Die Stadt Essen setzt ihre Vorbereitungen für die Internationale Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027 (IGA 2027) planmäßig um. Mehrere zentrale Projekte, von neuen Freizeit- und Erholungsräumen über die Modernisierung der Infrastruktur bis hin zum eigenen Ausstellungsbeitrag, befinden sich im Zeitplan. Sie unterstreichen den Anspruch, den Wandel zur grünen und klimaangepassten Stadt aktiv zu gestalten.
"Die IGA 2027 ist für uns ein konkreter Anlass, Projekte umzusetzen, die den Menschen im Alltag zugutekommen – bessere Wege, mehr Aufenthaltsqualität und neue Angebote für Bewegung und Begegnung. Entscheidend ist, dass diese Verbesserungen dauerhaft wirken und über die Ausstellung hinaus Bestand haben", betont Simone Raskob, Geschäftsbereichsvorständin für Umwelt, Verkehr und Sport der Stadt Essen.
Emscherpark 2.7 – Bunt in die Zukunft – Im Grünen Aktiv
Ein bedeutender Baustein ist das Projekt "Emscherpark 2.7 – Bunt in die Zukunft – Im Grünen Aktiv" in Essen-Karnap. Die Planungen für den Emscherpark und die Funsportanlage sind abgeschlossen, die Bauarbeiten haben bereits im März 2026 begonnen. Ergänzend wird eine Skateanlage vorbereitet, deren Umsetzung zeitlich abgestimmt folgen soll. Das Projekt schafft einen modernen Freiraum für Bewegung, Sport und Erholung und wird umfassend durch Fördermittel von EU, Land und Städtebauförderung unterstützt.
Kanaluferpark an der Schurenbachhalde
Auch der Kanaluferpark an der Schurenbachhalde entwickelt sich planmäßig. Nach abgeschlossener Ausführungsplanung und erfolgter Ausschreibung der Landschaftsbauarbeiten, ist der Baubeginn für Juni 2026 vorgesehen. Der neue Park wird bis zur Eröffnung der IGA im April 2027 fertiggestellt und bietet künftig attraktive Wege- und Aufenthaltsbereiche. Besonderes Augenmerk liegt auf Natur- und Artenschutz, etwa durch Maßnahmen für die Kreuzkröte sowie einen "Erlebnisraum" für Besucher*innen. Entsprechende Fördermittel wurden bei der Bezirksregierung Düsseldorf beantragt.
Emscherradweg
Parallel dazu investiert die Stadt in die Verbesserung der Radinfrastruktur: Für einen rund 700 Meter langen Abschnitt des IGA Emscherradwegs wurde der Baubeschluss gefasst. Der "IGA-Radweg“ verbindet die Zukunftsgärten, die Hauptstandorte der IGA, miteinander. Er führt von Duisburg, Essen und Gelsenkirchen weiter nach Castrop-Rauxel, Dortmund und Bergkamen/ Lünen.
Die Strecke auf Essener Boden verläuft nördlich der Emscher und des Rhein-Herne-Kanals und schließt an das Radverkehrsergänzungsnetz der Stadt Essen an. Sie liegt zudem in unmittelbarer Nähe des Zukunftsgartens Gelsenkirchen sowie des im Rahmen der IGA 2027 entwickelten Essener Projekts "Emscherpark 2.7". Der bislang stark beschädigte Weg wird grundlegend erneuert und asphaltiert. Ziel ist eine deutliche Steigerung der Verkehrssicherheit, eine ganzjährige Nutzbarkeit sowie eine bessere Anbindung an das bestehende Radverkehrsnetz.
Zukunftsgarten Gelsenkirchen
Darüber hinaus beteiligt sich Essen mit einem eigenen Beitrag am Zukunftsgarten Gelsenkirchen. Unter dem Leitmotiv "Wissenslandschaft im Wandel – Transformation von Industrie zu Natur – Wissen, Begegnung, Identität" wird dort der Strukturwandel der Stadt erlebbar gemacht. Die Ausstellungsfläche kombiniert nachhaltige Materialien, modulare Bauweise und ein prägnantes Design mit hoher Aufenthaltsqualität. Nach der IGA sollen die Elemente im Grugapark weiterverwendet werden. Der Baubeginn ist für Herbst 2026 geplant.
Mit der Bündelung dieser Projekte leistet die Stadt Essen einen wichtigen Beitrag zur IGA 2027 und zur nachhaltigen Stadtentwicklung in der Metropole Ruhr. Neue Grün- und Freiräume, verbesserte Infrastruktur sowie innovative Ausstellungskonzepte zeigen beispielhaft, wie der Wandel von der Industrie- zur Wissens- und Umweltstadt aktiv gestaltet wird.
Weitere Informationen:
Die IGA 2027: "Zukunft.Blüht" im Ruhrgebiet
Vom 23. April bis 17. Oktober 2027 findet die Internationale Gartenausstellung (IGA) Metropole Ruhr erstmals in Nordrhein-Westfalen und erstmals im Ruhrgebiet statt. Als größtes Gartenfestival Europas richtet sie den Blick auf die großen Zukunftsfragen unserer Zeit und zeigt, wie nachhaltige Ideen, innovative Projekte und grüne Räume die Lebensqualität einer ganzen Region stärken können. Unter dem Motto "Zukunft.Blüht." lädt die IGA 2027 dazu ein, diese Zukunft gemeinsam zu gestalten.
Das Ruhrgebiet lebt von seiner Polyzentralität: Viele Städte, viele Zentren – und doch ein starkes gemeinsames Wir. Genau diese besondere Stärke macht sich die IGA 2027 zunutze. In 53 Städten entsteht eine dezentrale Gartenausstellung, die das Ruhrgebiet als zusammenhängende Metropolregion erlebbar macht. Gemeinschaftssinn, Solidarität und der Wille zum Wandel verbinden die Städte miteinander – ein Ansatz, der bereits bei der Kulturhauptstadt RUHR.2010 erfolgreich war und die IGA 2027 einzigartig macht.
Mit dem Titel "Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017" hat sich die Stadt Essen bereits vor knapp einem Jahrzehnt erfolgreich auf den Weg gemacht, um die Themen Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz mit großem Engagement weiterzuentwickeln und voranzubringen. Auf den drei Ebenen MEIN GARTEN, UNSERE GÄRTEN und ZUKUNFTSGÄRTEN wachsen im Rahmen der IGA 2027 nun die Potenziale der Menschen und die grünen Qualitäten der ganzen Region zusammen. So entsteht ein gemeinsamer Weg in eine grünere Zukunft – mit dauerhaften Parks, neuen Freiräumen und dem Ziel, das Ruhrgebiet Schritt für Schritt zur grünsten Industrieregion der Welt zu entwickeln.
Weitere Informationen zur IGA 2027 gibt es auf www.iga2027.ruhr .
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