Der Knotenpunkt Alte Hauptstraße / Laurastraße / Deipenbecktal / Mölleneystraße war durch die Konstellation der zueinander versetzt angeordneten Knotenpunktarme unübersichtlich und führte zu verkehrlichen Problemen. Nach Ansiedlung des Aldi-Marktes hatte sich die Situation aufgrund des gestiegenen Verkehrsaufkommens zugespitzt.
Die Stadt Essen hat die Situation für alle Verkehrsteilnehmer verbessert und die Gefahren vor allem für querende Fußgänger verringert. Diese mussten bislang die Laurastraße und das Deipenbecktal ungesichert überqueren. Auch die Querung in der Alten Hauptstraße in Höhe des Aldi-Marktes, welche bislang häufig abseits der Signalanlage beobachtet wurde, wurde mit Hilfe einer Mittelinsel sicherer gestaltet.
Der Kreisverkehrsplatz mit einem Durchmesser von 26 m hat die Verkehrssituation entspannt. Die schlechten Sichtbeziehungen sind entfallen und die Fußgänger werden mit Hilfe eines Zebrastreifens sicher über jeden Knotenpunktarm geführt.
Für die aufwändige Gestaltung der Mittelinsel konnte die Stadt Essen einen Sponsor in der GENO Bank finden. Das Wahrzeichen des Stadtteils - die Burgruine - schmückt nun in Form einer Skulptur den Kreisverkehr. Die alte Bruchsteinmauer aus dem ehemaligen Kurvenbereich wurde dabei teilweise für die Pflasterfläche unterhalb der Skulptur wiederverwendet.
Um die Maßnahme realisieren zu können, musste zunächst die städtische Immobilie Alte Hauptstraße 110 abgerissen werden. Diese Arbeiten wurden von der Firma Bergfort durchgeführt und kosteten rund 65.000 Euro.
Vorbereitungen:
Die Voruntersuchungen des Untergrunds hatten gezeigt, dass der Zustand der Straßen Alte Hauptstraße, Deipenbecktal und Mölleneystraße äußerst schlecht war. Vor allem in der Mölleneystraße kam es immer wieder zu Tagesbrüchen aufgrund von Hohlräumen unter der Straßenoberfläche. Im Rahmen des Neubaus des Kreisverkehrs wurde die Straße von Grund auf neu hergestellt. Trotzdem löste die Maßnahme keine Beitragspflicht nach § 8 KAG aus.
Die Gespräche mit den Versorgungsunternehmen, wie Telekom, Westnetz und Versatel hatten ergeben, dass die neue Verkehrsführung ein Umlegen der vorhandenen Leitungen erforderte. Hierbei wurden die Anlagen teilweise auf den neusten Stand der Technik gebracht.
Die Gespräche mit den Stadtwerken Essen hatten ergeben, dass in diesem Bereich ebenfalls umfangreiche Arbeiten am Versorgungsnetz (Gas/Wasser) sowie Kanalerneuerungsarbeiten notwendig waren. Ursprünglich waren diese erst für ca. 2023 geplant, wurden dann aber aufgrund der Dringlichkeit der Straßenbaumaßnahme vorgezogen. Die notwendigen Vorarbeiten, welche zur Umsetzung des Kanalbaus erforderlich waren, wurden in der Zeit von April 2019 bis November 2019 ausgeführt.
Baubeginn:
Der Auftrag in Höhe von rund 3,35 Millionen Euro wurde an die Firma Strabag vergeben. Dabei entfielen ca. 1,68 Millionen Euro auf den Straßenbau, 1,56 Millionen Euro auf den Kanalbau und die übrigen Kosten fielen für Leistungen der Versorger sowie der GENO Bank an und wurden von diesen auch getragen.
Es war eine Gesamtbauzeit von 2 Jahren veranschlagt.
Im März 2020 wurde mit dem Auffüllen im Bereich des Worringparks begonnen. In diesem Bereich fanden auch die größten Leitungsumlegungsarbeiten statt. Die Corona-Pandemie stellte die ausführenden Firmen vor große Herausforderungen, so dass es länger gedauert hat als geplant. Die Verzögerung konnte allerdings in den folgenden Bauabschnitten wieder minimiert werden, sodass der Fertigstellungstermin, Februar 2022 zunächst nicht gefährdet war.
Die Gesamtmaßnahme war aufgrund Ihrer Komplexität und der fehlenden Umfahrungsmöglichkeiten in siebzehn Bauabschnitte unterteilt. Diese teilten sich in zehn Straßenbauabschnitte und sieben Kanalbauabschnitte auf. Die Leitungsverlegung der einzelnen Versorger und die Vorarbeiten für die Skulptur wurden dabei im Straßenbau angesiedelt.
Stand der Arbeiten (April 2021):
Bis April 2021 konnten drei Bauabschnitte des Straßenbaus sowie zwei Bauabschnitte des Kanalbaus fertiggestellt werden. Im Straßenbau konnte der östliche Bereich der Mölleneystraße sowie der nordöstliche Teil des Kreisverkehres fertiggestellt werden. Der Kanalbau hat die Leitungsarbeiten im Worringpark sowie größtenteils in der Mölleneystraße fertiggestellt. Im nächsten Bauabschnitt wurden in der Mölleneystraße die Häuser Nr. 1 – 7 an das neue Kanalnetz angeschlossen. Das größte Schachtbauwerk, in dem das gesamte Abwasser der vier Straßen zusammenläuft, wurde ebenfalls fertiggestellt.
Die nächsten Bauabschnitte sahen vor den Kanal im Einmündungsbereich des Deipenbecktal sowie in der Laurastraße zu erneuern. Im Anschluss daran konnte der Straßenbau abschnittsweise die Oberfläche erneuern und an die zukünftige Höhenlage anpassen. Dabei wurde zunächst der Kreisverkehr in vollem Umfang hergestellt und im Anschluss die Mölleneystraße und die Alte Hauptstraße an die neue Verkehrsführung angepasst. Zum Abschluss wurde das Aufstellen der Skulptur in der Mitte des Kreisverkehrs für Februar 2022 geplant.
Stand der Arbeiten (Februar 2022):
Mit einer Fertigstellung der Baumaßnahme Alte Hauptstraße – Kreisverkehr in Burgaltendorf war erst im September 2022 zu rechnen. Aufgrund von unvorhersehbaren Verzögerungen bei der Verlegung von Versorgungsleitungen und beim Kanalbau konnte mit den Straßenbauarbeiten erst verspätet begonnen werden. Zudem führten Corona-bedingt gestörte Lieferketten bei den ausführenden Firmen zu Behinderungen.
Im Zuge der Baumaßnahme wurde der nächste Bauabschnitt eingerichtet. Die Arbeiten in diesem Bereich dauerten zirka vier Wochen. Bei der Ausführung kam es zu einer Vollsperrung einem dem Kreisverkehr anliegenden Teilstücks der Straße Deipenbecktal sowie an einem Segment des Kreisverkehrs.
Der Verkehr wurde für die Dauer der Arbeiten durch eine mobile Lichtsignalanlage geregelt. Im diesem Bauabschnitt erfolgte eine finale Herstellung der Randeinfassungen, der Gehwege und der Fahrbahn. Zudem wurde der Innenkreis für die Skulptur vorbereitet.
Stand der Arbeiten (März 2022)
Im nächsten Bauabschnitt wurden Gehweg und Fahrbahn erneuert. Zudem entstanden sechs neue Parkplätze. Die Arbeiten in diesem Teilabschnitt dauerten circa sechs Wochen. Der rollende Verkehr wurde mittels einer mobilen Lichtsignalanlage geschleust. Fußgänger erhielten eine gesicherte Querungsmöglichkeit.
Stand der Arbeiten (Mai 2022)
An der Mölleneystraße 3 bis 7 fanden westlich des Kreisverkehrs finale Asphaltarbeiten statt. Es wurden im östlichen Bereich der Mölleneystraße 6 bis 10 Korrekturen am Gehweg vorgenommen. In diesem Zusammenhang wurden gesicherte Fußgängerquerungen mittels mobiler Lichtsignalanlagen an den Straßen Mölleneystraße / Deipenbecktal / Laurastraße eingerichtet.
Ebenfalls wurden die Kreisverkehrsbeziehung in Verlängerung der Mittelinsel Mölleneystraße unterbrochen. Hierdurch konnten aus Gründen der Verkehrssicherheit für ca. 1 Woche nicht alle Abbiegebeziehungen aufrechterhalten werden. Von Norden aus Richtung Mölleneystraße und aus Richtung Deipenbecktal kommend gab es keine Einschränkungen. Aus Richtung Laurastraße konnte nur in Fahrtrichtung Alte Hauptstraße und Mölleneystraße abgebogen werden, nicht aber in Richtung Deipenbecktal. Von der Alten Hauptstraße aus konnte nur noch in die Mölleneystraße eingebogen werden.
Ab der 20. Kalenderwoche begann der neue Bauabschnitt "Alte Hauptstraße Süd" von der Bushaltestelle Brauksiepe bis Haus Nr. 103. Es erfolgte der Vollausbau der Fahrbahn und des Gehwegs. Hierfür wurden wechselweise eine Fahrtrichtung mittels Baustellenampel geregelt. Für die Fußgänger standen gesicherte Querungshilfen bereit. Die Aldi-Zufahrt wurde für die gesamte Zeit aufrechterhalten. Die Maßnahme dauerte 2 Monate.
Stand der Arbeiten (Juli 2022)
Der Bauabschnitt Alte Hauptstraße von Haltestelle Brauksiepe bis Haus Nr. 103 wurde fertiggestellt.
Es erfolgte ein Umbau der Verkehrssicherung für den nächsten Bauabschnitt Alte Hauptstraße Haus Nr. 94 bis 104 A. In diesem Abschnitt wurde die Fahrbahn verbreitert und der Gehweg erneuert.