Oberbürgermeister Thomas Kufen überreicht das Bundesverdienstkreuz an Prof. Dr. Wilfried Breyvogel. Oberbürgermeister Thomas Kufen überreicht das Bundesverdienstkreuz an Prof. Dr. Wilfried Breyvogel. Foto: Peter Prengel

Oberbürgermeister Thomas Kufen (rechts) mit Familie Breyvogel. Oberbürgermeister Thomas Kufen (rechts) mit Familie Breyvogel. Foto: Peter Prengel

Verdienstkreuz am Bande für Professor Dr. Wilfried Breyvogel

22.08.2017

Stellvertretend für den Bundespräsidenten überreichte Oberbürgermeister Thomas Kufen heute (22.8.) Professor Dr. Wilfried Breyvogel das Bundesverdienstkreuz am Bande. Geehrt wurde Professor Breyvogel für sein jahrelanges Engagement und seine auszeichnungswürdigen Verdienste vor allem im kulturellen Bereich.

Wilfired Breyvogels Engagement für die Essener Kutlturszene geht weit über das übliche Maß hinaus. Seine Aktivitäten waren davon geprägt, wichtige Orte der Architektur und Baukultur, der Erinnerung und der Begegnung zu erhalten und mit neuem Leben zu füllen.
Ein besonders nachhaltiger Erfolg ist dabei die Initiative für den Erhalt der Essener Philharmonie und der Lichtburg, des landesweit größten historischen Kinopalastes.

In den Jahren 2006 bis 2008 hat sich Wilfried Breyvogel gemeinsam mit Gleichgesinnten durch die Gründung des Vereins "Rettet das Filmstudio" erfolgreich dafür eingesetzt, das älteste Filmtheater des Ruhrgebiets, das "Filmstudio Glückauf" zu erhalten. Mithilfe des Vereins gelang es Breyvogel durch zahlreiche Aktionen unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Firmen und Politik, die notwendigen Spenden und Zuschüsse zu generieren, um die Finanzierungslücken für dei Sanierung des Filmstudios zu schließen. So konnte das 1924 eröffnete Filmstudio Glückauf, ein besonderes Juwel der heimischen Kulturlandschaft restauriert, bewahrt und als äußerst lebendiges Kinomuseum wiedereröffnet werden.

2012 wurde der Verein "Rettet das Filmstudio" nach dem erfolgreichen Abschluss des Projekts zum Verein "Filmkunst und Kinokultur Essen", für den Professor Breyvogel bis heute als beratendes Mitglied tätig ist und in dem er sein großes Engagement weiterführt. So initiierte er im Jahr 2015 mit dessen Unterstützung die Aufführung des Films "Shoah" in der Lichtburg. An diesem außergewöhnlichen Projekt nahmen 1.200 Menschen teil, darunter über 400 Schülerinnen und Schüler. Mit der Veranstaltung bezweckte Professor Breyvogel vor allem die Sensibilisierung der nachwachsenden Generation für das Thema der Judenverfolgung. Als Schirmherrn der in dieser Form einmaligen Darbietung konnte er Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert gewinnen.

Breyvogel ist außerdem seit langem im Vorstand des "Forum Kreuzeskirche e.V." aktiv, dessen Ziel es ist, Begegnung von Glaube, Wissenschaft und Kunst zu fördern und zu befruchten. Hier hat er über viele Jahre immer wieder dazu beigetragen, dass die Umnutzung und Renovierung der Kreuzeskirche für kulturelle Aktivitäten beharrlich weiterverfolgt worden ist.

Bevor Wilfried Breyvogel 2007 in den Ruhestand trat, war er Professor an der Universität Duisburg-Essen und leitete als Akademischer Direktor dort das Institut für Erziehungswissenschaft.

Seit 1984 gehört Professor Breyvogel dem Kulturbeirat der Stadt Essen an, dessen Vorsitz er von 1988 bis 1997 innehatte.

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