Foto: Prof. Dr. Heiner Wedemeyer, Direktor der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsklinikum Essen Prof. Dr. Heiner Wedemeyer, Direktor der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsklinikum Essen (Foto: Universitätsklinikum Essen)

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Essener Leber-Experte warnt: So droht beim Grillen Hepatitis

19.04.2018

Am Wochenende nimmt bei sommerlichen Temperaturen die Grillsaison weiter Fahrt auf. Prof. Heiner Dr. Wedemeyer, Direktor der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsklinikum Essen, regt Grillfreunde dabei zur Sorgfalt an. Sonst droht beim Verzehr von nicht ausreichend erhitztem Schweinefleisch eine unangenehme und im schlimmsten Fall gefährliche Infektion mit Hepatitis E.

Die Zahl der Hepatitis-E-Erkrankungen hat in den letzten Jahren in Deutschland deutlich zugenommen. Beim Robert-Koch-Institut in Berlin wurden 2017 knapp 3000 Fälle gemeldet, etwa vier Mal mehr im Vergleich zu 2013. Die Gesamtzahl der Neu-Infektionen wird von Experten in Deutschland auf Basis von Antikörper-Untersuchungen sogar auf etwa 400.000 Fälle pro Jahr geschätzt. Die meisten Hepatitis-E-Infektionen heilen bei den Betroffenen mit kaum spürbaren Beschwerden aus. Für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder mit einer chronischen Lebererkrankung kann eine Infektion allerdings sehr gefährlich werden. Ihnen drohen chronische Verläufe mit akuten Beschwerden oder eine gefährliche Leber-Zirrhose, warnt Leber-Experte Prof. Dr. Heiner Wedemeyer von der Universitätsmedizin Essen. Da nicht richtig erhitztes Schweinefleisch die Hauptinfektionsquelle für Hepatitis E ist, sollte das Fleisch auf dem Grill bei mindestens 70 Grad etwa 20 Minuten gebraten werden.

Für die Europäische Lebergesellschaft hat Prof. Heiner Dr. Wedemeyer gerade mit vier weiteren Fach-Medizinern aus England, der Schweiz, Frankreich und Deutschland die weltweit erste Leitlinie zum Umgang mit Hepatitis E. Die beinhaltet Handlungsempfehlungen für Tests und Therapien im Umgang mit der Infektion.

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