Foto: Für die Weiterentwicklung des Seniorenförderplans im Einsatz: Oberbürgermeister Thomas Kufen (r.), Sozialdezernent Peter Renzel und Johannes Bombeck (l.), Sozialplaner, Amt für Soziales und Wohnen. Für die Weiterentwicklung des Seniorenförderplans im Einsatz: Oberbürgermeister Thomas Kufen (r.), Sozialdezernent Peter Renzel und Johannes Bombeck (l.), Sozialplaner, Amt für Soziales und Wohnen. Foto: Elke Brochhagen, Stadt Essen

Abbildung: Signet "Zentrum 60+" Signet "Zentrum 60+". Abbildung: Stadt Essen

Essener Seniorenförderplan wird weiterentwickelt: "Zentrum 60+" in jedem Stadtbezirk

18.09.2019

Im heutigen (17.9.) Ausschuss für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Integration hat die Stadtverwaltung ihre Pläne zur Weiterentwicklung des Essener Seniorenförderplans vorgestellt. Der demografische Wandel und gesellschaftliche Veränderungen machen eine Neuausrichtung der Offenen Seniorenarbeit in Essen notwendig.

"Das wichtigste Ziel des neuen Seniorenförderplans ist die Teilhabe älterer Menschen innerhalb unserer Gemeinschaft", erklärte Oberbürgermeister Thomas Kufen. "Es soll nicht nur die Anzahl an Angeboten ausgebaut, sondern diese auch an die Bedürfnisse der Generation 60 plus angepasst werden." Er kündigte zudem an, dass Seniorinnen und Senioren als "Experten in eigener Sache" umfassende Möglichkeiten zur Mitgestaltung ihres Stadtteils haben sollen, deren Lebensqualität für alle Generationen verbessert werden soll.

"Eine umfassende Analyse der Offenen Seniorenarbeit in Essen hatte zum Ergebnis, dass im Stadtgebiet viele Angebote bestehen, vielfach in ehrenamtlichen Strukturen. Dennoch werden viele Personen und Personengruppen nicht erreicht", so Peter Renzel, Geschäftsbereichsvorstand Soziales, Arbeit und Gesundheit der Stadt Essen. "Das gilt beispielsweise auch für ältere Menschen mit Migrationshintergrund." Daher plane die Verwaltung die Offene Seniorenarbeit in Essen neu auszurichten. Ein entsprechendes Modell wurde mit der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände Essen abgestimmt. Ab dem 1. Januar 2020 sollen dafür die notwendigen finanziellen Mittel auf insgesamt 3 Millionen Euro erhöht werden.

Als zentrales Instrument soll ab dem nächsten Jahr in jedem Stadtbezirk mindestens ein "Zentrum 60+" eingerichtet werden, mit festen Ansprechpartnern und Öffnungszeiten. Auch ein "internationales Zentrum 60+" soll es geben. An jedem Standort sind 1,5 Stellen für hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geplant.

Die Freien Wohlfahrtverbände werden die "Zentren 60+" im Auftrag der Stadt betreiben. Dabei erfolgt die fachliche Begleitung und Unterstützung durch eine kommunale Koordinierungsstelle. Ein Qualitätszirkel soll darüber hinaus den Prozess der Neuausrichtung begleiten.

Dem Rat der Stadt wird der Vorschlag der Verwaltung in seiner Sitzung am Mittwoch, 25. September, zur Entscheidung vorgelegt.

Zum Hintergrund
In Essen leben rund 126.500 Menschen, die über 65 Jahre alt sind. Das sind 21,4 Prozent der Gesamtbevölkerung. Etwa 40.300 Essenerinnen und Essener sind über 80 Jahre alt. Die Prognosen gehen davon aus, dass der Anteil der Menschen über 65 Jahre in Deutschland bis zum Jahr 2030 auf einen Anteil von 26,3 Prozent steigen wird. Bundesweit wird der Anteil bis zum Jahr 2050 knapp 30 Prozent erreichen. Eine Entwicklung, die auch für Essen zu erwarten ist.

Den derzeitigen Seniorenförderplan hat der Rat der Stadt im April 2016 beschlossen. Ziel war es, altersgerechtes Wohnen zu fördern und so den Verbleib älterer Menschen in häuslicher Umgebung sicherzustellen. Der Grundsatz dabei: Ambulant vor stationär. Daraus entstandene erfolgreiche Projekte werden nun in der Weiterentwicklung des Seniorenförderplans verstetigt und das bestehende Ehrenamt sowie die Selbstorganisation weiter unterstützt.

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