Neue Zahlen zum Thema Berufsausbildung in Essen

27.09.2018

Das Thema "Berufsausbildung" ist immer wieder Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Am Ende eines Schuljahres steht in jedem Jahr für eine große Gruppe junger Menschen der Eintritt in den bzw. die Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt bevor. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, die beruflichen Ausbildungsstrukturen insbesondere in Essen im Wege einer Bestandsaufnahme näher zu betrachten. Eine möglichst vollständige Darstellung des Arbeitsmarktteilbereichs "Berufsausbildung" gelingt nur durch Nutzung verschiedener Quellen amtlicher Statistik, wie dies im Beitrag zur Stadtforschung Nr. 68 geschehen ist.

Um die Essener Ergebnisse einzuordnen, wird die Stadt im Vergleich zum Land NRW sowie auch, wenn möglich, im Vergleich zu benachbarten Großstädten in vergleichbarer Größe, also Dortmund, Duisburg und Düsseldorf, dargestellt. Der Untersuchungszeitraum umfasst – soweit verfügbar - die Jahre 2013 bis 2017.

Folgende Punkte sind dabei u.a. festzuhalten:

  • Der Anteil der Gruppe Schulabgängerinnen und Schulabgänger mit Hauptschulabschluss an den Schulabgängern/-innen allgemeinbildender Schulen ist in Essen im Zeitraum von 2013 bis 2017 der niedrigste unter den Vergleichsstädten und auch geringer als auf Landesebene, nämlich rund 11 Prozent bis 13 Prozent. Schulabgängerinnen und Schulabgänger mit einem mittleren Bildungsabschluss, d.h. mit Fachoberschulreife, stellen in Essen etwa ein Drittel der Schulabsolventeninnen und Schulabsolventen – ein wie in allen Vergleichsstädten unterdurchschnittlicher Wert.
  • Die meisten Ausbildungsverträge werden mit mindestens 60 Prozent im Bereich „Industrie, Handel und andere“ abgeschlossen. In Essen sind hier ab 2016 die geringsten (rund 64 Prozent) Anteilswerte der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge zu verorten. Der industrielle Bereich spielt in allen Vergleichsstädten eine größere Rolle als auf Landesebene. Sinkende Zahlen der Vertragsneuabschlüsse z.B. in Essen von 2013 nach 2017 um ca. – 13 Prozent (2013: 2.790, 2017: 2.433 Verträge) und auch geringere Anteilswerte (2013: 67,5 Prozent; 2017: 64,2 Prozent) scheinen nicht nur in Essen, sondern ebenso in Düsseldorf und Duisburg auf eine Verringerung der Bedeutung dieses wichtigen Ausbildungsbereiches hinzudeuten.
  • Essen weist im Zeitraum von 2013 bis 2016 (jeweils zum 31.12.) gemäß der Statistik der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Bundesagentur für Arbeit) etwa 13.000 Auszubildende auf, zahlenmäßig also die zweithöchste Lehrlingszahl in diesem Städtevergleich nach Düsseldorf (ca. 16.000). Die Zahl der Auszubildenden geht in nahezu jedem Jahr des Beobachtungszeitraumes leicht zurück.
  • Am Jahresende 2016 sind die meisten Auszubildenden in Essen, nämlich 2.755 von insgesamt 12.948 (Bundesagentur für Arbeit), im Beschäftigungsschwerpunkt „Gesundheits- und Sozialwesen“ (21,3 Prozent) zu verorten.
  • In Essen absolviert im Zeitraum von 2013 bis 2016 (jeweils am 31.12.) je knapp ein Viertel der Auszubildenden ihre Lehre in Betrieben mittlerer Größe (50 bis 249 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte). Vornehmlich in Unternehmen dieser Größe nimmt in Essen, Dortmund und Düsseldorf im Beobachtungszeitraum augenscheinlich die Zahl der Auszubildenden zu. So gab es in Essen Ende 2016 + 3,1 Prozent mehr Auszubildende (3.176) in Betrieben dieser Größe als noch am 31.12.2013.

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