Historische Einblicke ins Mittelalter: In Heidhausen steht eine Ruine aus der Zeit Karls des Großen

15.01.2019

Die größte und älteste Burganlage Essens befand sich einst im heutigen Stadtteil Heidhausen: Auf dem Pastoratsberg links der Ruhr sind noch Teile einer karolingischen Ringwallanlage erhalten. Dass die Alteburg tatsächlich bereits um die Herrscherzeit Karls des Großen bestand, sieht man daran, dass bereits um 800 der Burgbach urkundlich erwähnt wurde. Heute ist die Ruine größtenteils nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich.

Ausgrabungen fanden unter anderem unter Franz Körholz und Ernst Kahrs, dem damaligen Leiter des Ruhrlandmuseums, zwischen 1921 und 1938 statt. Auch in den letzten Jahren gab es immer wieder Gelegenheiten, bei Baumaßnahmen in den Boden zu schauen. Zuletzt suchte Stadtarchäologe Dr. Detlef Hopp die Ruine im August 2018 aufgrund der langanhaltenden Trockenheit auf und stellte fest, dass Teile der mittelalterlichen Doppelwälle einem Brand zum Opfer gefallen waren. Dadurch wurden neue Einblicke auf die Bauweise der antiken Steinmauer möglich, die hier – wie schon bei älteren Grabungen festgestellt wurde, aus Ruhrsandsteinplatten besteht und gemörtelt war. Diese Mörtelung verweist tatsächlich auf die Zeit um 800, und die Karolinger und somit auf den Zeitraum der frühesten Erwähnung des Burgbaches.

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Brandspuren an der Ruine der Alteburg Foto: Dr. Detlef Hopp

Untersuchung der Alteburg-Funde Foto: Dr. Detlef Hopp
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