Stadt Essen erhält dritten IGA-Stern für Kanaluferpark
09.09.2026
Der Kanaluferpark Schurenbachhalde in Altenessen hat am Donnerstag, 3. September, den dritten IGA-Stern erhalten. Das Projekt wurde in das FöRi-Nah-Programm 2026 (Richtlinien zur Förderung der Nahmobilität), ein Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, aufgenommen. Damit erreicht das Projekt der Stadt Essen die höchste Stufe im Qualifizierungsverfahren und somit den erfolgreichen Abschluss des Qualifizierungsprozesses in der Ausstellungsebene "Unsere Gärten". Bereits im Juni 2026 hatte die Stadt Essen den zweiten IGA-Stern für den Kanaluferpark erhalten.
"Der dritte IGA-Stern ist ein besonderer Meilenstein für den Kanaluferpark und für den Essener Norden", betont Simone Raskob, Geschäftsbereichsvorständin für Umwelt, Verkehr und Sport der Stadt Essen. "Hier entsteht aus einer ehemaligen Zechenbahntrasse ein neuer grüner Freiraum, der Natur, Bewegung, Erholung und die industrielle Geschichte dieses Ortes miteinander verbindet. Die Auszeichnung ist eine schöne Bestätigung für das Projekt und die Arbeit aller Beteiligten."
Neuer grüner Freiraum in Altenessen
Der Kanaluferpark entsteht zwischen der Schurenbachhalde, westlich angrenzenden Waldbereichen und dem Rhein-Herne-Kanal auf einer ehemaligen Zechenbahntrasse. Diese diente früher der Anbindung der Zechen Emil-Emscher und Fritz-Heinrich.
Der neue Park soll bestehende Freiraumstrukturen miteinander verbinden und gleichzeitig neue Angebote für Bewegung, Erholung und Aufenthalt schaffen. Vorgesehen sind unter anderem getrennte und barrierearme Wege für den Fuß- und Radverkehr, Aufenthaltsbereiche sowie Sitz- und Picknickmöglichkeiten. Der Kanaluferpark schafft zudem eine attraktive Verbindung zwischen dem geplanten Wohnquartier an der Altenessener Straße / Nordsternstraße, der Schurenbachhalde und weiteren Freizeitangeboten im Essener Norden.
Artenschutz im Mittelpunkt
Ein besonderer Bestandteil des neuen Parks ist der Kreuzkrötenpfad. Die geschützte Amphibienart ist eine typische Pionierart ehemaliger Industrie- und Bahnflächen. Im Kanaluferpark entstehen Laichgewässer und Versteckmöglichkeiten. Ein parallel zu den Wegen verlaufender Schotterstreifen dient als Wanderkorridor für die nachtaktive Kreuzkröte.
"Der Kanaluferpark zeigt beispielhaft, wie sich die industrielle Vergangenheit des Ruhrgebiets mit einer zukunftsorientierten Freiraumentwicklung verbinden lässt", so Raskob. "Mit dem Kreuzkrötenpfad machen wir zudem sichtbar, welchen besonderen Wert die Industrienatur für die Artenvielfalt hat."
Arbeiten für den Kanaluferpark laufen
Die Arbeiten für den neuen Park haben 2026 begonnen. Neben den Wege- und Aufenthaltsflächen werden auch Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung des Areals umgesetzt. Der Kanaluferpark soll zur IGA 2027 fertiggestellt und anschließend dauerhaft als öffentlicher Freiraum erhalten bleiben.
Die IGA 2027: "Zukunft.Blüht" im Ruhrgebiet
Vom 23. April bis 17. Oktober 2027 findet die Internationale Gartenausstellung erstmals in Nordrhein-Westfalen und erstmals im Ruhrgebiet statt. Als größtes Gartenfestival Europas richtet sie den Blick auf die großen Zukunftsfragen unserer Zeit und zeigt, wie nachhaltige Ideen, innovative Projekte und grüne Räume die Lebensqualität einer ganzen Region stärken können. Unter dem Motto "Zukunft.Blüht." lädt die IGA 2027 dazu ein, diese Zukunft gemeinsam zu gestalten.
Das Ruhrgebiet lebt von seiner Polyzentralität: Viele Städte, viele Zentren – und doch ein starkes gemeinsames Wir. Genau diese besondere Stärke macht sich die IGA 2027 zunutze. In 53 Städten entsteht eine dezentrale Gartenausstellung, die das Ruhrgebiet als zusammenhängende Metropolregion erlebbar macht. Gemeinschaftssinn, Solidarität und der Wille zum Wandel verbinden die Städte miteinander – ein Ansatz, der bereits bei der Kulturhauptstadt RUHR.2010 erfolgreich war und die IGA 2027 einzigartig macht.
Mit dem Titel "Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017" hat sich die Stadt Essen bereits vor knapp einem Jahrzehnt erfolgreich auf den Weg gemacht, um die Themen Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz mit großem Engagement weiterzuentwickeln und voranzubringen. Auf den drei Ebenen MEIN GARTEN, UNSERE GÄRTEN und ZUKUNFTSGÄRTEN wachsen im Rahmen der IGA 2027 nun die Potenziale der Menschen und die grünen Qualitäten der ganzen Region zusammen. So entsteht ein gemeinsamer Weg in eine grünere Zukunft – mit dauerhaften Parks, neuen Freiräumen und dem Ziel, das Ruhrgebiet Schritt für Schritt zur grünsten Industrieregion der Welt zu entwickeln.
Weitere Informationen zur IGA 2027 finden Interessierte unter www.iga2027.ruhr .
Herausgegeben von:
Stadt Essen
Presse- und Kommunikationsamt
Rathaus, Porscheplatz
45121 Essen
Telefon: +49 201 88-0 (ServiceCenter Essen)
E-Mail: presse@essen.de
URL: www.essen.de/presse