Starke Kinder, starke Zukunft: Kinder bringen ihre Ideen ins Rathaus
Kinder aus drei Essener Grundschulen präsentieren beim Kinderforum zum Weltkindertag ihre Wünsche und Forderungen
16.09.2026
Was brauchen Kinder für eine gute Zukunft? Welche Rechte sind ihnen besonders wichtig und was sollte sich in ihrem direkten Umfeld verändern? Mit diesen und vielen weiteren Fragen haben sich drei Essener Grundschul-Kinderparlamente im Vorfeld des Weltkindertages beschäftigt. Beim Kinderforum im Essener Rathaus präsentierten sie am Dienstag, 15. September, ihre Ideen und Vorschläge im Ratssaal. Oberbürgermeister Thomas Kufen und Geschäftsbereichsvorstand Muchtar Al Ghusain nahmen sich Zeit, die Präsentationen anzuschauen und mit den Kindern über ihre Anliegen zu sprechen.
Kinder gestalten ihre Zukunft mit
Unter dem Motto "Starke Kinder, starke Zukunft!" hatten sich die Kinderparlamente der Hövelschule, der Schule an der Rahmstraße und der Grundschule Gerschede auf das Kinderforum vorbereitet. Im Mittelpunkt standen die Kinderrechte und konkrete Ideen für ein kinderfreundliches Essen. Die Kinder gestalteten Plakate, entwickelten eigene Vorschläge und brachten ihre Anliegen persönlich vor. Oberbürgermeister Thomas Kufen zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Kinder: "Es ist schön zu sehen, mit wie viel Engagement und Kreativität sich die Kinder mit ihren Rechten und ihrer Stadt auseinandersetzen. Sie haben sich Gedanken darüber gemacht, was in ihrem unmittelbaren Umfeld besser werden kann, und daraus ganz konkrete Vorschläge entwickelt. Kinder wissen sehr genau, was sie beschäftigt und was ihnen wichtig ist. Das Kinderforum gibt ihnen die Möglichkeit, diese Anliegen direkt vorzutragen und mit Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Ich freue mich deshalb sehr, heute hier zu sein und die Ideen der Kinder persönlich mitzunehmen."
Auch Muchtar Al Ghusain, Geschäftsbereichsvorstand für Jugend, Bildung und Kultur der Stadt Essen, unterstrich die Bedeutung der Kinderbeteiligung: "Kinderbeteiligung bedeutet für mehr, als Kindern zuzuhören. Es bedeutet, ihnen echte Möglichkeiten zu geben, ihre Stadt mitzugestalten. Die Ideen der Kinder zeigen sehr konkret, was sie in ihrem Alltag beschäftigt – von sicheren Schulwegen über saubere und attraktive Spielplätze bis hin zu mehr Grün und Schutz vor Hitze. Diese Perspektiven sind wichtige Impulse, wenn wir Essen kinderfreundlich und zukunftsfähig gestalten wollen."
Kinderrechte sollen sichtbarer werden
Die Kinder des Kinderparlaments der Hövelschule beschäftigen sich intensiv mit den Kinderrechten. Sie haben bereits eigenständig einen Infostand im Alleecenter organisiert und ein eigenes Maskottchen zu den Kinderrechten entwickelt. Beim Kinderforum machten sie deutlich: Die Kinderrechte sollen in Essen noch sichtbarer werden. Unter anderem brachten sie die Idee von "Plätzen der Kinderrechte" ein.
Mehr Sicherheit und Sauberkeit rund um Schule und Park
Die Kinder der Schule an der Rahmstraße hatten sich mit ihrem direkten Lebensumfeld auseinandergesetzt. Dabei ging es unter anderem um den Kaiser-Wilhelm-Park. Die Kinder wünschen sich dort mehr Mülleimer, um dem Müllproblem entgegenzuwirken. Auch für den Spielplatz neben der Schule hatten sie konkrete Verbesserungsvorschläge vorbereitet. Ein weiteres Anliegen ist eine Ampel für einen sicheren Schulweg.
Bienen schützen und mehr Grün auf dem Schulhof
Mit dem Thema Umwelt und Klimaschutz beschäftigten sich die Kinder der Grundschule Gerschede. Ausgehend vom Sachunterricht, in dem sie sich mit dem Leben von Bienen beschäftigt hatten, entwickelten sie die Idee eines Schulgartens beziehungsweise von Pflanzkübeln mit bienenfreundlichen Pflanzen wie beispielsweise Lavendel.
Kinder machen sich Gedanken über Hitze
Auch die Auswirkungen hoher Temperaturen beschäftigen die Kinder. Für eine starke Zukunft wünschen sie sich mehr Schattenplätze auf Schulhöfen und bessere Maßnahmen gegen Hitze in Schulgebäuden. Darüber hinaus nahm das Kinderparlament der Grundschule Gerschede auch die Spielplätze in den Blick und brachte dazu eigene Ideen und Verbesserungsvorschläge mit.
Kinderrechte gemeinsam entdecken
Neben der Präsentation ihrer eigenen Projekte konnten die Kinder im Rathaus auch spielerisch mehr über ihre Rechte erfahren. Gemeinsam wurden die verschiedenen Kinderrechte betrachtet und die Kinder hatten die Möglichkeit, ihre Gedanken und Wünsche kreativ auf Blättern für einen Wunschbaum festzuhalten.
Zum Hintergrund
Das Kinderforum der Stadt Essen eröffnet jungen Menschen die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und demokratische Prozesse kennenzulernen. Kinder können eigene Anliegen formulieren und diese in den politischen und städtischen Prozess einbringen. Das Kinderforum begleitet dabei die Umsetzung konkreter Beteiligungswünsche und trägt die Anliegen an die zuständigen Stellen weiter. So lernen Kinder Demokratie durch das praktische Handeln.
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