Förderprogramm "Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft" (KRiS) startet

Bis zu 90 Prozent Förderung für klimaresiliente Projekte in Essen

29.07.2026

Ab sofort können Anträge für das Förderprogramm "Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft" (KRiS) gestellt werden. Gefördert werden Maßnahmen, die in drei festgelegten Gestaltungsräumen liegen, für eine wasserbewusste Stadt- und Raumplanung stehen, Regenwasser sinnvoll als Ressource nutzen und dem Wasser mehr Raum geben. Fördergelder können alle Eigentümer*innen von Grundstücken erhalten. Das umfasst neben Privatpersonen auch juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts, wie etwa Wohnungsgesellschaften, Kliniken und Wohlfahrtsverbände.

Was wird wo und wie gefördert?

Für Essen hat der Rat der Stadt am 11. Februar 2026 die Gestaltungsräume Messe-Gruga, Neues Bernetal sowie Katernberg/Zollverein festgelegt. Diese wurden Anfang Juli vom Fördermittelgeber bestätigt.

In diesen Räumen können Investitionen in eine wasser- und pflanzenfreundliche Infrastruktur bis zu 90 Prozent gefördert werden. Geförderte profitieren außerdem von niedrigeren Abwassergebühren.

Dabei fördert KRiS insbesondere Maßnahmen, die dafür sorgen, dass Regenwasser stärker vor Ort gespeichert und nutzbar gemacht wird, anstatt es sofort in die Kanalisation abzuleiten – Maßnahmen nach dem sogenannten Schwammstadtprinzip.

Das Programm setzt dabei auf acht Förderbausteine:

  • Flächenentsiegelung
  • Mulden- und Flächenversickerung
  • Mulden-Rigolen-Versickerung
  • Rigolenversickerung
  • Baumrigolen
  • Extensive Dachbegrünung
  • Fassadenbegrünung mit Zisterne
  • "Regenwasser Gewässern zuführen"

Wie kann ich Förderung erhalten?

Eigentümer*innen können ihre Anträge über die Serviceorganisation der Emschergenossenschaft einreichen. Die Maßnahme muss in einem der drei Gestaltungsräume liegen. Bereits Planungsarbeiten können gefördert werden. Eine Unterstützung aus dem KRiS-Programm besteht jedoch erst, wenn der Aufwand für das Gesamtprojekt 3.333 Euro übersteigt. Anträge können nach heutigem Stand bis 2030 gestellt werden.

Das Antragsformular ist unter www.klima-werk.de/kontakt/download-center zu finden

Weitere Informationen

"Mit dem KRiS-Programm schaffen wir starke Anreize für die Klimaanpassung in Essen und für die Weiterentwicklung zur Schwammstadt", so Simone Raskob, Geschäftsbereichsvorständin der Stadt Essen für Umwelt, Verkehr und Sport. "Wir hoffen auf viele Anträge und Projekte, denn schließlich leistet Klimaanpassung auch einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Lebensqualität in Essen", ergänzt Sonja Eisenmann, Fachbereichsleiterin des Umweltamtes der Stadt Essen.

Die Stadt Essen beteiligt sich ebenfalls im Rahmen des Förderprogramms am klimaresilienten Umbau des Stadtgebiets. So sind Maßnahmen zu den Förderbausteinen "Dach- und Fassadenbegrünung, Flächenentsiegelung" und "Regenwasser dem Gewässer zuführen" geplant. Details hierzu erhalten Interessierte im Ratsinformationssystem der Stadt Essen (Vorgang 0003/2026/6 ).

Über KRiS

Das KRiS-Programm unterstützt Maßnahmen in allen 53 Städten und Gemeinden des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Das Land Nordrhein-Westfalen verfolgt dabei das Ziel, bis 2030 rund 25 Prozent der befestigten Flächen in ausgewiesenen Räumen von der Mischwasserkanalisation abzukoppeln und die Verdunstungsrate um zehn Prozentpunkte zu steigern. Gestaltungsräume sind grundsätzlich Quartiere mit klimawandelbedingten Defiziten, denen mit wasserbezogenen Maßnahmen begegnet werden kann – vor allem dort, wo gebündelte Maßnahmen messbare Effekte erzielen und eine Abkopplung von 25 Prozent realisiert werden kann.

Weitere Informationen zum Förderprogramm sowie zur Beantragung der Förderung finden Interessierte unter www.essen.de/kris

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Gestaltungsraum Messe / Gruga.

Gestaltungraum Katernberg / Zollverein.

Gestaltungsraum Neues Bernetal.
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