Bürgerforum bindet Essener Bevölkerung bei der Förderung des Wohnungsbaus ein

22.11.2017

In Essen fehlen bis 2030 rund 16.500 Wohnungen - das ergibt die Berechnung des "Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung" (InWIS). Werden alle Baulücken geschlossen, bestehende Wohnbauflächen vollständig genutzt und Bestandsgebäude nach Abbruch durch Neubauten ersetzt, bleibt noch immer ein Nachfrageüberhang von etwa 4.500 bis 8.000 Wohnungen bestehen. Mit der Frage, wo in Essen neuer Wohnraum entstehen kann, soll sich zukünftig unter anderem ein Bürgerforum befassen. Das hat der Rat der Stadt Essen heute (22.11.) beschlossen.

Das Bürgerforum zur Wohnbauflächenentwicklung in Essen bildet einen von insgesamt vier Bausteinen des nun ausgearbeiteten Konzepts der Stadt Essen zur Förderung des Wohnungsbaus, mit dem der Stadtrat die Verwaltung am 23.11.2016 beauftragt hat.

Die "Wohnungsnachfrageanalyse Essen 2025+", die vom "Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung" (InWIS) im Auftrag der Stadt Essen erstellt wurde, lieferte die Basis und damit den ersten Baustein, um den zukünftigen rechnerischen Wohnungsbedarf bis 2030 ermitteln zu können. Ein zweites Gutachten, für das sich das Architektur- und Planungsbüro "Post Welters" verantwortlich zeichnete, fungiert als Potenzialanalyse und Umsetzungsstrategie zur Innenentwicklung. Untersucht wurden Essener Siedlungen auf ausgeschöpfte Flächen beziehungsweise Flächenpotentiale, die ebenfalls in die Bedarfsberechnung an zusätzlichen Flächen für den Wohnungsbau einfließen. Die Analyse verdeutlicht, dass die Innenentwicklung notwendig ist, um den Bedarf an Wohnraum zu decken, aber bei weitem nicht ausreicht.

Das Bürgerforum soll Essens Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeiten geben, sich in die Entscheidung, wo zusätzliche Wohnbauflächen entstehen können, maßgeblich einzubringen und neue, zukunftsfähige Ideen zu entwickeln. Das Forum versteht sich als Trialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Verwaltung und Politik. Aus diesem Grund wird gezielt ein externes Unternehmen in Kooperation mit der Amt für Stadtplanung und Bauordnung sowie der Politik das Forum vorbereiten und durchführen.

Das zweitägige Forum wird im dritten Quartal 2018 stattfinden. Die etwa 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Bürgerschaft werden per Zufallsauswahl aus dem Einwohnerregister ausgewählt. Damit sie stellvertretend für die Essener Bevölkerung qualifiziert zur Diskussion beitragen können, werden sie im Rahmen des Forums durch beauftragte Expertinnen und Experten fachlich vorbereitet.

Die Ergebnisse des Forums sollen nachfolgenden Entscheidungs- und Bauleit-Planverfahren als Empfehlung dienen.

Vervollständigt wird das Konzept der Stadt Essen zur Förderung des Wohnungsbaus durch den vierten Baustein, den landesweiten "öffentlich geförderter Wohnungsbau".

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