Kondolenz zum Tode von
Oberbürgermeister a.D. Dr. Wolfgang Reiniger

Mit Dr. Wolfgang Reiniger ist am 18. November im Alter von 81 Jahren eine Persönlichkeit von uns gegangen, die das politische Leben der Stadt Essen über viele Jahre bereichert hat. Mit großer Betroffenheit haben Rat und Stadtverwaltung die Nachricht von seinem Tode aufgenommen.

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Christoph Tesche

"Mit tiefem Bedauern habe ich vom Tod von Dr. Wolfgang Reiniger, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Essen und langjähriger Wegbegleiter der Stiftung Zollverein, erfahren. Auch wenn ich Dr. Reiniger persönlich nicht begegnen durfte, gebührt ihm großer Dank und hohe Anerkennung. Während seiner Amtszeit als Oberbürgermeister von 1999 bis 2009 setzte er entscheidende Impulse für die Entwicklung Zollvereins und prägte in besonderem Maße den Weg der Stiftung. In diesen Zeitraum fiel auch die Ernennung als UNESCO-Welterbe Zollverein im Jahr 2001. Als stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates brachte Dr. Reiniger nicht nur politisches Gewicht, sondern auch große Überzeugungskraft und Weitblick ein. Sein Engagement hat Strukturen geschaffen, von denen wir bis heute profitieren.

Im Namen der Stiftung Zollverein spreche ich der Familie von Dr. Reiniger und allen Angehörigen unser aufrichtiges Mitgefühl aus. Wir trauern um eine Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise um Zollverein und die Stadt Essen verdient gemacht hat und deren Wirken weit über ihre Amtszeit hinaus nachwirkt."

Christoph Tesche
Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein

Dirk Thomas

"Ich wünsche Herrn Dr. Reiniger eine gute Reise. Ich habe ihn in guter Erinnerung."

Suzy Anar Zümbül

"Ich wünsche der Familie mein herzliches Beileid und bedaure sehr, dass ein sehr netter, freundlicher, höflicher und zuvorkommender Mensch wie Dr. Reiniger von uns gegangen ist. Ich hatte ihn und seine Begleitung vor Philharmonie-Konzertbesuchen gerne zu Gast. Er war immer einer der Gäste gewesen, die die Arbeit angenehm machten.

Ruhe in Frieden. Die Sterne sollen den Weg erleuchten und ihn begleiten."

Petra Kox

"Mit großer Betroffenheit habe ich vom Tod von Dr. Wolfgang Reiniger erfahren und möchte hier mein herzliches Beileid aussprechen.

Ich erinnere mich noch sehr gut an ihn, da ich Herrn Dr. Reiniger als ersten Oberbürgermeister, in meiner damaligen Funktion bei RWE kennenlernen durfte. Besonders dankbar bin ich für seine Anregung, unsere damalige Ausstellung zur Historie von Hugo Stinnes, dem Gründer von RWE, im Rathausfoyer zu zeigen. Das war ihm damals eine Herzenssache.

Herr Dr. Reiniger hat mit großem persönlichem Einsatz unsere Stadt geprägt. Sein Wirken wird in den Herzen der Essenerinnen und Essenern bleiben.

Ich wünsche viel Kraft in dieser schweren Zeit."

Ute Henning

"Herr Dr. Reiniger war in meinen zurückliegenden 43 Dienstjahren der zugänglichste und fairste Oberbürgermeister - und damit oberste Dienstherr -, der diese Stadt angeführt hat. Er war frei von jeder Arroganz und Selbstdarstellung. Aber vor allem war er immer klug und humorvoll. Seine sehr angenehme und zugewandte Art bleibt genauso in Erinnerung wie seine umsichtige Personalauswahl und Amtsführung. Er wird sehr vermisst."

Pascal Hesse

"Der Moment der Stichwahl am 10.10.2004 steht unverändert vor Augen. Im Ratstrakt, im Büro des Oberbürgermeisters, ein spürbar angespannter Dr. Reiniger, der nicht wusste, ob er das Amt erneut würde führen können. Das Rennen war eng, jede Zahl zählte. Als sein Sieg mit 54,9 % schließlich feststand, fiel sichtbar eine Last von ihm. Die Erleichterung war real, die Entschlossenheit noch größer. Für ihn begann in diesem Moment nicht das Verwalten, sondern das Weitergestalten."

Roger Weil

"Als ich 1999 erstmals zu Besuch in Essen war, sah ich in der Stadt zahlreiche Wahlplakate mit dem Slogan "Für eine saubere Innenstadt - Dr. Wolfgang Reiniger". Da war der selbstironische Humor zu sehen, der Wolfgang Reiniger auszeichnete. Klar, dass er mit diesen Plakaten die seinerzeitige erste Direktwahl zum Essener Oberbürgermeister haushoch gewann. Dafür gehört ihm mein Respekt. Der Humor von Wolfgang Reiniger fehlt seit 2009 an der Essener Stadtspitze. Meine Anteilnahme gilt seinen Angehörigen, ihnen wünsche ich ganz viel Kraft."

Janine Janus

"Mit tiefem Bedauern habe ich vom Tod unseres ehemaligen Oberbürgermeisters a.D. Dr. Wolfgang Reiniger erfahren.
Sein jahrzehntelanges Engagement für unsere Stadt, seine klare Haltung und sein Einsatz für das Wohl der Essenerinnen und Essener haben Essen nachhaltig geprägt.

Ich danke ihm von Herzen für seine Arbeit und dafür, dass er sich mit so viel Verantwortungsbewusstsein und Leidenschaft für unsere Stadt eingesetzt hat.

Den Angehörigen, Freunden und allen, die ihm nahestanden, spreche ich mein tief empfundenes Mitgefühl aus. Möge der Gedanke daran, wie viel Gutes er für Essen bewirkt hat, Trost spenden.

In stillem Gedenken."

Oberbürgermeister Thomas Kufen

"Mit großer Betroffenheit habe ich vom Tod von Dr. Wolfgang Reiniger erfahren, einem Mann, der unsere Stadt über ein Jahrzehnt hindurch geprägt hat. Als Essener Oberbürgermeister von 1999 bis 2009 hat er sich mit unermüdlichem Einsatz, klugem Urteil und echter Herzensverbundenheit für das Wohl unserer Bürgerinnen und Bürger engagiert. Sein Verlust ist nicht nur ein schmerzlicher Einschnitt für seine Familie, sondern auch für die CDU und die Stadt Essen.

Dr. Reiniger war Jurist, Kommunalpolitiker und leidenschaftlicher Läufer – doch vor allem war er ein Brückenbauer. In seiner langen politischen Laufbahn hat er stets Brücken gebaut: zwischen den Menschen, zwischen politischen Lagern und zwischen der Stadtverwaltung und ihren Bürgerinnen und Bürgern. Er verstand es, Politik mit Menschlichkeit zu verbinden. Sein jahrzehntelanges Engagement im Stadtrat, seine Führung als Oberbürgermeister und sein Einsatz für Kultur, Wissenschaft und den gesellschaftlichen Zusammenhalt haben unsere Stadt nachhaltig verändert.

Unter seiner Leitung ist Essen kulturell, strukturell und bürgerlich gewachsen. Er hatte eine klare Vision für die Stadt: Er sah nicht nur den Status quo, sondern das Potenzial, das Essen in sich trägt, und arbeitete beständig daran, diese Potenziale zu heben. Gerade in schwierigen Zeiten war er ein Fels in der Brandung. Auch sein persönlicher Stil war von Zurückhaltung und Integrität geprägt – nicht laut, aber wirkungsvoll, nicht selbstdarstellend, sondern dienend.

Als CDU-Politiker war er für mich ein Vorbild und eine Inspiration. Ich habe viel von ihm gelernt: Wie man politische Verantwortung übernimmt, wie man schwierige Entscheidungen trifft, aber auch, wie man mit den Menschen, die man vertritt, im Gespräch bleibt – mit Respekt, Offenheit und Empathie. In vielen Momenten meines eigenen Wirkens spüre ich noch heute seinen Einfluss.

Auch über seine Amtszeit hinaus blieb Dr. Reiniger der Stadt verbunden. Sein Interesse an Bildung und bürgerschaftlichem Engagement zeigte, dass für ihn Politik eben nicht mit dem Amt endet. Sein Engagement war von echter Substanz, nicht von Kurzlebigkeit.

Meine Gedanken sind bei seiner Familie, bei seinen Freundinnen und Freunden, bei Weggefährten aus der Politik und vor allem bei allen Essenerinnen und Essenern, die ihn geschätzt haben. Wir verlieren mit Dr. Wolfgang Reiniger eine prägende Persönlichkeit – und wir werden sein Andenken in Ehren halten. Möge er in Frieden ruhen."

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