"Essen ist gefragt: Wo wollen wir wohnen?" – Ergebnisbericht wird im Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung vorgestellt

Am Donnerstag, 7. März, im Ausschuss für Stadtentwicklung Stadtplanung ab 15 Uhr im Ratssaal des Rathauses.

01.03.2019

Am Donnerstag, 7. März, stellt die Verwaltung im Ausschuss für Stadtentwicklung Stadtplanung erstmals die Ergebnisse des Bürgerforums "Wo wollen wir wohnen?" öffentlich vor. Bürgerinnen und Bürger sind herzlichen zu der Sitzung eingeladen. Diese findet ab 15 Uhr im Ratssaal des Rathauses, Porscheplatz 1, statt.

Am 17. November des vergangenen Jahres haben 420 geladene Essenerinnen und Essener aus allen Stadtbezirken in der Messe Essen über mögliche Wohnstandorte in unserer Stadt diskutiert und beraten. Unterstützt wurden sie dabei durch Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus verschiedenen Fachämtern der Stadtverwaltung, Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen im Rat, sowie Wohnungsbauexperten. Zur Diskussion standen 93 Flächen verteilt über das gesamte Stadtgebiet.

Insgesamt 29 Flächen dieser Flächen empfahlen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer als „gut“ bis „sehr gut“ für eine Wohnbebauung geeignet. Sie befinden sich überwiegend in bereits bebauten Arealen, die schon jetzt gut erschlossen sind. Verteilt sind sie über das gesamte Stadtgebiet. Ausgenommen ist lediglich der Stadtbezirk IX (Bredeney, Schuir, Werden, Heidhausen, Fischlaken und Kettwig). In diesen Stadtteilen konnten die vorgeschlagenen Flächen die Essenerinnen und Essener weniger überzeugen, da eine Bebauung hier vor allem bislang noch unversiegelte Freiflächen betreffen würde. Sie kommen aus Sicht der Bürger erst nachrangiger für eine Wohnbebauung in Frage. Dabei ist hervorzuheben, dass die Bewertung der Flächen bewusst nicht von Bürgerinnen und Bürgern vorgenommen wurde, die in diesen Stadtbezirken wohnen.

Im Rahmen des Bürgerforums machten die Essenerinnen und Essener deutlich, dass ihnen der Erhalt von Grün- und Wald- sowie Naherholungs- und Landwirtschaftsflächen wichtig ist, und bereits erschlossene Flächen und Brachflächen bevorzugt bei der Entwicklung neuen Wohnraums berücksichtigt werden sollen. Außerdem plädierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine vornehmliche Entwicklung von Wohnstandorten, die autounabhängig sind.

Der Ergebnisbericht wird am Donnerstag von den Mitgliedern des Ausschusses zur Kenntnis genommen. Am 27. März soll der Rat der Stadt die Fachämter der Stadtverwaltung dann damit beauftragen die als „gut“ bis „sehr gut“ kategorisierten Flächen eingehender zu prüfen und damit eine mögliche Nutzung für Wohnbebauung zu konkretisieren. Geprüft werden soll außerdem, welche Art und welcher Umfang von Wohnungsbau, zum Beispiel auch in Verbindung mit ergänzenden Nutzungen wie einer Kita, denkbar wären. Der Bericht soll zum Ende des Jahres 2019 vorliegen und die Grundlage für eine verbindliche Bauleitplanung bilden. Danach werden für die Flächen konkrete Bebauungspläne aufgestellt.

Den ausführlichen Ergebnisbericht zum Bürgerforum sowie regelmäßige Informationen über die kommenden Arbeits- und Entscheidungsprozesse finden Interessierte unter essen.de/istgefragt.

Zum Hintergrund

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bürgerforums wurden persönlich durch Oberbürgermeister Thomas Kufen zum Bürgerforum eingeladen. Die Auswahl erfolgte durch ein Losverfahren, repräsentativ nach den Kriterien Geschlecht, Alter, Stadtbezirk und Staatsangehörigkeit. Alle Bürgerinnen und Bürger hatten somit identische Chancen gezogen zu werden.

Im Rahmen des Bürgerforums hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Aufgabe, die unterschiedlichen Flächen auf ihre Eignung für eine Wohnbebauung zu überprüfen und sie in einer Bewertungsskala den Prioritätsstufen 1 (sehr gut geeignet) bis 5 (sehr schlecht geeignet) zuzuordnen. Die Flächen mit einer guten bis sehr guten Eignung werden nun vornehmlich für eine Realisierung von Wohnbebauung geprüft. Die übrigen Flächen dienen als langfristiger Flächenspeicher für eine sukzessive und bedarfsorientierte Baulandentwicklung.

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