Während seiner Keynote: Heiner Monheim (Professor em. für Raumentwicklung, Universität Trier und Mitgesellschafter von raumkom – Institut für Raumentwicklung und Kommunikation).

Angeregte Diskussion in der Kreuzeskirche (v.l.n.r.): Heiner Monheim (Professor em. für Raumentwicklung, Universität Trier und Mitgesellschafter von raumkom – Institut für Raumentwicklung und Kommunikation), George van der Woude (Programm Manager Mobilität, Stadt Nijmegen), Michael Jahn (Leiter Kompetenzteam Smart Cities, PricewaterhouseCoopers), Wolfgang Weiß (Strategische Planung, Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH) und Moderator Sven Plöger.

Urbane Mobilität von morgen

Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 diskutierte in der Kreuzeskirche Strategien für eine nachhaltige Mobilität

08.09.2017

„Provinz oder Metropole? Städte am Scheideweg urbaner Mobilität“ – Das war das Thema der Diskussionsrunde, zu der die Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 gestern Abend geladen hatte. In der vierten Ausgabe der Veranstaltungsreihe in der Kreuzeskirche nahmen Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft Platz auf dem Podium und diskutierten vor rund 200 Gästen über die Mobilität der Zukunft. TV-Moderator und Meteorologe Sven Plöger führte durch den Abend. Die Keynote über Strategien und Bausteine einer nachhaltigen Verkehrspolitik hielt Heiner Monheim, Professor em. für Raumentwicklung, Universität Trier und Mitgesellschafter von raumkom – Institut für Raumentwicklung und Kommunikation.

„Das Ruhrgebiet hat sich ab den 1960er-Jahren von einer ehemaligen Pionierregion intelligenter Mobilität in eine Autoregion gewandelt. Heute zahlen wir einen hohen Preis für diese Fehlentwicklung“, machte Heiner Monheim in seiner Grundsatzrede deutlich. Er sprach aber auch von „ermutigenden Signalen“ für eine systematische Umkehr. Beispiele dafür seien der RRX, die Verknüpfung von Fahrradstraßen oder der Ausbau der BikeSharing-Systeme. Um eine systematische Kehrtwende zu erreichen, stünden sowohl Politik und Planung, aber auch Medien und Wirtschaft in der Pflicht, umzusteuern.

In der anschließenden Diskussion ging es vor allem darum, einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Neben Heiner Monheim waren Michael Jahn (Leiter Kompetenzteam Smart Cities, PricewaterhouseCoopers), Wolfgang Weiß (Strategische Planung, Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH) und George van der Woude (Programm Manager Mobilität, Stadt Nijmegen) auf das Podium geladen und gaben Einblicke, wie andere Städte mit den Herausforderungen urbaner Mobilität umgehen und wie zukunftsweisende Ansätze in anderen Regionen und Ländern gedacht und umgesetzt werden. Ein zentrales Thema war dabei die Bedeutung der Digitalisierung. „Digitalität verändert massiv die Mobilität“, sagte etwa Michael Jahn. Sie mache aus seiner Sicht Sharing erst möglich und damit zum wirklichen Geschäftsmodell. Auch die anderen Referenten waren sich über die Rolle der Digitalisierung weitgehend einig. Wichtig sei, dass die neuen digitalen Möglichkeiten die Angebote und Menschen zusammenführen. „Wir müssen aufeinander zu statt voneinander weg!“, fasste Poetry-Slammer Sebastian 23 den Abend dann wie nach jeder Diskussion in der Kreuzeskirche passend zusammen.

„Als Grüne Hauptstadt möchte die Stadt Essen künftig auch im Bereich der umweltfreundlichen Mobilität als Vorreiter auftreten. Die Diskussionsrunde ist eine geeignete Plattform, um frei und durchaus auch kontrovers zu diskutieren, welche Anforderungen urbane Mobilität in Zukunft an Metropolstädte wie Essen stellen wird und wie wir die nachhaltigen Mobilitätsformen in unserer Stadt weiter fördern können“, sagt Simone Raskob, Umwelt- und Baudezernentin der Stadt Essen und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017.

Um Entwicklungspotenziale und Ansätze zukünftiger Mobilität geht es auch in der Europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis zum 24. September, die in diesem Jahr erstmals auch in der Stadt Essen stattfindet. Im Mittelpunkt des Essener Programms stehen urbane Mobilität und alternative Verkehrskonzepte. Das detaillierte Programm finden Sie unter: www.essengreen.capital/mobilitaetswoche.

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