Tierarzneimittelüberwachung

Die Überprüfung der Anwendung von Tierarzneimitteln im Bereich der Nutztierhaltung von lebensmittelliefernden Tieren dient vornehmlich dem Verbraucherschutz. Zwar ist der Einsatz von Arzneimitteln zur Gesunderhaltung der Tierbestände oder aus Tierschutzgründen erforderlich, aber Rückstände in Lebensmitteln tierischer Herkunft können zu einem Gesundheitsrisiko für den Verbraucher werden. Um Missbrauch vorzubeugen und aufzuspüren, prüfen wir die Einhaltung der arzneimittelrechtlichen Vorschriften.

Wir überprüfen Hausapotheken bei
• Tierärzten,
• Tierheilpraktikern,
• Landwirten

Nachweis- und Meldepflichten

Für alle Beteiligten gelten inzwischen umfangreiche Nachweispflichten über Erwerb, Abgabe und Anwendung von Tierarzneimitteln. So müssen beispielsweise Tierhalter jede Anwendung eines apothekenpflichtigen Arzneimittels (z.B. Antibiotika) bei Tieren, die der Lebensmittelgewinnung dienen, in einem Bestandsbuch dokumentieren.

Seit dem 1. Juli 2014 sind Halter von Rindern, Schweinen, Hühnern und Puten zu Mastzwecken nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) darüber hinaus verpflichtet, in der „Zentralen Datenbank im Rahmen des Herkunftssicherungs- und Informationssystems für Tiere“ (HI-Tierdatenbank) Angaben zu den von ihnen gehaltenen Tieren zu machen.

Weitere Informationen dazu finden Sie in dem Infoblatt Meldepflichten nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) im nebenstehenden Formularbereich.

Einhaltung von Wartezeiten

Es wird insbesondere die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Wartezeiten zwischen der Anwendung eines Arzneimittels und der Verwertung des Tieres oder seiner Erzeugnisse als Lebensmittel überprüft.

Untersucht werden die lebenden Tiere, Tierkörper und Organe nach der Schlachtung und auch die Produkte bei Verdacht und stichprobenweise nach einem nationalen Rückstandskontrollplan.

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