Die Geschichte des Stadtteils Frohnhausen

Namensklärung

Der Name "Frohnhausen" stammt von dem Begriff "fronen" ab. Diese stellten den 2.Stand in Form der frondienst- und zinspflichtigen Bauern, also die Bewohner Frohnhausens dar. Die Fronen waren in der Hierarchie unter den freien Adligen und Leibeigenen bzw. Hörigen.

Erstmals urkundlich erwähnt

1808 als Teil des Dreibauerschaftsquatiers Borbeck

Gehört zu Essen seit

1. August 1901 als Teil der Bürgermeisterei Altendorf

Stadtteilwappen Frohnhausen


In Rot unter zwei gekreuzten goldenen Botenstäben sieht man ein silbernes (weißes) Fachwerkhaus. Dieses spielt auf den Wohnsitz des "Frohnen" bzw. Gerichtsboten ab.
Zudem steht das Haus für die Endung "-hausen" in Frohnhausen.

(Johann Rainer Bausch: Kurt Schweders Wappen der Essener Stadtteile)

Historie

Frohnhausen bildete mit Altendorf und Holsterhausen das sogenannte Dreibauerschaftsquartier. Nach der Auflösung des Stiftes Essen wurden diese drei Orte 1808 zunächst Teil der Bürgermeisterei Borbeck, am 1. Januar 1874 dann wieder herausgelöst und zu einer Bürgermeisterei Altendorf ernannt, deren erster und einziger Bürgermeister Wilhelm Kerckhof war. Am 1. August 1901 erfolgte dann die Eingemeindung als Teil der Bürgermeisterei Altendorf nach Essen.

Wohnungsbau

In den darauf folgenden Jahren änderte sich das bis dahin noch ländliche Erscheinungsbild Frohnhausens rasant, denn aufgrund der Industrialisierung und vor allem der Kruppschen Fabriken benötigen Bergbau und Stahlindustrie viele Arbeitskräfte, für die zahlreiche Wohnsiedlungen gebaut wurden.
Die Einwohnerzahl Frohnhausens stieg in den Jahren 1895 bis 1910 von knapp 6.000 auf über 27.000 Einwohnern an, was eine enorme Wohnungsnot mit sich brachte.
Anfang des 20. Jahrhunderts kam es daher zu einem "Bau-Boom". Dieser führte allerdings zu einem Überbestand an Wohnraum mit der Folge von Überschuldungen und Zwangsversteigerungen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Frohnhausen dann etwa zur Hälfte zerstört. Der Wiederaufbau ging nur schleppend voran und dauerte bis in die 60er-Jahre.

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