Smart City-Index 2026: Stadt Essen erreicht höchsten Punktwert seit Beginn der Erhebung

Essen verbessert sich im Gesamtranking erneut beim Punktwert und hält Platz 15 – vier von fünf Handlungsfeldern legen zu

10.09.2026

Die Stadt Essen hat sich im diesjährigen Smart City-Index des Digitalverbands Bitkom erneut verbessert. Im Gesamtranking der 83 deutschen Großstädte belegt Essen wie im Vorjahr Platz 15. Gleichzeitig konnte die Stadt ihren Punktwert von 81,5 auf 83,8 Punkte steigern und erreicht damit den höchsten Wert seit Beginn der Erhebung. Seit 2019 hat sich Essen im Gesamtranking um 37 Plätze verbessert und den Punktwert um rund 42 Punkte gesteigert.

Besonders positiv ist die Entwicklung in vier der fünf untersuchten Handlungsfelder: In den Bereichen Mobilität, IT und Kommunikation, Verwaltung sowie Gesellschaft und Bildung konnte Essen seine Punktwerte weiter steigern. Damit setzt sich der langfristige Aufwärtstrend der vergangenen Jahre fort.

In welchen Bereichen hat sich Essen verbessert?

Im Handlungsfeld Mobilität stieg der Punktwert von 83,4 auf 87,3 Punkte. Auch im Bereich IT und Kommunikation konnte Essen deutlich zulegen und verbesserte sich von 79,7 auf 83,9 Punkte. In der Verwaltung stieg der Wert von 91,3 auf 93,2 Punkte. Gesellschaft und Bildung legte von 83,3 auf 84,8 Punkte zu. Auch wenn sich die Gesamtplatzierung damit nicht verändert hat, zeigt der gestiegene Punktwert, dass Essen seine digitale Entwicklung weiter vorantreibt.

Wie entwickelt sich die Digitalisierung der Verwaltung?

Im Bereich Verwaltung erreicht Essen 2026 mit 93,2 Punkten ebenfalls den höchsten Punktwert seit Beginn der Erhebung. Im Ranking liegt die Stadt auf Platz 11 und damit im Gegensatz zum letzten Jahr knapp außerhalb der Top 10. Zwischen Platz 8 und Platz 12 liegen lediglich 1,6 Punkte.

Besonders stark ist Essen bei den digitalen Verwaltungsangeboten: Bei Payment, Online-Terminvergabe, Bevölkerungsanliegen und Serviceportal erreicht die Stadt jeweils die volle Punktzahl. Auch bei den OZG-Leistungen konnte Essen weiter zulegen und erreicht erstmals 100 von 100 Punkten. Damit bietet die Stadt alle 18 im Index bewerteten Verwaltungsleistungen online an.

Deutlich verbessert haben sich zudem die internen Prozesse. Hier stieg der Punktwert von 57,1 auf 80,0 Punkte. Bewertet werden unter anderem der Einsatz von Dokumentenmanagementsystemen, elektronischen Akten und KI-Assistenten in der Verwaltung. Bei der resilienten Verwaltung erreicht Essen die volle Bonuspunktzahl von 30 Punkten.

Die Online-Dienste der Stadt Essen sind über das kommunale Serviceportal unter https://service.essen.de erreichbar.

App "STADT ESSEN – TO GO" und Digitaltag 2026

Auch im laufenden Jahr hat die Stadt Essen konkrete Schritte unternommen, um den digitalen Zugang zu städtischen Angeboten weiter auszubauen. Mit der neuen App "STADT ESSEN – TO GO" steht seit Juni ein zentraler digitaler Zugang zu aktuellen Informationen, Veranstaltungen, Online-Diensten und weiteren städtischen Angeboten zur Verfügung. Zudem hat die Stadt im Juni erstmals einen großen Digitaltag veranstaltet, bei dem Bürger*innen die digitalen Angebote der Stadtverwaltung kennenlernen, ausprobieren und mit den zuständigen Mitarbeitenden ins Gespräch kommen konnten. Damit macht die Stadt Digitalisierung konkret erlebbar und schafft zugleich weitere Möglichkeiten, digitale Angebote niedrigschwellig zu nutzen.

Wo liegen weitere Potenziale?

Der Smart City-Index zeigt gleichzeitig, in welchen Bereichen weitere Entwicklungsmöglichkeiten bestehen. Im Bereich Webseite und Social Media ist der Punktwert gegenüber dem Vorjahr von 84,2 auf 68,4 Punkte zurückgegangen. Diese Entwicklung wirkt sich insbesondere auf die Platzierung im engen Spitzenfeld der Verwaltungsdigitalisierung aus. Auch im Handlungsfeld Energie und Umwelt bleibt weiteres Potenzial. Der Punktwert liegt mit 69,8 Punkten nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.

Wie hat sich Essen seit Beginn des Smart City-Index entwickelt?

Seit 2019 hat Essen bei der Digitalisierung kontinuierlich aufgeholt. Im Gesamtranking verbesserte sich die Stadt um 37 Plätze, der Punktwert stieg um rund 42 Punkte. Auch im Bereich Verwaltung ist die Entwicklung deutlich: Hier konnte sich Essen seit 2019 um 21 Plätze verbessern und den Punktwert um rund 36 Punkte steigern. Zum dritten Mal in Folge gehört Essen damit im Handlungsfeld Verwaltung zur Spitzengruppe der deutschen Großstädte. Auch 2026 setzt sich die positive Entwicklung fort: Der Gesamtpunktwert steigt erneut und erreicht mit 83,8 Punkten den höchsten Wert seit Beginn der Erhebung. Vier der fünf Handlungsfelder konnten gegenüber dem Vorjahr zulegen. Die Ergebnisse des diesjährigen Smart City-Index werden nun detailliert geprüft und ausgewertet. Daraus werden weitere Schritte und Maßnahmen abgeleitet, um die Digitalisierung in Essen gezielt weiter voranzutreiben und die digitale Entwicklung der Stadt kontinuierlich zu verbessern.

Über den aktuellen Smart City-Entwicklungsstand in Essen informiert die Smart City-Landingpage unter www.essen.de/smartcity mit Projektdatenbank und Dashboard.

Über den Smart City-Index 2026 des Bitkom e.V.

Der Smart City-Index ist das Digitalranking der deutschen Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen*Einwohnern. In diesem Jahr wurden 83 Städte untersucht. Der Bitkom hat nach eigenen Angaben mehr als 14.000 Datenpunkte erhoben und geprüft. Betrachtet werden die fünf Handlungsfelder Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. Der Index umfasst 39 Indikatoren, die aus 174 Parametern gebildet werden. Für jedes Handlungsfeld wird ein Punktwert zwischen 0 und 100 ermittelt. Aus den fünf Werten ergibt sich der Gesamtwert und daraus die Platzierung im Ranking. Die Daten für den Jahrgang 2026 stammen aus dem Zeitraum April bis Juli 2026.

Herausgegeben von:

Stadt Essen
Presse- und Kommunikationsamt
Rathaus, Porscheplatz
45121 Essen
Telefon: +49 201 88-0 (ServiceCenter Essen)
E-Mail: presse@essen.de
URL: www.essen.de/presse