Empfang des israelischen Botschafters Ron Prosor mit Stahlbucheintrag im Essener Rathaus

22.04.2026

Am Donnerstag, 16. April, empfing Oberbürgermeister Thomas Kufen den israelischen Botschafter Ron Prosor auf der 22. Etage des Essener Rathauses.

"Es ehrt uns sehr, dass Sie sich in so schweren Zeiten, die Ihr Heimatland und die Bevölkerung Israels derzeit erleben, die Zeit zu einem Besuch bei uns nehmen", so Kufen bei der Begrüßung des Botschafters. Die Stadt Essen pflege schon lange ein gutes Verhältnis zu Israel. "Seit 35 Jahren verbindet uns in diesem Jahr eine Partnerschaft mit Tel Aviv-Yafo. In diesem beeindruckenden Zeitraum sind sich viele Menschen in beiden Städten nähergekommen, sind Freundschaften entstanden, haben wir zahlreich Kooperationen und einen engen Austausch untereinander gepflegt. Insbesondere Schüleraustauschprogramme oder kirchlich organisierte Besuche haben ganz viel zu Begegnung und Wertschätzung beitragen können", so das Stadtoberhaupt.

"Dieses gegenseitige Kennenlernen ist mir besonders wichtig. Denn nur, wenn man sich begegnet, kann Vertrauen und Wertschätzung nachhaltig wachsen. Darum bin ich sehr dankbar, dass Essen und Tel Aviv-Yafo diese Möglichkeit in den vergangenen Jahrzehnten so intensiv nutzen konnten."

Nach einem gemeinsamen Blick aus den Fenstern der 22. Etage auf die Stadt Essen trug sich Ron Prosor in das Stahlbuch der Stadt ein.

"Der Stahleinband unseres Gästebuchs ist eine Würdigung unserer Stadtgeschichte. Stahl und Kohle haben unsere Stadt großgemacht. Dem Stahlkochen und dem Steinkohlebergbau verdanken wir den industriellen Aufstieg der Region zu Wirtschaftskraft und Wohlstand. Unser einzigartiges Stahlbuch ist ein Symbol für diese Wurzeln unserer Stadt-Geschichte, aus denen kontinuierlich – mit jeder neuen Unterschrift – ein weiterer Ast und ein weiteres Blatt zu einem Baum der Freundschaft wächst. Es ist mir eine Ehre, Sie als Botschafter des Staates Israel nun um Ihre Unterschrift zu bitten", erklärte Oberbürgermeister Thomas Kufen.

Zum Hintergrund

Das Stahlbuch der Stadt Essen wurde im Jahr 1934 von der Buchbinderin Frida Schoy angefertigt. Die Buchdeckel wurden von der Firma Fried. Krupp aus modernem Chrom-Nickel-Stahl hergestellt. Die Goldschmiedemeisterin Sigrid Keetmann fertigte für das Stahlbuch das Stadtwappen als Emaillearbeit an. Nach dem Ende des Dritten Reiches wurde unter Verwendung der alten Deckel das Stahlbuch neu begonnen. Die alten Seiten mit den Eintragungen aus der NS-Zeit befinden sich heute im Haus der Essener Geschichte.

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