Auf der Farm leben und arbeiten: Die Teilnehmer haben verschiedene Projekte zu unterschiedlichen Themen. Fotos: Müller/JHE Auf der Farm leben und arbeiten: Die Teilnehmer haben verschiedene Projekte zu unterschiedlichen Themen. Fotos: Müller/JHE

Spannende Entdeckungstour (v.l.): Nicole Thönnes, Projektreferentin Internationale Jugendgemeinschaftsdienste, Frank Felden, Leiter der Jugendfarm Essen, Susanne Peitzmann, Leiterin Gesellschaftliches Engagement Evonik Industries AG, und Dr. Heike Bergandt, Geschäftsführerin der Evonik Stiftung, machen einen Rundgang über die Jugendfarm. Spannende Entdeckungstour (v.l.): Nicole Thönnes, Projektreferentin Internationale Jugendgemeinschaftsdienste, Frank Felden, Leiter der Jugendfarm Essen, Susanne Peitzmann, Leiterin Gesellschaftliches Engagement Evonik Industries AG, und Dr. Heike Bergandt, Geschäftsführerin der Evonik Stiftung, machen einen Rundgang über die Jugendfarm. Foto : Müller / JHE

Echtes Naturerlebnis: Die Jugendlichen zelten auf dem Gelände und versorgen sich auch mit Obst und Gemüse von der Farm. Echtes Naturerlebnis: Die Jugendlichen zelten auf dem Gelände und versorgen sich auch mit Obst und Gemüse von der Farm. Foto: Müller / JHE

Internationale machen Naturerlebnis auf der Jugendfarm

25.07.2018

Es ist gute Tradition, dass junge Menschen aus aller Welt auf die Jugendfarm der Jugendhilfe Essen kommen, um dort im Rahmen der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) zu leben und zu arbeiten. Zusätzlich wird bei dem von der Evonik Stiftung geförderten Workcamp das Kennenlernen der Region groß geschrieben.

Die zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen 16 und 26 Jahren stammen aus Afghanistan, Bulgarien, Deutschland, Spanien und Südkorea. Einige besuchen die Jugendfarm nicht zum ersten Mal: "Mir gefällt‘s hier so gut, deshalb komme ich immer wieder her", verrät eine Teilnehmerin.

Die drei Wochen auf der Farm sind dabei Abwechslung pur! Morgens und nachmittags helfen die Jugendlichen in unterschiedlichen Projekten fünf Stunden pro Tag aus. So haben sie bisher bereits zum Thema Recycling den Kompost verlegt, ein Klettergerüst für die Ziegen ist gerade in der Planung. Zudem müssen sich die jungen Menschen mit einem festen Budget versorgen und auch alleine kochen: "Das ist das besondere: Sie sind total selbstorganisiert. Das Grundprinzip ist gemeinsam leben und gemeinsam lernen", erklärt Nicole Thönnes, Projektreferentin Internationale Jugendgemeinschaftsdienste, das Konzept.

Jugendfarm: gemeinsam leben und lernen!

Ruhr und ihre Highlights: Gerade waren sie auf dem Stadtfestival Bochum Total, haben das UNESCO-Weltkulturerbe Zollverein kennengelernt und das Folkwang Museum besucht. Verschiedene Spiele sowie ein Ausflug ins Freibad Steele zum schwimmen in und paddeln auf der Ruhr rundeten die bisherigen Erlebnisse ab.

Schwierigster Moment bisher: ein U-Bahn-Ticket organisieren. Schönster Moment: von dem Hahn geweckt werden. So braucht man keinen Wecker! Bevor die drei Wochen um sind, soll es noch nach Düsseldorf oder Köln gehen.

"Wir hoffen, dass die Projektpartnerschaft lange weitergeht", findet Thönnes vom ijgd nur warme Worte, "es ist inzwischen schon Tradition, einfach ein super Projekt!"

Hintergrund

Die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) steuern auf ihr 70-jähriges Bestehen im kommenden Jahr zu. Als Verein und Träger der außerschulischen Bildungsarbeit verbinden die ijgd seit 1949 ehrenamtlich engagierte, junge Menschen aus aller Welt und organisieren unterschiedliche Dienste im In- und Ausland: vom zweiwöchigen Workcamp bis zum freiwilligen Jahr. Tätigkeitsfelder sind unter anderem Soziales, Ökologie, Demokratie oder Denkmalpflege. In diesem Sommer unterstützt die Evonik Stiftung erstmals das Projekt.

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