Studie befragt über 15.000 Bürgerinnen und Bürger: Wie sicher fühlen sich die Menschen in Essen?

21.06.2019

Wer fühlt sich bei Dunkelheit unwohl in seinem Stadtteil? Was gibt Menschen das Gefühl von Sicherheit in ihrer Nachbarschaft? Was stört und beunruhigt Bürgerinnen und Bürger in ihrem Wohnumfeld? Wie oft kommt es vor, dass Menschen in Essen Opfer von Straftaten werden? Wie wird die Arbeit der Polizei in der Bevölkerung gesehen?

Neben der von der Polizei registrierten Kriminalität spielt das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung eine große Rolle, wenn es um die Sicherheit in Großstädten wie Essen geht. Zusammen mit der Deutschen Hochschule der Polizei (Münster) startet die Stadt Essen in diesen Tagen eine Studie zu diesem Thema. Über 15.000 Bürgerinnen und Bürger erhalten einen Fragebogen und sind zur Teilnahme an der Befragung eingeladen. Für die Stadt und für die einzelnen Stadtteile soll ein detailliertes Lagebild der persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen entstehen. Besonders genau soll die Situation im Stadtkern, im Nordviertel und in Altendorf betrachtet werden, wo zum Teil mehrere Personen in einem Haushalt zur Teilnahme an der Befragung eingeladen werden.

In allen Stadtteilen erhalten per Zufall ausgewählte Einwohnerinnen und Einwohner in diesen Tagen einen Fragebogen per Post. Dem Fragebogen liegt ein Umschlag für die kostenlose Rücksendung bei. Der Fragebogen kann auch online und in mehreren Sprachen ausgefüllt werden. Die Teilnahme an der Befragung ist anonym und freiwillig. Eingeladen werden Personen ab 16 Jahren.

Erste Ergebnisse der Studie sollen im Spätsommer in Essen vorgestellt werden. Die Deutsche Hochschule der Polizei (Fachgebiet Kriminologie und interdisziplinäre Kriminalprävention) beteiligt sich mit dieser Studie am Forschungsverbund SiQua, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Vergleichbare Befragungen werden zeitgleich auch in Dresden und Berlin durchgeführt. In Essen werden darüber hinaus auch intensive Einzelinterviews mit Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Fachleuten aus den Stadtteilen und von örtlichen Behörden geführt.

Hintergrund

Der Forschungsverbund SiQua wird im Zuge der Bekanntmachung "Zukünftige Sicherheit in urbanen Räumen" des Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit" der Bundesregierung gefördert. Weitere Hinweise finden sich auf der Homepage des Sicherheitsforschungsprogramms (www.sifo.de).

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