Portraitfoto mit Dr. med. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff Dr. med. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff, Leitender Arzt der Chirurgischen Klinik I - Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie (Foto: Katholisches Klinikum Essen)

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Operation fast ohne Narben

Neuer Leitender Arzt der Chirurgischen Klinik I etabliert im Philippusstift und Marienhospital Altenessen hochmoderne Single-Port-Chirurgie

26.02.2018

Mit kleinem Schnitt zum großen Erfolg: Dr. med. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff ist ausgewiesener Spezialist im Bereich minimalinvasiver Chirurgie und seit Anfang des Jahres neuer Leitender Arzt der Chirurgischen Klinik I, Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Katholischen Klinikum Essen. Mit einer noch nicht weit verbreiteten Therapiemethode bringt der erfahrene Mediziner Patienten schnell und fast narbenfrei wieder auf die Beine.

Die hochmoderne Single-Port-Chirurgie macht es möglich, dass Patienten sich schnell von einer Operation erholen, rasch wieder nach Hause können und hinterher kaum noch etwas von dem Eingriff sehen oder spüren. "Der Zugang zum Bauchraum wird nicht mehr wie üblich über drei bis fünf Punkte vorgenommen", so Dr. von Gerstenbergk-Helldorff, Spezialist auf dem Gebiet der minimalinvasiven Chirurgie, "sondern über einen, etwa zweieinhalb Zentimeter großen Schnitt in den Bauchnabel".

Lange war es üblich, beispielsweise bei Gallen-Operationen einen langen Schnitt von 10 bis 15 Zentimetern am Oberbauch vorzunehmen. Dieser sei nicht nur schmerzhaft und unschön anzusehen, sondern berge auch die Gefahr späterer Bauchnarbenbrüche. Schon vor Jahren ging die Tendenz deshalb hin zur minimalinvasiven Chirurgie. Immer mehr Ärzte nahmen Eingriffe am Bauchraum mittels einer Bauchspiegelung über drei bis fünf kleine, maximal einen Zentimeter umfassende Zugänge vor. Diese Techniken wurden stetig weiterentwickelt und werden heutzutage standardmäßig eingesetzt.

Inzwischen sind wenige ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der minimalinvasiven Chirurgie auch in der Lage, ein Endoskop mit Kamera und zwei bis drei Operationsinstrumente über einen einzigen, etwa drei Zentimeter großen Zugang in den Bauchnabel einzuführen und den Eingriff vorzunehmen. Prädestiniert ist die Technik bei Erkrankungen im Darmtrakt. "Da hat es nicht nur kosmetische Vorzüge dank weniger sichtbarer Narben. Das Verfahren ist zum Teil auch schneller und für Patienten schonender als eine konventionelle Operation", erklärt der Chirurg. Aber auch bei Magen-, Gallen- und Leberoperationen lasse sich dieses Verfahren sehr gut anwenden.

"Und das bei gleicher Sicherheit", unterstreicht Dr. von Gerstenbergk-Helldorff. "Wenn wir während der Operation merken, dass ein Zugang nicht reicht", so der Mediziner, "können wir die beiden Techniken kombinieren und weitere Schnitte setzen. Deshalb ist das Verfahren für Patienten sicher. Man muss die Operation nicht abbrechen". Dr. von Gerstenbergk-Helldorff war zuletzt Leitender Arzt im Zentrum für Bauchchirurgie der Klinik Hirslanden Zürich. Aus familiären Gründen zog es den gebürtigen Heidelberger, der in Hannover aufgewachsen ist und auch Wurzeln in Essen hat, wieder näher Richtung Heimat. Ihn reizen besonders das vielfältige Leistungsspektrum und das große Einzugsgebiet des Katholischen Klinikums Essen. Außerdem mag er nach eigener Aussage die umgängliche Art der Menschen im Ruhrgebiet. Dr. von Gerstenbergk-Helldorff übernimmt damit den Posten von Dr. Olaf Guckelberger, der von 2014 bis Ende 2017 die Chirurgische Klinik I des Katholischen Klinikums Essen leitete.

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