Essener Stadtarchäologie informiert Fachpublikum und Öffentlichkeit

27.03.2026

Die Archäologie in Essen reicht nicht nur tief in die Vergangenheit, sondern stößt auch in der Gegenwart auf reges Interesse. Im letzten Jahr wurden insgesamt 14 öffentliche Vorträge von Mitarbeitenden der Stadtarchäologie gehalten, um unter anderem die historische Identität Essens für die Bürger*innen erlebbar zu machen. Auch für 2026 sind weitere Präsentationen geplant. In den vergangenen Wochen präsentierten Dr. Johannes Müller-Kissing, Leiter der Unteren Denkmalbehörde, und die Stadtarchäologen Dr. Sebastian Senczek und Thorsten Rabsilber M.A. in ihre aktuellen Forschungsergebnisse und Ausgrabungserfolge im Rahmen mehrerer Vortragsveranstaltungen – sowohl lokal als auch auf bundesweiter Ebene.

Wissensvermittlung vor Ort: Vorträge bei der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Essen (NWG) und dem Verein Lebenslanges Lernen

Den Auftakt für das Jahr 2026 bildete eine Vortragsreihe beim Verein Lebenslanges Lernen und im Haus der Technik bei der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Essen. Vor einem interessierten Auditorium gaben die städtischen Archäologen exklusive Einblicke in die jüngsten Funde im Stadtgebiet und machten deutlich, wie moderne naturwissenschaftliche Methoden dabei helfen, die Stadtgeschichte präziser zu rekonstruieren.

Überregionale Expertise in Bad Kissingen

Auf der renommierten, internationalen Fachtagung des Bundes Deutscher Feuerwerker und Wehrtechniker e. V. (BDFWT) in Bad Kissingen referierte der Archäologe und Feuerwerker Thorsten Rabsilber M.A vor einem spezialisierten Publikum von über 300 Personen. Im Fokus standen hier die besonderen Herausforderungen bei der Dokumentation und Sicherung archäologischer Befunde in einem urbanen Raum, der stark durch die Industriegeschichte und die Einwirkungen des Zweiten Weltkriegs geprägt ist. Der fachliche Austausch mit Experten aus dem Bereich Kampfmittelräumung unterstreicht die Komplexität der archäologischen Arbeit in einer Metropole wie Essen, die auch einen Schwerpunkt auf die Relikte des 2. Weltkriegs auf ihrem Stadtgebiet legt.

Vortrag für Fachpublikum in Bonn

Auf der alljährlich stattfindenden Archäologietagung des Landschaftsverbands (LVR) in Bonn präsentierte der Stadtarchäologe Dr. Sebastian Senczek ausgewählte Forschungsergebnisse zu den letztjährigen Ausgrabungen vor einem breit aufgestelltem Fachpublikum. Dazu gehört auch die Publikation mehrerer Artikel in der vom LVR herausgegebenen Zeitschrift "Archäologie im Rheinland".

Positive Resonanz auf Vortragsreihe

Dr. Johannes Müller-Kissing, Dr. Sebastian Senczek und Thorsten Rabsilber freuen sich über die bisherigen positiven Rückmeldungen. "Die durchweg positive Resonanz auf diese Vorträge zeigt, dass die Stadtarchäologie weit mehr ist als eine reine Dokumentationsbehörde“, so die Archäologen der Unteren Denkmalbehörde. "Durch den Dialog mit der Fachwelt und der breiten Öffentlichkeit gewährleisten wir, dass die gewonnenen Erkenntnisse über unsere gemeinsame Geschichte nachhaltig gesichert und geteilt werden.“

Die Stadtarchäologie Essen plant auch für die Zukunft weitere Informationsveranstaltungen, um die Bürgerinnen und Bürger über neue Entdeckungen auf dem Laufenden zu halten.

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