Kulturausschuss beschließt Umstellung der institutionellen Kulturförderung ab 2027

Einzelne Anpassungen in 2026 notwendig

06.05.2026

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Der Kulturausschuss hat die Verwaltung beauftragt, die bislang per Bescheid erfolgten Förderungen ab 2027 auf Verträge zwischen den Institutionen und der Stadt Essen umzustellen.
  • 2026 stehen der Stadt rund 2,97 Millionen Euro zur Verfügung, um die freie Szene in Essen zu fördern.
  • Einsparungen werden vor allem im Etat des Kulturamtes umgesetzt.

Der Kulturausschuss der Stadt Essen hat in seiner heutigen Sitzung (06.05.) die geplante institutionelle Kulturförderung für 2026 zur Kenntnis genommen und die Verwaltung beauftragt, das Fördersystem ab 2027 umzustellen. Künftig sollen Förderungen nicht mehr jährlich per Bescheid vergeben, sondern über mehrjährige Verträge zwischen Stadt und Kulturinstitutionen geregelt werden.

Trotz angespannter Haushaltslage kann die Stadt Essen die freie Szene in Essen weiterhin finanziell fördern. 2026 stehen dafür rund 2,97 Millionen Euro zur Verfügung. Im Vorjahr waren es circa 2,99 Millionen Euro. Bestehende Förderungen laufen weiter. Es kommt jedoch zu einzelnen Anpassungen, um den Haushalt zu entlasten.

Welche Einsparungen sind vorgesehen?

Vor allem im Etat des Kulturamtes werden Einsparungen in Höhe von 128.050 Euro umgesetzt. Darunter fällt beispielsweise das Straßenkunstfestival 2026, die Tanzwoche 2026 sowie die Ausrichtung des diesjährigen Kulturempfangs durch Oberbürgermeister Thomas Kufen. Neue oder erhöhte Förderanträge können 2026 zudem nicht berücksichtigt werden. Trotz der finanziellen Anpassungen bleiben die bestehenden Förderstrukturen für 2026 stabil.

Darüber hinaus entfällt die Förderung für den Baustelle Schaustelle e.V., der seinen Betrieb eingestellt hat. Beim Historischen Verein für Stadt und Stift Essen e.V. wird die Förderung reduziert, da eine Personalstelle aufgrund von Renteneintritt wegfällt. Künftig kann nur noch eine Tätigkeit auf Minijob-Basis o.ä. gefördert werden. Durch diese beiden Maßnahmen kann die Stadt 27.950 Euro einsparen.

Wie wird sich die institutionelle Förderung durch die Stadt Essen im kommenden Jahr gestalten?

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung des Fördermodells ab 2027. Ziel ist es, die bisher jährliche Bewilligung durch vertraglich geregelte, mehrjährige Fördervereinbarungen zu ersetzen. Diese sollen mit regelmäßigen Evaluationen verbunden werden, um die Wirkung der Förderung besser nachvollziehen und weiterentwickeln zu können. In diesen Prozess sollen sowohl die geförderten Einrichtungen als auch der Kulturbeirat eingebunden werden, um eine praxisnahe und transparente Ausgestaltung sicherzustellen.

Mit dieser Neuausrichtung will die Stadt Essen die kulturelle Infrastruktur langfristig stabilisieren und gleichzeitig mehr Verlässlichkeit für die geförderten Institutionen schaffen.

Interessierte finden weitere Informationen in der Vorlage 0643/2026/4 .

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