VHS: Rundgang in Stoppenberg – "Im Schatten des Welterbes"
Dr. Jürgen Nolte führt am Samstag, 10. Oktober, um 15 Uhr durch vier Epochen des Essener Stadtteils. Um Anmeldung wird gebeten. Die Teilnahmegebühr beträgt 16 Euro.
05.10.2026
Das Ruhrgebiet erzählt seine Geschichte meist über die Kohle: Die Zeche Zollverein steht seit 2001 auf der UNESCO-Welterbeliste und prägt das Gesicht Essens weit über die Stadtgrenzen hinaus. Doch direkt nebenan, im Stadtteil Stoppenberg, reicht die Historie viel weiter zurück. Wie sich hier vier Epochen deutscher und Essener Geschichte überlagern, zeigt ein Rundgang der Volkshochschule (VHS) Essen am Samstag, 10. Oktober.
Lange vor Fördertürmen und Industrie prägte ein hochadeliges Damenstift den Ort über Jahrhunderte hinweg; aus dessen Umfeld ging später auch die evangelische Kirchengemeinde hervor. Auf bäuerliche Strukturen folgte im 19. Jahrhundert der rasante Aufstieg zur eigenständigen Bürgermeisterei samt prachtvollem Rathaus – bis schließlich der Bergbau mit Schacht 6/9 von Zollverein das Bild bestimmte.
Historiker Dr. Jürgen Nolte führt die Teilnehmenden entlang dieser historischen Schichten: Die Route startet am Stoppenberger Rathaus, führt über den Barbarossaplatz und vorbei an der Thomaskirche durch die Zechensiedlung Stiftsdamenwald in den Hallo-Park. Dort begegnen der Gruppe historische Friedhöfe und der markante "Stein der Republik". Auch Spuren des verschwundenen Hallo-Turms werden sichtbar gemacht. Die Straße "Im Natt" markiert die Nahtstelle zwischen ehemaligem Zechengelände und den alten Höfen Poth und Baumeister. Über die Jugendhalle und die Gelsenkirchener Straße führt der Weg zurück. Unterwegs ergänzen Anekdoten und Einblicke in private Architekturen das Panorama eines facettenreichen Stadtteils.
Start ist um 15 Uhr. Der genaue Startpunkt wird den Teilnehmenden mit der Anmeldebestätigung von der VHS zugeschickt. Die Teilnahme kostet 16 EUR.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Interessierte unter vhs.link/Stoppenberg .
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