VHS-Vortrag zum Umgang mit Alltagsrassismus
Rassismusforscher Karim Fereidooni spricht am Sonntag, 11. Oktober, um 11 Uhr, in der VHS Essen darüber, was jede*jeder Einzelne gegen Alltagsrassismus tun kann. Der Eintritt ist frei.
06.10.2026
Wie begegnet man Rassismus im eigenen Alltag, bei der Arbeit, im Verein, in der Nachbarschaft? Darum geht es am Sonntag, 11. Oktober, von 11 bis 13 Uhr in der Volkshochschule (VHS) Essen am Burgplatz. Zu Gast in der Reihe "Reden von morgen" ist der Bochumer Professor Karim Fereidooni, der seit vielen Jahren zu Rassismus forscht. Auf einen kurzen Vortrag folgt ein Gespräch mit Moderator Nikolaos Georgakis und dem Publikum. Der Eintritt ist frei.
Fereidooni war selbst Lehrer, bevor er an die Ruhr-Universität Bochum wechselte. Heute bildet er dort angehende Lehrer*innen aus. Seine Beobachtung: Über Rassismus ist viel bekannt, getan wird zu wenig. Das gilt für Behörden und Schulen ebenso wie für den Staat insgesamt.
Wie verbreitet das Problem ist, zeigen Zahlen. Menschen mit Einwanderungsgeschichte haben es nachweislich schwerer, eine Wohnung oder einen Job zu finden, und werden auch beim Arzt schlechter behandelt. Rund neun Millionen Menschen in Deutschland haben nach einer aktuellen Umfrage innerhalb eines Jahres Rassismus erlebt. Für viele gehört das zum Alltag.
Der Vormittag dreht sich um zwei einfache Fragen: Was muss ich wissen, und was kann ich tun? Fereidooni erklärt zunächst, was hinter Begriffen wie Alltagsrassismus steckt. Danach geht es um das eigene Verhalten. Was sage ich, wenn im Kollegenkreis ein abfälliger Spruch fällt? Wie reagiere ich, wenn ich Zeuge von Diskriminierung werde? Beispiele aus Schule und Verwaltung zeigen, wo man ansetzen kann. Im Gespräch ist Raum für eigene Erfahrungen und Fragen aus dem Publikum.
Weitere Informationen finden Interessierte auf www.vhs-essen.de .
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