Fast überall wird Energie benötigt, sei es für Elektrogeräte, zum Heizen oder für die Beleuchtung. Und fast überall gibt es die Möglichkeit, Energie zu sparen. Der positive Nebeneffekt: wir sparen damit auch Geld, schonen die Umwelt und tragen zu einer stabilen Versorgungslage bei. Die Stadt Essen bittet alle Bürger*innen und Unternehmen, wo immer möglich Gas und Energie zu sparen und damit ihren Beitrag zu leisten, um die Versorgung im Winter in Essen und ganz Deutschland zu gewährleisten. Daher hat die Verwaltung hilfreiche Informationen und Tipps zusammengestellt.
Energie und Gas: Tipps zum Sparen
Mit diesen Tipps beim Energiesparen helfen
Allgemein
Allgemein
- Stromfresser mit einem Messgerät ausfindig machen
- Geräte möglichst komplett abschalten, wenn sie nicht mehr benötigt werden
- Auf Stand-by-Modus verzichten: Steckdosen oder -leisten mit Schalter nutzen, die man bei Bedarf an- und ausmachen kann, oder Stecker aus der Steckdose ziehen
- Ladegeräte nach dem Laden nicht in der Steckdose stecken lassen
Küche und Haushalt
Küche und Haushalt
- Kühl- und Gefrierschrank
- möglichst kühler und schattiger Standort: nicht neben Herd oder Heizung und ohne Sonne
- Temperatur richtig einstellen: 7 Grad im Kühlschrank und -18 Grad im Gefriergerät reichen aus
- richtig befüllen
- warme Speisen vorher abkühlen lassen
- Gefrorenes im Kühlschrank auftauen
- möglichst kurz öffnen, lieber kurz und öfter als lange am Stück
- besser voll als leer: kalte Luft entweicht schneller als von Lebensmitteln gebundene Kälte
- regelmäßig abtauen: Eisschichten erhöhen den Stromverbrauch
- Herd
- mit passendem Deckel kochen
- Größe der Herdplatte sollte zum Topf passen und Topf zur Menge des Kochguts
- Restwärme nutzen: Temperatur frühzeitig verringern bzw. Herd ganz ausschalten
- kleine Mengen in der Mikrowelle erwärmen
- bei über 20 Minuten Gardauer Schnellkochtopf nutzen
- Wasser im Wasserkocher erhitzen und nur so viel man benötigt
- Backofen
- nicht vorheizen: kann bis zu 20 Prozent Energie sparen
- Umluft nutzen: spart ca. 15 Prozent gegenüber Ober- und Unterhitze, weil mit 20°C bis 30°C niedrigerer Temperatur gebacken werden kann
- Backofentür während der Garzeit möglichst selten öffnen
- kurz vor Ende der Backdauer abschalten und Restwärme nutzen
- Heißluftfritteuse als Backofenersatz für kleineres Gargut nutzen
- Maschinen voll beladen: Waschmaschine, Spülmaschine und Trockner
- Spül- und Waschmaschine möglichst an Warmwasseranschluss anschließen
- Spülmaschine
- Spar- bzw. Eco-Programm mit niedrigen Temperaturen von 45 bis 55 Grad nutzen
- Kurzprogramme vermeiden, die mehr Wasser und Energie benötigen
- Geschirr nicht von Hand vorspülen
- Waschmaschine
- Bei niedrigen Temperaturen waschen: Eine 40-Grad-Wäsche kann gegenüber 60 Grad bis zu 40 Prozent sparen. Aber: Mindestens einmal monatlich bei 60 Grad mit Pulver-Vollwaschmittel waschen, um Keimen vorzubeugen
- auf Vorwäsche verzichten
- Wäschetrockner
- Wäsche besser an Luft trocknen, auch im Winter
- hohen Schleudergang bei Waschmaschine nutzen spart Zeit im Trockner
- Eco-Programme nutzen
- moderne Wärmepumpen-Trockner statt Kondenstrockner nutzen
Badezimmer und Warmwasser
Badezimmer und Warmwasser
- Duschen statt Baden
- nur kurz duschen
- Sparduschkopf und Wassersparaufsatz nutzen
- beim Einseifen Wasser abdrehen: Dusche und Händewaschen
- hydraulischen oder elektronisch gesteuerten Durchlauferhitzer durch elektronisch geregelte Variante ersetzen
- Durchlauferhitzer auf niedrigere Temperatur einstellen, möglichst so, dass kein kaltes Wasser mehr zugemischt werden muss
Heizung und Klimaanlage
Heizung und Klimaanlage
- Heizung
- Heizkesseltechnik prüfen und ggf. modernisieren
- regelmäßig entlüften
- Heizkörper nicht verdecken oder zustellen
- Raumtemperatur senken und Thermostat richtig einstellen: Stufe 2 entspricht etwa 16° Celsius, Stufe 3 ca. 20° Celsius und Stufe 4 etwa 24° Celsius; 1 Grad weniger spart ca. 6 Prozent Energie
- in ungenutzten Räumen ausstellen (Temperatur sollte wegen Schimmelgefahr nicht unter 16 Grad liegen)
- Nachtabsenkung der Heizanlage prüfen oder nachts die Heizung herunterdrehen: 16 bis 17 Grad Raumtemperatur reichen
- bei längerer Abwesenheit über den Tag auch tagsüber Temperatur absenken
- Fenster und Türen dichthalten bzw. abdichten: zum Testen Blatt Papier zwischen Rahmen und geschlossenes Fenster klemmen; lässt es herausziehen, Fenster abdichten, ggf. Wärmedämmung nachrüsten
- Klimaanlage
- Türen und Fenster geschlossen halten
- Erst ab 26 Grad Innenraumtemperatur nutzen
- Differenz zu Außentemperatur max. 5 bis 7 Grad
- Sonnenschutz wie Jalousien und Rollos nutzen
- im Sommer nachts lüften
- richtig lüften:
- kurz und stoßweise bei weit geöffneten Fenstern, Heizung währenddessen abdrehen
- keine gekippten Fenster an kalten Tagen
- im Sommer nachts lüften
Beleuchtung
Beleuchtung
- Vorhänge auf und Rollos hoch, um mehr Tageslicht zu nutzen
- Licht aus beim längeren Verlassen eines Raums, ggf. Bewegungsmelder nutzen
- Glüh- und Halogenlampen durch LED ersetzen
- Schreibtischlampe statt Deckenlampe nutzen
Fernseher, Spielekonsole und Co.
Fernseher, Spielekonsole und Co.
- Bildschirme
- kleinere nutzen
- geringere Helligkeit verwenden
- bei längerer Abwesenheit komplett ausschalten
- für Unterhaltungselektronik abschaltbare Steckerleiste nutzen
- Spielekonsolen
- komplett ausschalten
- Akzent-Beleuchtung für Tasten bei Controllern ausschalten
- Computer
- Laptop anstatt Desktop-PC nutzen, ggf. auch Tablet
- Energiesparmodus oder Ruhezustand des PCs beim Verlassen des Arbeitsplatzes aktivieren
- unnötige Funktionen und Programme ausschalten (Autostart-Einstellungen und Hintergrundaktualisierungen prüfen)
- Nachts
- WLAN des Routers ausstellen, ggf. mit Zeitsteuerung
- Smartphone im Flugmodus
Mobilität
Mobilität
- Kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen
- Den ÖPNV anstatt des eigenen Fahrzeugs nutzen
- Fahrgemeinschaften bilden
- Carsharing nutzen
- Pkw
- Unnötige Dinge entfernen
- Regelmäßig warten und Reifendruck kontrollieren
- Energiesparreifen und Leichtlauföle nutzen
- Sommer- und Winterreifen rechtzeitig wechseln
- Auf Klimaanlage verzichten
- Klimaanlage nur bei geschlossenen Fenstern und Türen nutzen
- Bei niedrigen Drehzahlen schalten und fahren: ab 30 km/h dritter, ab 40 km/h vierter und ab 50 km/h fünfter Gang kann bis zu 25 Prozent Kraftstoff sparen; bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe möglichst "Eco"-Modus nutzen
- Nicht zu schnell fahren
- Start-Stopp-Automatik nutzen
- Motor im Stand ausschalten
- Vorausschauend und gleichmäßig fahren: abruptes bremsen und beschleunigen vermeiden
- Bewegungsenergie nutzen, beispielsweise Schwung auf abschüssigen Strecken
- Strecken vorausschauend planen
Büro
Büro
- Stromfresser mit einem Messgerät ausfindig machen
- Auf Stand-by-Modus verzichten
- Geräte komplett abschalten, wenn sie nicht mehr benötigt werden
- Geräte vom Strom trennen: Steckdosen oder -leisten mit Kippschalter oder Stecker aus der Steckdose ziehen
- Ladegeräte nach dem Laden nicht in der Steckdose stecken lassen
- Moderne, energieeffiziente Geräte nutzen
- Bildschirme
- kleinere nutzen
- geringere Helligkeit verwenden
- bei längerer Abwesenheit komplett ausschalten
- Computer
- Energiesparmodus oder Ruhezustand des PCs beim längeren Verlassen des Arbeitsplatzes aktivieren, statt Bildschirmschoner
- unnötige Funktionen und Programme ausschalten (Autostart-Einstellungen und Hintergrundaktualisierungen prüfen)
- Energieverwaltung optimieren
- Drucker
- Netzwerkdrucker und Multifunktionsgeräte statt mehrerer Geräte
- hinterfragen, ob Druck unbedingt nötig ist
- Druckvorschau verwenden
- möglichst doppel- oder mehrseitig drucken
- nur Seiten aus einem längeren Dokument drucken, die benötigt werden
- recyceltes Papier nutzen
- Router abends, am Wochenende, an Feiertagen und während Betriebsferien ausschalten
- Heizung und Klimaanlage
- in ungenutzten Räumen ausstellen
- Türen und Fenster geschlossen halten
- Heizkörper freihalten
- Heiztemperatur senken
- Sonnenschutz wie Rollos nutzen und erst ab 26 Grad Innenraumtemperatur Klimaanlage anschalten
- zum Feierabend bzw. Wochenende oder Urlaub absenken oder ausstellen
- Stoßlüften statt gekippter Fenster
- Beleuchtung
- Rollos hoch und möglichst Tageslicht nutzen
- Licht aus beim längeren Verlassen eines Raums
- Bewegungsmelder für wenig genutzte Räume und Flure
- Glüh- und Halogenlampen durch LED ersetzen
- Schreibtischlampe statt Deckenlampe nutzen
- mehrere Leuchten in einem Raum bedarfsorientiert über Lichtschalter steuern
- Küche
- Kaffee in Thermoskannen warmhalten statt Warmhalteplatte der Kaffeemaschine nutzen
- Kaffeeautomaten mit automatischer Abschaltfunktion nutzen
- Mikrowelle statt Herd zum Erwärmen von Speisen nutzen
- Besprechungen online abhalten statt mit Pkw hinzufahren
- Treppe laufen statt Aufzug fahren
Oberbürgermeister Thomas Kufen zum Energiesparen (20.09.2022)
Stadt Essen spart Energie
Auch die Stadt Essen spart Energie und identifiziert weitere Energiesparpotenziale, um den Verbrauch in der öffentlichen Verwaltung und in städtischen Beteiligungsunternehmen konsequent zu senken. Zahlreiche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt, weitere werden fortlaufend geprüft.