Schulsozialarbeit in Essen: Erhöhung des kommunalen Eigenanteils beschlossen

Beschluss im Rat der Stadt Essen

27.05.2026

Der Rat der Stadt Essen hat in seiner heutigen (27.05.) Sitzung die Erhöhung des kommunalen Eigenanteils für die Schulsozialarbeit in Essen beschlossen. Ab dem Schuljahr 2026/2027 wird dieser um 414.400 Euro angehoben.

Fachkräfte berichten zunehmend von hohen Belastungen und komplexen Problemlagen an den Schulen. Viele erleben Zeitdruck und Erschöpfung. Hinzu kommt die unsichere Finanzierung der kommunalen Schulsozialarbeit durch das Land Nordrhein-Westfalen. Freie Träger der Jugendhilfe müssen deshalb Eigenmittel einsetzen oder Einsparungen an anderer Stelle vornehmen.

Bereits im Jahr 2023 hatte der Rat der Stadt Essen zusätzliche Mittel in Höhe von 192.000 Euro für neue Stellen in der Schulsozialarbeit beschlossen. Diese Unterstützung soll dauerhaft fortgeführt werden. Darüber hinaus werden zusätzliche Mittel benötigt, um die gestiegenen Personalkosten aufzufangen. Für 29,6 Stellen bei freien Trägern entsteht ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf von insgesamt 414.400 Euro pro Schuljahr. Dieser Bedarf soll durch Mehrerträge im Bildungsbüro gedeckt werden. Weitere Mittel werden innerhalb des Geschäftsbereichs Jugend, Bildung und Kultur kompensiert.

Derzeit sind an 88 Schulen im Essener Stadtgebiet insgesamt 120 Stellen der Schulsozialarbeit eingerichtet. Mit der dauerhaften Sicherung der Schulsozialarbeit sollen bewährte Strukturen erhalten, Fachkräfte gebunden und die Qualität der Unterstützung an Essener Schulen langfristig gesichert werden.

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