Wildunfälle sollen vermieden werden

15.10.2018

Die Kreisjägerschaft und das Amt für Straßen und Verkehr der Stadt Essen statteten am Samstag (13.10.) – begleitet durch die Untere Jagdbehörde bei Grün und Gruga Essen – bestehende und neue Leitpfosten mit Wildwarnreflektoren aus. Ausgewählt wurden in diesem Jahr die Straße Deile und die Rodberger Straße in Kupferdreh, die als unfallauffällig in Erscheinung getreten waren. Wildunfälle bilden gerade im Herbst eine erhebliche Gefahrenquelle – auch auf Essener Straßen. Das belegen die Zahlen: 57 Rehe sind allein im vergangenen Jagdjahr (1.4.17 bis 31.3.18) bei gemeldeten Wildunfällen in Essen getötet worden. Doch nicht nur Tiere sind gefährdet: Der Wildwechsel stellt auch für die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer ein hohes Unfallrisiko dar.

Die Polizei, die Straßenverkehrs- und Straßenbaubehörde, die Jagd- und Forstbehörde sowie die Jägerschaft ergreifen jährlich zahlreiche Maßnahmen, um Wildunfälle zu vermeiden. Angefangen beim Aufstellen entsprechender Gefahrzeichen, über Wildschutzzäune, bis hin zum Verbot von freilaufenden Hunden abseits der Wege tragen diese Maßnahmen dazu bei, die Zahl der Straßenverkehrsunfälle mit Wildtieren zu verringern. Seit 2017 werden auch Wildwarnreflektoren eingesetzt: Die blauen Reflektoren, die das Licht der Kraftfahrzeuge in Richtung des Waldes abstrahlen, sollen das Wild davon abhalten, die Straße zu queren. Dabei macht man sich zunutze, dass Wildtiere blaues Licht als fremd und potenziell gefährlich ansehen, da es in der Natur praktisch nicht vorkommt.

Bundesweite Erfahrungen aus dem Kreise der Jagdausübenden sprechen dafür, dass Wildwarnreflektoren Unfälle deutlich reduzieren können. Auch ein Gewöhnungseffekt beim Wild konnte bislang nicht festgestellt werden. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) toleriert den Einsatz von Wildwarnreflektoren, die in der Regel an der Außenseite von Leitpfosten montiert werden.

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