Essen ist gefragt: Rund 100 Teilnehmende beim Bürgerdialog in Steele

24.04.2026

Rund 100 Bürger*innen haben am gestrigen Abend (23.04.) am Bürgerdialog in Steele teilgenommen. Die Veranstaltung fand im Festsaal der Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung statt und wurde von einem Stadtteilspaziergang begleitet, bei dem konkrete Orte und Themen direkt vor Ort diskutiert wurden.

Neben zahlreichen Vertreterinnen* Vertretern der Stadtverwaltung – darunter verschiedene Fachbereiche von Kommunalem Ordnungsdienst, Grün und Gruga über die Bauordnung bis zur Immobilienwirtschaft der Stadt Essen – waren auch externe Akteure wie Polizei, Ruhrbahn, Entsorgungsbetriebe, Stadtteilinitiativen, soziale Einrichtungen sowie Bezirkspolitik vor Ort. Ziel des Bürgerdialogs war es, aktuelle Entwicklungen im Stadtteil transparent darzustellen und Hinweise aus der Bürgerschaft aufzunehmen.

Stadtteilspaziergang als praxisnaher Auftakt

Bereits vor dem offiziellen Beginn nutzten viele Teilnehmende die Möglichkeit, beim rund einstündigen Spaziergang durch Steele konkrete Problem- und Positivbeispiele kennenzulernen. Stationen waren unter anderem das Kinder- und Jugendhaus Hüweg als gelungenes Beispiel der Jugendarbeit, die Helene-Lange-Realschule mit Themen rund um Verkehrssicherheit und Sanierung sowie der Kaiser-Otto-Platz, an dem das Wasserspiel voraussichtlich Anfang Mai wieder in Betrieb geht. Auch Herausforderungen wurden angesprochen – etwa die Wahrnehmung einzelner Orte als unsicher, Fragen zur Baustellensituation oder zur Aufenthaltsqualität im Stadtteil.

Bildung und Jugendarbeit im Fokus

Im Bereich Kinderbetreuung zeigt sich Steele insgesamt gut aufgestellt: Die Versorgung für Kinder unter drei Jahren übertrifft bereits die Zielquote, bei den über Dreijährigen wird in absehbarer Zeit eine Vollversorgung erwartet. Perspektivisch soll ein Kita-Neubau am Steeler Pfad zusätzliche Kapazitäten schaffen. In der offenen Diskussion wurde zudem ein wachsender Bedarf an aufsuchender Jugendarbeit benannt, da sich viele Jugendliche verstärkt im öffentlichen Raum aufhalten.

Sicherheit im Stadtteil

Das Thema Sicherheit wurde differenziert betrachtet. Während einzelne Orte – etwa der Steeler S-Bahnhof – subjektiv als unsicher wahrgenommen werden, bestätigen polizeiliche Daten keine besonderen Gefahrenlagen. Insgesamt liegt der Anteil der Straftaten im Stadtteil im gesamtstädtischen Vergleich auf niedrigem Niveau. Gleichzeitig wurde deutlich, dass aktuelle Verkehrsführungen – insbesondere durch die Baustelle auf der Steeler Straße – zu Belastungen führen. Umleitungen betreffen unter anderem Schulwege, weshalb die Verkehrsüberwachung dort verstärkt wurde.

Sauberkeit und Stadtbild bleiben wichtige Anliegen

Viele Wortmeldungen bezogen sich auf die Sauberkeit im Stadtteil. Auch wenn keine klaren "Hotspots" identifiziert wurden, wird eine insgesamt abnehmende Sauberkeit wahrgenommen. Der Wunsch nach einem festen Quartiershausmeister für Steele wurde mehrfach geäußert. Der Bezirkskehrer der Entsorgungsbetriebe Essen GmbH (EBE) wurde dagegen ausdrücklich gelobt, seitdem regelmäßigen Einsatz hat sich das Straßenbild deutlich verbessert. In den vergangenen Wochen hat auch der Frühjahrsputz in Steele stattgefunden, neben sauberen Verkehrsschildern wurden auch Verteilerkästen, Müllbehälter und Laternenmasten wieder instandgesetzt.

Große Stadtentwicklungsprojekte

Mit Blick auf die Stadtentwicklung standen mehrere Projekte im Fokus. Die geplante Modernisierung des Globus-Centers wird grundsätzlich positiv bewertet, befindet sich jedoch noch in der Planungsphase, konkrete Bauanträge sind noch nicht gestellt. Auch Leerstände in der Innenstadt sowie Veränderungen im Einzelhandel wurden thematisiert. Weitere Maßnahmen betreffen unter anderem:

  • die Instandsetzung der Pflasterung in der Steeler Innenstadt ab 2026
  • den barrierefreien Ausbau von Haltestellen
  • die geplanten Bauabschnitte zur Modernisierung der Steeler Straße bis 2023
  • die Weiterentwicklung von Grünflächen und Spielplätzen

Am Ende der Veranstaltung konnte ein gemeinsames Fazit gezogen werden: Steele ist ein lebendiger und gut vernetzter Stadtteil. Zahlreiche Initiativen, Vereine und Einrichtungen tragen zu einem aktiven Gemeinschaftsleben bei – von Kulturangeboten im Grend bis hin zu Sportvereinen und Begegnungsstätten.

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Beim Bürgerdialog in Steele kam Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen mit den Bürgerinnen*Bürgern ins Gespräch.

Circa 100 Bürger*innen nahmen am Bürgerdialog mit Oberbürgermeister Thomas Kufen teil.

Schon vor dem Bürgerdialog nutzten viele Teilnehmende die Möglichkeit und nahmen an einem rund einstündigen Spaziergang durch Steele teil.
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