Vortrag über Essens verschwundene Stahlkirche in der VHS
Am Donnerstag, 24. September, um 18 Uhr, in der VHS Essen, Burgplatz 1. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten.
17.09.2026
Wo heute in Essen-Holsterhausen das Melanchthon-Gemeindezentrum steht, erhob sich bis 1942 eine Kirche aus Stahl und Glas. Robert Welzel erinnert am Donnerstag, 24. September, um 18 Uhr in der Volkshochschule (VHS) Essen (Burgplatz 1) an Otto Bartnings Stahlkirche auf dem Holsterhauser Platz. Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei.
Zum Hintergrund
Die Geschichte des Gebäudes begann 1928 in Köln auf der Internationalen Fachausstellung Pressa. Bartning hatte die Kirche für die Schau entworfen – zerleg- und andernorts wieder aufbaubar. Nach Ende der Ausstellung übernahm die Evangelische Kirchengemeinde Essen-Altendorf den Bau und ließ ihn 1930/1931 in Holsterhausen als Melanchthonkirche wiedererrichten. Schon 12 Jahre später brannte die Kirche nach einem Bombenangriff ab.
Drei weitere Bartning-Bauten haben in Essen überdauert: die SELK-Kirche am Moltkeplatz, die Auferstehungskirche an der Steubenstraße und die Apostel-Notkirche in Frohnhausen. Welzel stellt Bartnings Architektur anhand historischer Fotografien und Planzeichnungen vor. Er erläutert seine teils visionären Gestaltungsideen, die nicht zuletzt auf eine Erneuerung der Institution Kirche vor dem Hintergrund von Diktatur, Demokratie und Kriegserfahrung abzielten. Auch der Umgang mit der Stahlkirche und ihrer künstlerischen Ausstattung im Nationalsozialismus ist Thema.
Über Robert Welzel
Robert Welzel gehört dem Vorstand des Historischen Vereins für Stadt und Stift Essen an und publiziert zur Essener Stadt- und Architekturgeschichte. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Interessierte unter vhs.link/stahlkirche .
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