Kinder und Jugendliche in Bewegung bringen: In Altendorf gehen die Bolzplatz-Paten in die zweite Runde. Kinder und Jugendliche in Bewegung bringen: In Altendorf gehen die Bolzplatz-Paten in die zweite Runde. Foto: Müller/EC

Kann‘s auch mit dem Fuß: RWE-Kultkeeper Frank Kurth (re.) gab den Kick-Off im Krupp-Park. Kann‘s auch mit dem Fuß: RWE-Kultkeeper Frank Kurth (re.) gab den Kick-Off im Krupp-Park. Foto: Müller/EC

Spannende Spiele: Auszubildende der benachbarten Thyssenkrupp AG nahmen ebenfalls am Turnier teil. Spannende Spiele: Auszubildende der benachbarten Thyssenkrupp AG nahmen ebenfalls am Turnier teil. Foto: Müller/EC

Bolzplatz-Paten: Kurth gibt Kick-Off im Krupp-Park

13.07.2017

Im Rahmen des Projekts "Bolzplatz-Paten" hauchen Grüne Hauptstadt Europas 2017, Jugendhilfe Essen, Essener Chancen und Rot-Weiss Essen gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen ausgesuchten Anlagen im Stadtgebiet wieder neues Leben ein. Unterstützt werden die Bolzplatz-Paten von "1000 Herzen für Essen", einer Sozialinitiative des Contilia Herz- und Gefäßzentrums. Im Altendorfer Krupp-Park wurde am Mittwoch, 12. Juli, die zweite Anlage eingeweiht. Prominenter Pate war der RWE-Kultkeeper Frank Kurth.

"Normalerweise schieße ich weiter", schmunzelt Bolzplatz-Pate Frank Kurth beim Kick-Off im Krupp-Park, "ich bin da Grobtmotoriker." Da stellt die rot-weisse Torwartlegende ihr Licht unter den Scheffel und lässt den Ball zum Gegenbeweis gleich elegant auf dem Fuß springen. Nach Essener-Chancen-Gründungsmitglied Otto Rehhagel ist Kurth der zweite Bolzplatz-Pate: "Als ich gefragt wurde, musste ich keine Sekunde überlegen. Kinder und Jugendliche haben kaum noch Freiräume in der Stadt, deshalb ist es wichtig, ihnen Plätze zu schaffen, an denen sie sich draußen bewegen können."

Nach der Aufwertung durch die Projektpartner trägt die Anlage im Krupp-Park nun das Gütesiegel der Bolzplatz-Paten. Zur Eröffnung haben Jugendhilfe und Jugendberufshilfe Essen erneut ein buntes Rahmenprogramm und ein Jugendturnier für acht Mannschaften organisiert. Die Spieler stammen größtenteils aus dem direkten Umfeld des Krupp-Parks, einige sind aus dem Check In Altendorf der JHE. Ziel ist Nachhaltigkeit, deshalb wird das mobile Team der Jugendhilfe in Konfliktsituationen schlichten, den Kontakt weiter halten: "Wir werden in der ersten Ferienwoche jeden Tag auf dem Bolzplatz sein und Angebote und Aktionen organisieren", berichtet David Zerkowski aus der Aufsuchenden Jugendarbeit der JHE. "Bei gutem Wetter gibt's hier massig Kinder und Jugendliche", kennt Streetworker Zerkowski seinen Bezirk genau und freut sich schon auf die kommende Woche.

"Perfektes Projekt"

Ebenfalls zu Gast im Krupp-Park sind Heribert Ardelmann und Reinhard Radmacher aus dem Aufsichtsrat von Rot-Weiss Essen: "Gelebter Sport vor Ort", lobt Essener-Chancen-Gründungsmitglied Radmacher. "Die Rückkehr zu diesen Spielstätten ist wichtig – wir haben in unserer Jugend auch auf Bolzplätzen gekickt." Während Ardelmann seine sportliche Heimat in Essen-Borbeck hat, war Radmacher Dauergast auf einem "Bolzer" im Essener Westen.

Besonderes Augenmerk auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen legt Dr. Oliver Bruder, Chefarzt des Contilia Herz- und Gefäßzentrums: "Jedes fünfte Kind ist übergewichtig und jedes vierte kann die einfachsten motorischen Aufgaben nicht erledigen." Um Kinder in Bewegung zu bringen, hat das Herz- und Gefäßzentrum die Initiative "1000 Herzen für Essen" ins Leben gerufen und unterstützt die Bolzplatz-Paten mit 10.000 Euro: "Wir möchten der Stadt Essen etwas zurückgeben. Dafür sind die Bolzplatz-Paten ein perfektes Projekt, weil es Soziales und Bewegung für die Kinder verbindet."

Gesundheitsvorsorge ist aber nicht nur für Dr. Bruder Herzenssache: "Die Grüne Hauptstadt hat viele Facetten", erklärt Ralph Kindel, Projektleiter der Grünen Hauptstadt 2017. "Mit den Bolzplatz-Paten möchten wir die Bewegung an der frischen Luft fördern. Wir freuen uns, dass die Aktion so gut angenommen wird."

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