abstraktes Gemälde einer Stadt mit Menschen Lyonel Feininger "Gelmeroda IX", 1926 (Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2019)

Bauhaus-Reihe im Museum Folkwang startet mit Lyonel Feininger

Ausstellung zeigt 33 Werke des Künstlers vom 18. Januar bis zum 14. April

17.01.2019

Das Museum Folkwang gibt im Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019 mit der Ausstellungreihe "Bauhaus am Folkwang" Einblicke in seine vielfältigen Bestände. Drei Kabinettausstellungen zeichnen den Weg der Schule von ihren expressionistischen Anfängen bis hin zur programmatischen Neuausrichtung nach dem Motto „Kunst und Technik – eine neue Einheit“ nach. Den Auftakt bildet eine Präsentation von 33 Werken Lyonel Feiningers (18. Januar – 14. April).

Ausgangspunkt der Reihe "Bauhaus am Folkwang" ist die historische Verbindung zwischen Bauhaus und Museum Folkwang. Sie lässt sich durch den engen Kontakt zwischen Museumsgründer Karl Ernst Osthaus und dem späteren Direktor des Bauhauses Walter Gropius bis ins Jahr 1908 zurückverfolgen. Beide teilen die Idee von einer Einheit der Künste und setzen sich für eine Reform der künstlerischen Ausbildung ein. Osthaus war es, der Gropius als Nachfolger von Henry van de Velde für die Leitung der Kunstgewerbeschule in Weimar vorschlug.

Lyonel Feininger (1871–1956) wurde 1919 zum ersten Mal im Museum Folkwang in Hagen ausgestellt und kurz danach als erster Meister ans Bauhaus berufen. Mit rund sechzig Arbeiten auf Papier, einer Spielzeugstadt und vier Gemälden verfügt das Museum Folkwang über einen bedeutenden Bestand an Werken des Künstlers. Die Kabinettausstellung zeigt eine Auswahl von 34 Arbeiten aus den Bereichen Grafik, Malerei, Fotografie und Kleinplastik der Zeit zwischen 1910/11 und 1929. Sie verdeutlicht, wie Feininger sein Werk von karikaturesken Stadtszenen über expressiv-kristalline Kompositionen am Bauhaus zu konstruktivistisch-beeinflussten Architekturdarstellungen wie dem Ölgemälde "Gelmeroda IX" (1926) entwickelte. Es ist die einzige Leinwand der berühmten Serie in deutschem Besitz.

In Nachfolge der Romantik wurden Motive wie die Kirche, das Schiff oder die Brücke in Feiningers Werk zu zeitgemäßen Symbolen für Übergänge, Verbindungen und Transzendenz. Dabei setzte Feininger Grafik, Malerei und Plastik gleichberechtigt ein, um Bildreihen zu entwickeln. Die Präsentation zeigt diese interdisziplinäre Arbeitsweise, die den Vorstellungen am Bauhaus ebenso entspricht wie der Folkwang-Idee. Zu sehen ist unter anderem das berühmte "Mappenwerk Zwölf Holzschnitte von Lyonel Feininger", das 1920 als erste Veröffentlichung des Bauhauses erscheint.

Während Feininger den klassischen Bildmedien verpflichtet ist, widmen sich die beiden anschließenden Präsentationen neuen Ausdrucksformen am Bauhaus: In "Bühnenwelten" (28. April – 8. September 2019) vermittelt sich ein Eindruck von der performativen Kultur der Schule, während sich am Beispiel von "László Moholy-Nagy" (20. September – Dezember 2019) die mediale Wende hin zu Fotografie und Film nachvollziehen lässt.

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