Sozialdezernent Peter Renzel begrüßt die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stabsstellen Integration der Stadt Essen. Sozialdezernent Peter Renzel (Mitte) begrüßt die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stabsstellen Integration Igor Wenzel, Sandra Sadowski, Lisa Kühlem, Meyke Kalms, Christian Uhl, Andrea Dietz und Philipp Schütte. Ebenfalls auf dem Bild zu sehen sind Carsten Bluhm, Leiter der Sozialen Dienste der Stadt Essen (3. v. l.) und Sozialdezernent Peter Renzel (Mitte).

Städtisches Integrationskonzept für Flüchtlinge startet

04.09.2017

Das städtische Integrationskonzept für Flüchtlinge geht nun an den Start. Am Mittwoch (30.8.) kamen die neu eingestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum ersten Mal im Rahmen einer Veranstaltung der Runden Tische zusammen.

Sieben Stabstellen für Quartiermanager wurden geschaffen, um die Integration in den Stadtbezirken zu organisieren und koordinieren. Dabei arbeiten sie mit den Trägern und den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege, den Kirchengemeinden, den Runden Tischen, den Migrantenselbstorganisationen und allen, die bei der Integration mitwirken, zusammen.

Zwei weitere zentrale Stellen werden im Amt für Soziales und Wohnen und im Fachbereich Schule eingesetzt. Diese sind Bindeglieder zwischen den jeweiligen Ämtern und den Bezirken. Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt, dem Kinder- und Familienbüro, dem Kommunale Integrationszentrum (KI) und dem Jobcenter bilden sie in den jeweiligen Bezirken Kompetenzteams, die für kurze Wege und effektives Handeln sorgen.

Unterstützt werden diese neun Stabsstellen von insgesamt 35 Fachleuten. Eingesetzt beim Caritasverband und dem Diakoniewerk Essen sind sie in den Stadtbezirken Ansprechpartner für Flüchtlinge und für ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger. Sie kennen sich in ihren Sozialräumen aus und informieren, beraten und betreuen vor Ort.

Die 35 Stellen bei den beiden Verbänden und die neun Stabsstellen sind nun beinahe vollständig besetzt, sodass die Umsetzung des Konzeptes jetzt starten kann.

Bereits fest eingeplant sind sogenannte Integrationskonferenzen in den jeweiligen Bezirken, die im Herbst starten sollen. Bei diesen Integrationskonferenzen kommen alle Stadtteil-Akteure zusammen, um sich über die nächsten Schritte abzustimmen. Zu den Terminen werden die städtischen Koordinatoren rechtzeitig einladen.

Zum Hintergrund:

Rund 20.000 Menschen sind inzwischen als Flüchtlinge nach Essen gekommen. Doch die eigentliche Integration läuft nicht automatisch. Sie braucht Zeit, Geld und vor allem ein systematisches Konzept. Dieses hat der Essener Rat im vergangenen Mai mehrheitlich beschlossen und die Stadtverwaltung mit der Erstellung eines Entwurfes betraut.

Für die systematische Integration der Flüchtlinge hat der Rat überplanmäßige Gelder in Höhe von rund 3.5 Millionen Euro sowie die Erhöhung des Personalkostenbudgets um 650.000 Euro beschlossen.

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