Heute (09.07.) fand die Zwischenbilanz der 12. Runde ÖKOPROFIT® statt: Die zwölf teilnehmenden Betriebe haben in den letzten sieben Monaten wichtige Schritte in Richtung mehr Umwelt- und Klimaschutz, Ressourceneffizienz und nachhaltiges Wirtschaften umgesetzt. Zur Halbzeit des Projekts präsentierten sie ihre bisherigen Fortschritte. Gastgeber der Veranstaltung war das Aalto-Theater, das selbst an der aktuellen Runde teilnimmt.
Im Mittelpunkt der aktuellen Projektrunde stehen neben den klassischen ÖKOPROFIT®-Themen wie Energie- und Ressourceneffizienz, Umweltrecht und nachhaltiger Beschaffung auch Themen wie Klimaresilienz, Biodiversität sowie die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals – SDGs). Ziel ist es, die Unternehmen noch stärker für die Herausforderungen der Zukunft aufzustellen und nachhaltiges Wirtschaften fest in den betrieblichen Strukturen zu verankern.
In seinem Grußwort betonte Oberbürgermeister Thomas Kufen die Bedeutung von ÖKOPROFIT®: "Seit mehr als 20 Jahren unterstützt ÖKOPROFIT® Unternehmen dabei, Klima- und Ressourcenschutz fest im betrieblichen Alltag zu verankern. Die positiven Ergebnisse der vergangenen Runden und das Engagement der aktuellen Teilnehmenden machen deutlich, dass konsequentes Handeln vor Ort messbare Fortschritte für Umwelt und Klima ermöglicht."
Positive Halbzeitbilanz der 12. ÖKOPROFIT-Runde
Die "Bilanz der ersten 200 Tage" zeigt: Alle Betriebe konnten mit konkreten Maßnahmen Kosten senken, CO2-Reduktion inklusive. Diese reichen von einer Kampagne zur Reduktion der Einweg-Handschuhe über die Erneuerung des Fahrradabstellplatzes bis hin zur Anschaffung leistungsstarker energieeffizienter LED-Bühnenbeleuchtungskörper beim Gastgeber. Technische Maßnahmen umfassen unter anderem die Anschaffung eines effizienten Notstromaggregats, den Tausch eines Druckluftkompressors sowie das Aufbringen eines silbernen, sehr stark reflektierenden Anstrichs des Daches, der die Hitzelast reduziert. Vieles hat bei ÖKOPROFIT® auch mit verbessertem Nutzerverhalten zu tun: Die saisonale Abschaltung der Kältemaschine in den Wintermonaten, die Abschaltung der Druckluft nach den OP-Zeiten sowie die bedarfsgerechte Steuerung von Lüftungs- und Heizungsanlagen oder Papiereinsparungen durch Maßnahmen wie doppelseitiges Drucken als Standardeinstellung.
Simone Raskob, Geschäftsbereichsvorständin für Umwelt, Verkehr und Sport der Stadt Essen, hob die Bedeutung des gemeinsamen Austauschs hervor: "Die vorgestellten Zwischenergebnisse zeigen, wie viel Engagement und Ideenreichtum in den teilnehmenden Unternehmen steckt. ÖKOPROFIT® lebt vom Austausch, vom gemeinsamen Lernen und von der Bereitschaft, Veränderungen anzustoßen. Jede umgesetzte Maßnahme trägt dazu bei, Umwelt- und Klimaschutz Schritt für Schritt im betrieblichen Alltag zu verankern."
Zum Hintergrund
Seit dem Start von ÖKOPROFIT® im Jahr 2002 haben sich bereits 115 Essener Betriebe an dem Projekt beteiligt. Durch die Umsetzung zahlreicher Projekte konnten die bisherigen Teilnehmenden zusammen rund 9,8 Millionen Euro an Betriebskosten jährlich einsparen. Zudem wurden etwa 93.100 Tonnen CO2 weniger ausgestoßen, der Energieverbrauch wurde um 105,3 Millionen Kilowattstunden gesenkt und die Verringerung des Wasserverbrauchs beträgt 175.000 Kubikmeter.
Ständige Kooperationspartner im Arbeitskreis von ÖKOPROFIT® sind die Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG), die Industrie- und Handelskammer für Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen zu Essen, die Kreishandwerkerschaft Essen und die Effizienz-Agentur NRW. Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV). Die fachliche Betreuung erfolgt durch die B.A.U.M. Consult GmbH (Hamm), die bereits zahlreiche ÖKOPROFIT®-Projekte in Nordrhein-Westfalen erfolgreich begleitet hat.
Die teilnehmenden Unternehmen sind:
Stadt Essen
Presse- und Kommunikationsamt
Rathaus, Porscheplatz
45121 Essen
Telefon: +49 201 88-0 (ServiceCenter Essen)
E-Mail: presse@essen.de
URL: www.essen.de/presse