Portraitfoto eines Mannes Tobias Spichtig (Foto: Tanja Lamers, Museum Folkwang)

Skulptur aus Autoteilen, Metall, Flamme Tobias Spichtig - Heiner Müller, 2017 - Courtesy of the artist, Deborah Schamoni und Jan Kaps (Foto: Ulrich Gebert 2018)

Tobias Spichtig bei 6 ½ Wochen

"Ich weiss leider nicht, wie ich all das erklären soll." Der Eintritt ist frei.

27.02.2019

Das Museum Folkwang setzt sein junges Ausstellungsformat "6 ½ Wochen" nun im dritten Jahr fort. Seit 2017 präsentiert die erfolgreich etablierte Reihe sechsmal im Jahr für je 45 Tage Arbeiten und Positionen junger Künstlerinnen und Künstler. Vom 28. Februar bis 14. April zeigt das Museum Folkwang mit "Ich weiß leider nicht, wie ich all das erklären soll." die erste Museumspräsentation von Tobias Spichtig (*1982). Zum Auftakt der Präsentation findet am 1. März, um 18:30 Uhr, ein Konzert von Max Brand statt. Special Guest an der Heimorgel ist Sir Henry. Der Eintritt ist frei.

Tobias Spichtig geht es in seiner künstlerischen Praxis um die direkte Erfahrung mit dem Material. "Ich weiss leider nicht, wie ich all das erklären soll." ist die erste Präsentation des Künstlers im Museum und versammelt sowohl neue als auch bereits bestehende Werke. Spichtig folgt Konstellationen einer Dramaturgie der Dinge, die physischen, digitalen oder sprachlichen Ursprungs sein können. Er reagiert in seinen Arbeiten aber auch auf die situativen Gegebenheiten des direkten Umfeldes und verbindet diese mit Malerei, Skulptur und Performance zu einem eigenen, neuen Werk. Die Motive in Spichtigs Bildern – beispielsweise auf Monumentalmaß vergrößerte Sonnenbrillen – verweisen unter anderem auf populärkulturelle Chiffren aus den 1990er Jahren, lassen sich jedoch weder medial noch inhaltlich zuordnen. Sie spiegeln nicht zuletzt Strategien und Strukturen von Spichtigs eigenem Netzwerk, das in der Kunst-, Musik- und Fashionwelt verankert ist. Die Bezüge, die die Motive zum Alltag sowie zur Öffentlichkeit aufnehmen, werden zuweilen durch Überhöhung oder Überdimensionierung verändert. Es entsteht ein Theater des Materials. Auf gebrauchten Sofas vor großformatigen Malereien – Vinyl-Drucke digitaler Fotos und Öl auf ungrundierter Leinwand – kann der Betrachter in die Präsenz des Materials eintauchen.
In einem Lichthof des Museums installiert Tobias Spichtig seine raumgreifende Skulptur Heiner Müller (2017). Den drachenartigen, feuerspeienden Cyborg aus Autoteilen, einem Keyboard und Metall widmet Spichtig einem der wichtigsten deutschen Dramatiker. Mit seiner direkten Hommage öffnet er mit Humor eine Tür zu Mythos und Mythologie in unserer Gegenwart.

Tobias Spichtig (Geboren 1982 in Luzern, Schweiz) lebt und arbeitet in Berlin und Zürich. Seine Werke, die Malerei, Skulptur und Performance umfassen, wurden bisher in Ausstellungen in Europa und in den USA gezeigt, u. a. an der Volksbühne, Berlin (2018), bei Jan Kaps, Köln (2018/2016), im Dortmunder Kunstverein (2017), im Swiss Institute, New York (2017), in der Kunsthalle Zürich (2016), in der Galerie Bernhard, Zürich (2016), bei Oracle, Berlin (2015) sowie im Hammer Museum in Los Angeles (2015).

Am Freitag, 1. März findet um 18:30 Uhr die Auftaktveranstaltung "6:30 p.m. with Tobias Spichtig" im Foyer des Museum Folkwang statt. Nach einer Einführung von Kuratorin Isabel Hufschmidt findet ein Konzert von Max Brand statt. Special Guest an der Heimorgel ist Sir Henry. Der Eintritt ist frei.

Das Format "6 ½ Wochen" basiert auf kurzfristiger Planung und stellt unkompliziert und spontan sechsmal im Jahr für 45 Tage Arbeiten und Positionen junger Künstlerinnen und Künstler vor. Der Ausstellungsraum liegt zentral im Foyer des Museum Folkwang.

Die Reihe "6 ½ Wochen" wird gefördert durch die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.

Information

6 ½ Wochen
Tobias Spichtig
"Ich weiss leider nicht, wie ich all das erklären soll."

28. Februar – 14. April
Der Eintritt ist frei.

Freitag, 1.3.2019, 18:30 Uhr
Auftaktveranstaltung
"6:30 p.m. with Tobias Spichtig"

Begrüßung durch Kuratorin Isabel Hufschmidt
Konzert von Max Brand
Special Guest: Sir Henry an der Heimorgel
Anschließend im Foyer: Getränke und Musik mit Sir Henry

Herausgeber:

Museum Folkwang
Museumsplatz 1
45128 Essen
Telefon: +49 201 88 45160
Fax: +49 201 88 45123
E-Mail: yvonne.daenekamp@museum-folkwang.essen.de
URL: www.museum-folkwang.de

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