Vorgeschichte auf dem Gelände der ehemaligen Krupp-Gussstahlfabrik – archäologische Funde geben seltene Einblicke

26.03.2019

Mit "Essen 51." wird an der Bottroper Straße ein ehemaliges Krupp-Werksgelände neu bebaut. Dabei fielen der Stadtarchäologie vor einigen Wochen Siedlungsgruben auf, die aufgrund ihrer charakteristischen Farbe aus der Zeit vor Christi Geburt stammen könnten. Vor allem fand sich eine ursprünglich wohl rechteckige und noch etwa sieben Quadratmeter große, flache Grube. Leider lässt sich aber eine Datierung in die Eisenzeit nicht sicher beweisen, weil das entdeckte Fundmaterial zu gering war und nur aus wenigen Holzkohleflittern und etwas verbranntem Lehm bestand. Auch die Vermutung, es könnte sich möglicherweise um Überreste eines in den Boden eingetieften Hauses handeln, kann nicht bewiesen werden.

Dennoch kann es als ein außerordentlicher Glücksfall gelten, dass unter dem Betonboden eines alten Walzwerks überhaupt so alte Spuren gefunden wurden. Sie zählen damit zu den wenigen Zeugnissen, die einen Einblick in die Zeit vor der Entstehung der Krupp-Werke gewähren.

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An dieser Stelle fiel der Stadtarchäologie vor einigen Wochen Siedlungsgruben auf, die aufgrund ihrer charakteristischen Farbe aus der Zeit vor Christi Geburt stammen könnten. Foto: Dr. Detlef Hopp
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