Bildungsangebote für Multiplikator*innen

Direkte und indirekte Prävention im schulischen Kontext

Ein Doppelangebot von SABRA und der Alten Synagoge Essen für Multiplikator*innen

nächste Termine (beide Teile finden an einem Termin statt):
3.09.2025, 13-17 Uhr, in der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf mit Synagogenführung, Anmeldungen mit Namen und Adresse an j.ufert@jgdus.de
17.09.2025, 14-18 Uhr, in der Alten Synagoge Essen mit Synagogenführung, Anmeldungen mit Namen und Adresse an info@alte-synagoge.essen.de

Teil I: SABRA – Kompetent und konsequent gegen Antisemitismus im schulischen Kontext, Referent: Jürko Ufert (SABRA)

Antisemitismus ist ein Problem, dem sich die Schulen als Spiegel der Gesamtgesellschaft stellen müssen. Jüdischer Schülerinnen und Schüler erfahren Antisemitismus in der ganzen Bandbreite seiner Erscheinungsformen. Die Institution Schule ist als Bildungs- und Erziehungseinrichtung verpflichtet, Antisemitismus zu bekämpfen. Antisemitismus ist keine bloße Meinung, sondern ein Angriff auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Diese zu schützen ist Aufgabe aller, vor allem aber der Lehrkräfte.

In diesem Workshop wird die Tätigkeit der Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus (SABRA) im Schulbereich vorgestellt. Deshalb steht die Frage "Was tun bei antisemitischen Vorfällen im schulischen Kontext?" im Mittelpunkt.

Bei der Beantwortung wird zunächst ein Blick auf Antisemitismus speziell im Schulbereich geworfen, bevor es um die schulrechtlichen Rahmenbedingungen in NRW geht. Es folgt die für SABRA besonders wichtige Auseinandersetzung mit den jüdischen Perspektiven auf Antisemitismus. An diese vorwiegend theoretische Analyse schließt die Vorstellung hauptsächlich an der Praxis orientierter, konkreter Handlungsempfehlungen für Schulleitungen und Lehrkräfte bei antisemitischen Vorfällen an. Der praktische Teil mündet schließlich in eine kritische Reflexion anhand von Fallbeispielen aus dem SABRA-Beratungsalltag und mithilfe der SABRA-Matrix zur gesamtsystemischen Arbeit von Schule gegen Antisemitismus.

Teil II: Indirekte Prävention: Wie vermittelt man lebendige jüdische Tradition in der Schule?, Referent: Dr. Anton Hieke (Alte Synagoge Essen)

Das Judentum wird oft nur unter der Erfahrung der Verfolgung und des Leids wahrgenommen. Es ist viel mehr als das, auch wenn Schüler*innen die jüdische Tradition meist nur so, vor allem über die Shoa, wahrnehmen. Sie ist vielmehr ein wichtiges Element unserer Identität. Dieser Teil widmet sich folgenden Fragen: Wie bringe ich Schüler*innen im Alltag die Elemente der lebendigen jüdischen Tradition näher? Wie kann der Inhalt einer solch reichhaltigen, aber oft übersehenen Tradition aufbereitet, um Unterrichtsinhalte im Kontext anzubieten? Hierin liegt einer der Schlüssel der indirekten Präventionsarbeit über Inhalte zu jüdischem Leben und lebendiger Tradition in Theorie und Praxis.

Die Alte Synagoge Essen, Haus jüdischer Kultur, ist als Kulturzentrum ein Ort der Erinnerung, Bildung, Forschung und historischer sowie heutiger Bestandteil der Gesellschaft. Sie ist eine der wichtigsten Bildungsstätten zu den Judentümern im Ruhrgebiet.

Dr. Anton Hieke ist als Judaist und Historiker im pädagogischen Team der Alten Synagoge für die mobile Bildung zuständig.

Das Fortbildungsformat "Direkte und Indirekte Prävention im schulischen Kontext"
• ist ein fortlaufendes Angebot
• richtet sich an Lehramtsstudierende, Lehrende und Multiplikatorinnen*Multiplikatoren in NRW
• dauert vier Stunden
• wird in Präsenz angeboten, gegebenenfalls aber auch online
• sollte mindestens acht Wochen vorher gebucht werden
• ist kostenlos
• kann über beide Ansprechpartner gebucht werden

Ansprechpersonen

SABRA
Jürko Ufert, Referent für antisemitismuskritische Bildungsarbeit im Schulwesen

Tel.: 0211 46912614
j.ufert@jgdus.de

Alte Synagoge Essen
Dr. Anton Hieke, Entwicklung wissenschaftlicher Projekte, Bildungsarbeit

Tel.: 0201 88-45226
anton.hieke@alte-synagoge.essen.de
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