessene Unterkunftskostenbedarf erhöht sich für jede weitere Person um 96,50 Euro bzw. bei barrierearmen Wohnraum um 112,50 Euro.

Innerhalb der Mietobergrenzen können leistungsberechtigte Bürger*innen ihren individuellen Wohnbedarf nach Größe der Wohnung, Wohnlage und Ausstattung eigenverantwortlich festlegen.

Die möglicherweise notwendig werdende Anpassung der Leistungen erfolgt, gegebenenfalls auch rückwirkend, von Amtswegen zum 1. April 2026.

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