Die ALDI Nord-Gruppe errichtet in Essen Kray eine neue Unternehmenszentrale. Foto: BAID Architektur GmbH

Essener Büromarkt mit hervorragendem Halbjahres-Ergebnis

05.08.2019

Der Essener Büromarkt hat die erste Jahreshälfte 2019 mit einem nahezu historischen Rekordergebnis abgeschlossen. Der Büroflächenabsatz beträgt zum 30. Juni des Jahres rund 95.500 m² und ist damit der höchste Halbjahresabsatz seit 2007. Nach den Berechnungen der EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH entfielen rund 76.000 m² auf die Fremdvermietung und rund 19.500 m² auf die Eigennutzung.

Den Büroflächenabsatz des ersten Halbjahres 2019 prägen fünf Großabschlüsse, die zusammen mehr als die Hälfte des Flächenumsatzes ausmachen. Die beiden größten Abschlüsse entfallen dabei auf die ALDI Nord-Gruppe, die Ende Juni mit der Errichtung des ersten Bauabschnittes ihrer neuen Unternehmenszentrale mit rund 17.600 m² begonnen hat, und auf die HOCHTIEF AG, die im GRUGACARREE in Rüttenscheid rund 15.800 m² mietet. Weitere großvolumige Abschlüsse tätigten die Karstadt Warenhaus GmbH, die sich um rund 8.000 m² am Unternehmenssitz des fusionierten Galeria Karstadt Kaufhof-Konzerns in Bredeney erweitert, der Co-Working-Betreiber Design Offices, der rund 7.000 m² im Ruhr-Tower in der Nähe des Hauptbahnhofes anmietet, und ein Essener Energiekonzern, der rund 5.400 m² an der Kruppstraße nahe der A40 belegen wird.

Mit der Brenntag AG, die sich außerhalb der Konzernzentrale im GRUGACARREE mit rund 2.200 m² an der Hohenzollernstraße in Rüttenscheid erweitert hat, und dem stark wachsenden IT-Unternehmen Q.One Technologies GmbH, das seinen Standort innerhalb des Essener Nordens verlagert und rund 1.900 m² in einer Bestandsimmobilie im Stadtteil Altenessen Nord gemietet hat, tragen zwei weitere Essener Unternehmen zu dem Gesamtergebnis bei.

Insgesamt wurden im 1. Halbjahr 2019 70 relevante Mietverträge inklusive Eigennutzer registriert. In dieser vergleichsweise hohen Anzahl an Abschlüssen sind insgesamt 17 Mietverträge über mehr als 1.000 m² Mietfläche enthalten. Lediglich 28 Verträge betreffen kleinteiligere Mietflächen mit bis zu 500 m².

Rüttenscheid bleibt beliebtester Teilmarkt

Die Branchenauswertung dominiert zum 1. Halbjahr 2019 der Bereich „Gewerbe/Handel/Verkehr“ mit einem Anteil von 61 %. Es folgen die Bereiche „unternehmensbezogene Dienstleistungen“ mit 13 % sowie „IuK/Medien/Verlage“ mit 10 %. Mit einem Anteil von rund 37 % am Flächenumsatz war einmal mehr der Teilmarkt Rüttenscheid/Bredeney am stärksten nachgefragt. Die sonstigen Lagen folgen diesmal knapp dahinter mit rund 31 %. Dieser vergleichsweise hohe Anteil ist dabei in erster Linie auf das neue Headquarter von ALDI Nord zurückzuführen. Mit rund 20 % folgt erst an dritter Stelle der ansonsten sehr beliebte Teilmarkt Innenstadt/Südviertel. Hier macht sich bemerkbar, dass kaum noch größere Büroflächen mit moderner Ausstattung in dieser Lage zur Verfügung stehen.

Die Angebotsreserve ist stark rückläufig

Die Leerstandsquote liegt zur Jahresmitte bei niedrigen 3,8 % und hat sich damit seit Ende 2018 um 17 % verringert (Ende 2018: 4,6 %). Es ist zu erwarten, dass die Quote bis zum Jahresende weiter sinken wird, da eine starke Nachfrage nach Büroflächen besteht, die auf nur wenige Neubauprojekte und moderne Flächen in Bestandsimmobilien trifft, die bis dahin auf den Markt kommen.

Neubauflächen mit hoher Vorvermietungsquote

Das für 2019 erwartete Fertigstellungsvolumen umfasst lediglich rund 21.000 m² an Mietfläche und ist bereits zu über 80 % vermietet, so dass lediglich noch rund 4.100 m² – verteilt auf drei Neubauten – Interessenten zur Verfügung stehen. Noch gravierender stellt sich die Quote bei der Betrachtung der im Bau befindlichen Objekte dar. Von den rund 69.000 m² Mietfläche sind zur Jahresmitte bereits 88 % durch Vorvermietung oder Eigennutzer belegt. Die größte im Bau befindliche Mietfläche mit rund 3.300 m² bietet dabei der Neubau des ADAC Nordrhein e.V. in der Innenstadt vis-a-vis der neuen Zentrale der FUNKE MEDIENGRUPPE. Das Gebäude wird im Laufe des 1. Quartals 2020 bezugsfertig sein.

Mietpreise mit steigender Tendenz

Die Spitzenmiete hat weiter steigende Tendenz und liegt in Essen je nach Lage und Ausstattung zwischen 14,00 €/m² und 16,00 €/m² – ein weiterhin sehr moderates Niveau im Vergleich zu den Höchstmieten in anderen deutschen Metropolen. Die Durchschnittsmiete inklusive der Neubauten in Essen liegt bei ca. 11,90 €/m² und hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 5 % erhöht.

Perspektive

Aufgrund der weiterhin starken Nachfrage und trotz des limitierten Angebots in den präferierten Lagen, erwartet die EWG für das Gesamtjahr wiederum einen hohen Flächenumsatz von rund 150.000 m² bei weitgehend stabilen oder leicht steigenden Mietpreisen.

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