Baumaßnahme Alte Hauptstraße

Bau eines Kreisverkehrs in Burgaltendorf

Der Knotenpunkt Alte Hauptstraße / Laurastraße / Deipenbecktal / Mölleneystraße ist durch die Konstellation der zueinander versetzt angeordneten Knotenpunktarme unübersichtlich und führt zu verkehrlichen Problemen. Nach Ansiedlung des Aldi-Marktes hat sich die Situation aufgrund des gestiegenen Verkehrsaufkommens zugespitzt.

Die Stadt Essen möchte die Situation für alle Verkehrsteilnehmer verbessern und zukünftig die Gefahren vor allem für querende Fußgänger verringern. Diese mussten bislang die Laurastraße und das Deipenbecktal ungesichert überqueren. Auch die Querung in der Alten Hauptstraße in Höhe des Aldi-Marktes, welche bislang häufig abseits der Signalanlage beobachtet wurde, wird zukünftig mit Hilfe einer Mittelinsel sicherer gestaltet.

Der zukünftige Kreisverkehrsplatz mit einem Durchmesser von 26 m wird die angespannte Verkehrssituation entspannen. Die schlechten Sichtbeziehungen entfallen und die Fußgänger werden mit Hilfe eines Zebrastreifens sicher über jeden Knotenpunktarm geführt.

Für die aufwändige Gestaltung der Mittelinsel konnte die Stadt Essen einen Sponsor in der GENO Bank finden. So wird zukünftig das Wahrzeichen des Stadtteils in Form einer Skulptur den Kreisverkehr schmücken. Die alte Bruchsteinmauer aus dem ehemaligen Kurvenbereich wird dabei teilweise für die Pflasterfläche unterhalb der Skulptur wiederverwendet.

Um die Maßnahme realisieren zu können musste zunächst die städtische Immobilie Alte Hauptstraße 110 abgerissen werden. Diese Arbeiten wurden vom 07.01. bis 18.02.2020 von der Firma Bergfort durchgeführt und kosteten rund 65.000 Euro.

Vorbereitungen:
Die Voruntersuchungen des Untergrunds haben gezeigt, dass der Zustand der Straßen Alte Hauptstraße, Deipenbecktal und Mölleneystraße äußerst schlecht waren. Vor allem in der Mölleneystraße kam es immer wieder zu Tagesbrüchen aufgrund von Hohlräumen unter der Straßenoberfläche. Im Rahmen des Neubaus des Kreisverkehrs wird die Straße von Grund auf neu hergestellt. Trotzdem löst die Maßnahme keine Beitragspflicht nach § 8 KAG aus.

Die Gespräche mit den Versorgungsunternehmen, wie Telekom, Westnetz und Versatel haben ergeben, dass die neue Verkehrsführung ein Umlegen der vorhandenen Leitungen erfordert. Dies soll teilweise genutzt werden, um die Anlagen auf den neusten Stand der Technik zu bringen.

Die Gespräche mit den Stadtwerken Essen haben ergeben, dass in diesem Bereich ebenfalls umfangreiche Arbeiten am Versorgungsnetz (Gas/Wasser) sowie Kanalerneuerungsarbeiten notwendig sind. Ursprünglich waren diese aber erst für ca. 2023 geplant, wurden dann aber aufgrund der Dringlichkeit der Straßenbaumaßnahme vorgezogen. Die notwendigen Vorarbeiten, welche zur Umsetzung des Kanalbaus erforderlich waren, wurden in der Zeit von April 2019 bis November 2019 ausgeführt.

Baubeginn:
Der Auftrag in Höhe von rund 3,35 Millionen Euro wurden an die Firma Strabag vergeben. Dabei entfallen ca. 1,68 Millionen Euro auf den Straßenbau, 1,56 Millionen Euro auf den Kanalbau und die übrigen Kosten fallen für Leistungen der Versorger sowie der GENO Bank an und werden von diesen auch getragen.

Es ist eine Gesamtbauzeit von 2 Jahren veranschlagt.

Im März 2020 wurde mit dem Auffüllen im Bereich des Worringparks begonnen. In diesem Bereich fanden auch die größten Leitungsumlegungsarbeiten statt. Die Corona-Pandemie stellte die ausführenden Firmen vor große Herausforderungen, sodass es länger gedauert hat als geplant. Die Verzögerung konnte allerdings in den folgenden Bauabschnitten wieder minimiert werden, sodass der Fertigstellungstermin, Februar 2022, bislang nicht gefährdet ist.

Die Gesamtmaßnahme ist aufgrund Ihrer Komplexität und der fehlenden Umfahrungsmöglichkeiten in siebzehn Bauabschnitte unterteilt. Diese teilen sich in zehn Straßenbauabschnitte und sieben Kanalbauabschnitte auf. Die Leitungsverlegung der einzelnen Versorger und die Vorarbeiten für die Skulptur sind dabei im Straßenbau angesiedelt.

Die einzelnen geplanten Bauphasen und den ungefähren zeitlichen Ablauf können Sie der Präsentation als Anlage zu diesem Bericht entnehmen.

Stand der Arbeiten (April 2021):
Bislang konnten drei Bauabschnitte des Straßenbaus sowie zwei Bauabschnitte des Kanalbaus fertiggestellt werden. Im Straßenbau konnte der östliche Bereich der Mölleneystraße sowie der nordöstliche Teil des Kreisverkehres fertiggestellt werden. Der Kanalbau hat die Leitungsarbeiten im Worringpark sowie größtenteils in der Mölleneystraße fertiggestellt. Im aktuellen Bauabschnitt werden in der Mölleneystraße die Häuser Nr. 1 – 7 an das neue Kanalnetz angeschlossen. Das größte Schachtbauwerk, in dem das gesamte Abwasser der vier Straßen zusammenläuft, ist ebenfalls fertiggestellt.

Die nächsten Bauabschnitte sehen vor den Kanal im Einmündungsbereich des Deipenbecktal sowie in der Laurastraße zu erneuern. Im Anschluss daran kann der Straßenbau abschnittsweise die Oberfläche erneuern und an die zukünftige Höhenlage anpassen. Dabei wird zunächst der Kreisverkehr in vollem Umfang hergestellt und im Anschluss die Mölleneystraße und die Alte Hauptstraße an die neue Verkehrsführung angepasst. Zum Abschluss wird die Skulptur in der Mitte des Kreisverkehrs aufgestellt. Dies ist für Februar 2022 geplant.

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