Historisches Foto des Grillo-Theaters nach 1950 - Aussenansicht des Theaters Historisches Foto des Grillo-Theaters nach 1950 (Foto: Fotoarchiv Ruhrmuseum)

Peter Brdenk - Portraitfoto eines Mannes Peter Brdenk (Foto: Peter Brdenk)

Das Grillo-Theater 1950

Architekt Peter Brdenk setzt am Dienstag, 12. Dezember, um 19 Uhr die Vortragsreihe zum Grillo-Jubiläum in der Heldenbar fort. Der Eintritt ist frei.

06.12.2017

Ein prächtiges Haus in neobarockem Stil – so präsentierte sich das Essener Grillo-Theater bei seiner Eröffnung im Jahre 1892 vor genau 125 Jahren. Der Essener Industrielle Friedrich Grillo hatte durch eine großzügige Spende den Bau ermöglicht und so das erste Stadttheater im Ruhrgebiet initiiert. Schnell wurde das Theater zum pulsierenden kulturellen Herz in der Essener Innenstadt, und speziell Ende der 1920er und Anfang der 1930er Jahre erlebte es eine Glanzzeit, in der der so genannte "Essener Stil" geprägt wurde: Werke von Alban Berg, Ernst Krenek, Paul Hindemith, Arnold Schönberg und Igor Strawinsky kamen auf die Bühne. Und auch das Ballett setzte unter anderem mit der Uraufführung von Kurt Joos' "Der grüne Tisch" eindrucksvolle Zeichen. Nicht nur künstlerisch, auch architektonisch brachten dann Nazi-Zeit und Krieg tiefe Einschnitte: Mit dem Reichstheatergesetz kam die programmatische Gleichschaltung, und zum Endes des Krieges - am 26. März 1944 - wurde das Grillo-Theater bei einem Bombenangriff weitgehend zerstört. Unter dem Titel "Das Grillo-Theater 1950. Die Architekten Wilhelm Seidensticker und Johannes Dorsch und die Stadt im Bild der Zeit" hält der Architekt Peter Brdenk am Dienstag, 12. Dezember, ab 19 Uhr in der Heldenbar des Grillo-Theaters einen Vortrag, in dem es um die spannende Zeit des Wiederaufbaus geht.
Anfang der 1950er Jahre erschien das Grillo-Theater in einem neuen Kleid: Das Hochherrschaftliche war nicht mehr gefragt, es galt vielmehr, das Theater der breiten Gesellschaft zugängig zu machen und den Theaterbau eher nüchtern und funktional als pompös zu präsentieren. Es war die Zeit des Improvisierens, eine Zeit der klaren Formen – und das nicht nur im Theaterbau. Die Architekten Wilhelm Seidensticker und Johannes Dorsch waren Protagonisten dieser Epoche. Sie waren vom Krieg geprägt und sahen unglaubliche Möglichkeiten, sich als Architekten den Herausforderungen dieser Zeit zu stellen.

Der Eintritt bei dieser Veranstaltung, die das Schauspiel Essen in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten und dem Forum Kunst & Architektur durchführt, ist frei. Kostenlose Zählkarten sind beim Einlasspersonal erhältlich.

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