Weberplatz wird neugestaltet: Baubeginn Anfang 2027
16.09.2026
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Baubeginn Anfang 2027: Der Weberplatz wird bis voraussichtlich Juli 2028 in mehreren Bauabschnitten für rund 7,19 Millionen Euro neugestaltet.
- Mehr Grün und besseres Klima: Entsiegelte Flächen, neue Bäume und Stauden, Regenwasserrückhaltung und ein Fontänenfeld sorgen für mehr Aufenthaltsqualität.
- Barrierearm und vielseitig nutzbar: Neue Rampen, Wege, Sitzbereiche und eine Stadtbühne verbessern die Zugänglichkeit und schaffen Raum für Begegnung und Veranstaltungen.
Der Weberplatz in der nördlichen Innenstadt wird umfassend neu gestaltet. Die Stadt Essen schafft damit einen modernen, klimaangepassten und barrierearmen Stadtplatz mit mehr Grün, neuen Aufenthaltsbereichen und verbesserten Wegeverbindungen. Der Rat der Stadt Essen hat heute (16.09.) den Bau und Baubeginn beschlossen. Die Umsetzung soll Anfang 2027 beginnen und voraussichtlich bis Juli 2028 in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Für die Gesamtmaßnahme sind aktuell Kosten in Höhe von rund 7,19 Millionen Euro vorgesehen.
Der Weberplatz ist ein wichtiger öffentlicher Raum in der nördlichen Innenstadt und verbindet die Innenstadt mit dem Universitätsviertel und der Grünen Mitte und ist zu gleich ein bedeutender Aufenthalts- und Begegnungsraum für die Bewohner*innen der nördlichen Innenstadt. Mit der Neugestaltung soll der Platz künftig stärker als Aufenthalts- und Begegnungsort genutzt werden können. Gleichzeitig wird die Verbindung für Fußgänger*innen sowie Radfahrende verbessert.
Wie wird der Platz umgestaltet?
Der heute weitgehend versiegelte Platz soll deutlich grüner und klimaangepasster werden. Im Zuge der Umgestaltung werden Flächen entsiegelt und neue klimaresiliente Bäume und Staudenflächen angelegt. Das Niederschlagswasser wird künftig auf dem Platz zurückgehalten und den Grünanlagen zugeführt. Ein Fontänenfeld soll zusätzlich zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen. Zusammen mit schattenspendenden Gehölzen entstehen so angenehmere Bedingungen für den Aufenthalt auf dem Platz – insbesondere an heißen Tagen.
Ein wichtiges Ziel der Neugestaltung ist eine bessere Zugänglichkeit des Weberplatzes. Die bestehenden Geländesprünge werden durch eine neue Treppen- und Rampenanlage überwunden. Dadurch wird insbesondere der Zugang von Süden deutlich verbessert und gleichzeitig zusätzlicher Raum für Sitzmöglichkeiten geschaffen.
Auch die Durchwegung des Platzes wird neu geordnet. Neue Wegeverbindungen erleichtern die Verbindung in Richtung Innenstadt, Universitätsviertel und Grüne Mitte. Die angrenzende I. Weberstraße soll als Shared-Space-Bereich gestaltet werden. Auch die fußläufige Verbindung über die Kastanienallee in Richtung Friedrich-Ebert-Straße wird aufgewertet.
Die neue Gestaltung schafft verschiedene multifunktionale Bereiche. Ein zentraler Bestandteil ist eine Stadtbühne mit angrenzendem Fontänenfeld. Die Flächen sollen flexibel für unterschiedliche Nutzungen und Veranstaltungen zur Verfügung stehen.
Zudem wird der Weberplatz künftig besser an das Gebäude WEBER1 und die angrenzenden Nutzungen angebunden. Damit soll der gesamte Bereich als zusammenhängender öffentlicher Raum erlebbarer werden.
Wie erfolgt die Umsetzung der Umgestaltung?
Die Umsetzung der Baumaßnahme soll Anfang 2027 starten und voraussichtlich bis Juli 2028 dauern. Die Arbeiten erfolgen in mehreren Bauabschnitten. Die Gesamtkosten belaufen sich nach der aktuellen Kostenberechnung auf rund 7,19 Millionen Euro.
Die Maßnahme wird aus dem Bund-Länder-Programm "Sozialer Zusammenhalt“ gefördert. Mit Zuwendungsbescheid vom 31. Oktober 2024 wurden Fördermittel in Höhe von rund 3,04 Millionen Euro bewilligt. Dies entspricht einem Fördersatz von 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Der städtische Eigenanteil beträgt voraussichtlich rund 4,15 Millionen Euro.
Grundlage für die Neugestaltung ist das Integrierte Entwicklungskonzept Essen MITTE/OST. Im Jahr 2023 hatte die Stadt einen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb zur Neugestaltung des Weberplatzes durchgeführt. Die Planung wurde anschließend weiter konkretisiert und am 5. Dezember 2025 vom Ausschuss für Verkehr und Mobilität beschlossen.
Warum kommt es zu einer Kostensteigerung?
Die Kostensteigerung gegenüber dem ursprünglichen Planbeschluss ist insbesondere auf die vertiefte Ausführungsplanung zurückzuführen. Unter anderem wurden die Maßnahmen zur Barrierefreiheit, die Beleuchtung, Anforderungen aus den Baugrunduntersuchungen sowie Schutzmaßnahmen für den vorhandenen Baumbestand weiter konkretisiert. Die Planungsziele der Maßnahme bleiben dabei unverändert.
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