Kinder schauen auf ein Pflanzgefäß

Kinder präsentieren Kartoffeln Die Kinder der Kita Krablerstraße freuen sich über ihre Kartoffelernte. Foto: Peter Herzogenrath

Kinderparlament beschließt Anbau von Kartoffel-Chips

Städtische Kita Krablerstraße hat geerntet

06.07.2017

Alles begann im Kinderparlament der Kita Krabler Straße: "Wir wollen Chips für unsere Karnevalsfeier", lautete der einstimmige Beschluss der Kinder. "Dafür habe ich kein Geld", hatte Kita-Leiterin Ute Schütten-Busch geantwortet. "Dann machen wir die eben selbst", waren sich die Kinder sofort einig. Wie aber macht man Kartoffel-Chips? Ohne Kartoffeln geht schon mal nichts. Also bauten die Kinder unter Anleitung durch die Kita-Leiterin die Kartoffeln selber an: Erde in alte Einkaufstaschen, keimende Kartoffeln dazu – warten und gießen. Dabei erfuhren die Kinder vieles rund um die Kartoffel und ihren Anbau, beispielsweise, dass grüne Kartoffeln und die Blüten giftig sind und nicht gegessen werden dürfen. "Dann müssen wir die Tüten hochhängen, damit die Kleinen nicht drankommen", hatten die Kinder sofort erkannt.

Für die Karnevalsfeier hat es zwar nicht mehr gereicht – aber das Staunen der Kinder über das heranwachsende Gemüse hat die Monate überdauert. Jetzt wurde die Ernte eingefahren, die "weitaus üppiger ausfiel, als gedacht", zieht Schütten-Busch Bilanz. Die Kita-Leiterin freut an dem Projekt besonders, dass die Kinder über die Monate an dem Thema dran geblieben sind. "Es war nicht nur für alle Kinder ein spannendes Ereignis, sondern auch für unsere Eltern", freut sich Schütten-Busch. Der Lerneffekt für die Kinder war äußerst vielfältig, findet die Pädagogin. Nicht nur dass die Gruppe eine demokratische Entscheidung getroffen hat und bei der Umsetzung besonderes Durchhaltevermögen bewies, auch das Verständnis um biologische Prozesse, die sprachlichen Herausforderungen, die die Kinder bewältigen mussten, um das Projekt in der Kita bekannt zu machen und nicht zuletzt die Freude und der Stolz über das Gelingen haben die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder gefördert, ist Ute Schütten-Busch überzeugt. Durch das Projekt ergaben sich zahlreiche Sprachanlässe – für eine Sprachkita, wie die von Ute Schütten-Busch, ein wichtiges Medium für die Sprachbildung der Kita-Kinder.

Das Kinderparlament hat in der Kita eine langjährige Tradition. Einmal wöchentlich treffen sich jeweils zwei Vertreter aus jeder Gruppe mit der Kita-Leiterin, um die Themen zu besprechen, die für die Kinder wichtig sind: Fragen rund um Ausflüge und Spiele sowie die Gestaltung von Festen. Dabei lernen die Kinder, Argumente vorzutragen, Kompromisse zu schließen und das Miteinander zu gestalten.

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